Advent

Buden am Bahnhof bleiben: Wetter startet den Weihnachtsmarkt

Felix und Paula bekommen vom Weihnachtsmann und seinen Helferinnen einen Schokoladen-Nikolaus auf dem Weihnachtsmarkt in Alt-Wetter.

Felix und Paula bekommen vom Weihnachtsmann und seinen Helferinnen einen Schokoladen-Nikolaus auf dem Weihnachtsmarkt in Alt-Wetter.

Foto: Klaus Görzel / WP

Wetter.  Am zweiten Adventswochenende ziehen sich Buden von der Lutherkirche bis zum Platz vor dem historischen Bahnhof. Hier geht es auch weiter.

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Ein Hauch von Glühweinduft liegt in der Luft. Aus der Kirche klingen die harmonischen Akkorde von „Fröhliche Weihnacht“ und „Ihr Kinderlein kommet“, während die Jugendlichen unten auf dem Vorplatz lieber Selfies mit dem heiligen Mann schießen. Schließlich zieht der im Auftrag des Stadtmarketings mit seinen Helferinnen und einem Vorrat an süßen Geschenken durch die Straßen der Innenstadt.

Zum zweiten Advent verwandelt sich die untere Kaiserstraße in Wetter immer in eine einzige Fußgängerzone. Der Weihnachtsmarkt erstreckt sich weiter über den Bahnhofsvorplatz und bezieht auch Kirche und Gemeindehaus mit ein. Vor dem Bahnhof werden die Buden auch in diesem Jahr bis einen Tag vor dem heiligen Abend bleiben.

Unter den Besuchern am großen Adventswochenende ist die selbst ernannte „Rentner-Gang“, bestehend aus Gabi und Ferdi Schreibe so wie Udo und Doris Franke. Die Freunde sind alteingesessene Wetteraner und treffen sich jeden Tag zum Kaffee. Heute machen sie den Weihnachtsmarkt unsicher. „Es ist einfach gemütlich. Stets trifft man auf bekannte Gesichter hier, auch wenn man die Leute jahrelang nicht gesehen hat.“

Hier küsst der Pott die Natur

Das finden auch Gabi Barberg und Ruth Lumer vom Handarbeitskreis. An ihrem Stand präsentieren sie selbstgemachte Geschenke – von gehäkelten Topflappen bis hin zu aufwendig produzierten Alltagshelfern. Mit dem Absatz sind sie zufrieden. Neben Imkerhonig auf dem Markt locken noch andere Versuchungen wie Waffeln am unteren Eingang der Bismarckstraße. Das Glücksrad dreht sich dazu. Gegenüber öffnet die Lobby für Kinder ihre Türen und stellt vor ihren Räumlichkeiten Spielzeug für den Weihnachtsmann aus. „Willkommen in Wetter – wo der Pott die Natur küsst“, wirbt ein großes Schild.

Nicht weit entfernt auf der für Autos gesperrten Kaiserstraße steht der Truck von Ruhrgold-BBQ, es gibt vorweihnachtliche Klänge für ein bisschen himmlisches Flair. Auch die Ehrenamtler des Bürgerbusses sind vertreten. Die tatkräftigen Helfer der DLRG haben derweil alle Hände voll zu tun. Schließlich helfen sie den Kleinen in die „Truck-Bahn“ am Ende des Weihnachtsmarktes auf Höhe der im Winter geschlossenen Eisdiele.

Einkaufen am Sonntag

Iris Reschop und Maximilian Böckstiegel haben grüne Verstärkung mitgebracht, um die Menschen in ihren Bann zu ziehen: 30 Tannen zählte ihr Anhänger, als die Fahrt in Volmarstein los ging. Reschop zieht eine erste Bilanz: „Also 20 haben wir bereits verkauft.“ Gemeinsam mit Maximilian packt sie ihr besonderes Marketing-Gimmick aus: die kleine Tanne to Go. „Eigentlich kauft man ja keine Tanne auf dem Weihnachtsmarkt, aber die kleine passt durchaus unter den Arm und macht was her am Glühweinstand. Wir sind seit mehreren Jahren hier auf dem Markt, und es spricht sich rum.“ Wer auf dem Wetteraner Markt doch keinen Baum erwerben wollte, der kann seinen Favoriten reservieren und Iris Reschop auf Hof Hinnebecke in Volmarstein besuchen. Dort gibt es auch große Weihnachtsbäume aus eigenem Anbau.

Auch beim Markt im Schatten der Lutherkirche konnten sich die Besucher bei Kaffee und Kuchen stärken und eine wunderschöne Krippenausstellung bewundern.

Und am Sonntagnachmittag gab es zudem die Möglichkeit zum Einkaufen. Bis hin zum Kolping-Store im weiteren Verlauf der Kaiserstraße strahlte der Weihnachtsmarkt von Alt-Wetter, und in der Geschäftsstelle des Kinderschutzbundes wurde es eng wie sonst nur selten.

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