Kunst

Christo, Lüppertz, Uecker und Co. in Herdecke

Laden für Sonntag zur Auftakt-Ausstellung des neuen Herdecker Kunstvereins  ein:  Irmingard Schewe-Gerigk und Prof. Dr. Ralf A. Brickau.

Laden für Sonntag zur Auftakt-Ausstellung des neuen Herdecker Kunstvereins ein: Irmingard Schewe-Gerigk und Prof. Dr. Ralf A. Brickau.

Foto: Elisabeth Semme

Herdecke.   Für seine Auftakt-Ausstellung am Sonntag holt der neue Kunstverein Herdecke fast 40 Werke hochkarätiger Künstler in die Alte Schule am Ahlenberg.

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„Das hat es in Herdecke noch nicht gegeben“, sagt Professor Dr. Ralf A. Brickau, Vorsitzender des neuen Kunstvereins Herdecke. Und in der Tat: Namen wie Christo, Markus Lüppertz, Otto Piene und Günter Uecker – um nur einige zu nennen – lassen an dieser Feststellung keinen Zweifel aufkommen. Knapp 40 Werke dieser Schwergewichte der Kunstszene wird der neue Kunstverein ab Sonntag, 20. November, mit seiner Auftakt-Ausstellung in der „Alten Schule“ am Oberen Ahlenbergweg 41 präsentieren. Motto: „Künstler unterstützen den Kunstverein Herdecke“.

„Wir wollen unseren Mitgliedern zeigen, dass jetzt etwas passiert. Denn die warten darauf“, weiß Vorstandsmitglied Irmingard Schewe-Gerigk. Die Zahl von 65 Mitgliedern, die dem neuen Verein ad hoc bei der Gründungsversammlung beigetreten sind, ist bereits auf 85 angewachsen. „Für das erste Jahr streben wir 200 Mitglieder an. Das ist ambitioniert, aber es gibt auch eine Sehnsucht, so etwas in Herdecke zu haben“, sagt der Vize-Vorsitzende Dr. Tayfun Belgin. Der neue Kunstverein, so Irmingard Schewe-Gerigk, verstehe sich als Forum für Diskussionen, Ausstellungen, Musik und auch Lesungen. „Das hat es ja vereinzelt auch in der Alten Schule schon gegeben“, so Schewe-Gerigk weiter. Der Kunstverein aber wolle nach dem Open-House-Prinzip Kunst auch an andere Orte tragen: „Das Cuno-Forum oder nach der aktuellen Entwicklung jetzt auch das Koepchenwerk würden sich als solche Orte eignen.“

Zurück zur Auftakt-Ausstellung: Ab 11.30 Uhr können am Sonntag die knapp 40 Werke von Christo, Stephen Conroy, Markus Lüppertz, Heinz Mack, Heribert C. Ottersbach, Mimmo Paladino, Otto Piene, Günter Uecker und Manolo Valdés in der ersten Etage der Alten Schule betrachtet werden. „Das waren die guten Kontakte von Apostolos Palavrakis, unserem künstlerischen Leiter“, antwortet Irmingard Schewe-Gerigk auf die Frage, wer all diese hochkarätigen Werke denn nach Herdecke geholt habe. Kunstfreunden, die eventuell ein Bild erwerben möchten, vermittelt der Verein die entsprechenden Kontakte zu den Galerien der Künstler.

In Zukunft will der Verein mehrgleisig fahren, betont Prof. Dr. Ralf A. Brickau: „Wir brauchen renommierte, etablierte Künstler, über die wir Leute bekommen, die uns unterstützen können und wollen.“ Aber, ergänzt Dr. Tyfun Belgin, der Verein wolle durchaus auch jungen Künstlern ein Forum bieten. Geplant seien zunächst vier Ausstellungen pro Jahr. Dabei ist die nächste große Kunstschau schon geplant: Ab April wird Rita McBright, US-amerikanische Bildhauerin und Installationskünstlerin sowie Direktorin der Kunstakademie Düsseldorf, beim Kunstverein Herdecke ausstellen.

Hoffnung auf dauerhafte Bleibe

Die am Sonntag beginnende Auftakt-Ausstellung soll bis Ende Januar dauern. Da legt sich bei so manchem Herdecker wohl die Stirn in Falten; denn die Stadt hat Sofia Kouldakidou, der Künstlerin, die mit ihrem Mann in der Alten Schule lebt und dort auch arbeitet, zum 30. November gekündigt. Irmingard Schewe-Gerigk sagt dazu: „Der Kunstverein hofft auf die Unterstützung durch die Lokalpolitik und einen Mehrheitsbeschluss des Rates im Dezember, damit der Mietvertrag unter anderen Bedingungen verlängert werden kann.“

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