Corona aktuell

Corona in Herdecke und Wetter: Inzidenzwert im Kreis steigt

Virologe Dittmer hält nichts von Beherbergungsverbot

Hilft ein Beherbergungsverbot dabei, das Infektionsgeschehen zu kontrollieren? Virologe Ulf Dittmer beantwortet aktuelle Fragen zur Coronakrise.

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Wetter/Herdecke.  Im Ennepe-Ruhr-Kreis gab es binnen 24 Stunden 65 neue Corona-Fälle, auch der Inzidenzwert steigt. Wichtige Infos im Überblick.

  • Corona in Wetter und Herdecke: Der Inzidenzwert im Ennepe-Ruhr-Kreis liegt am Samstag laut Kreis bei 99,35 (Vortag 89,47).
  • In Herdecke steigt die Zahl von 72 am Freitag auf 77 Infizierte.
  • Seit Dienstag gilt im Risikogebiet eine neue Allgemeinverfügung. Die Regeln im Überblick.

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Update 24. Oktober: Im Ennepe-Ruhr-Kreis gibt es 1.446 bestätigte Corona-Fälle (Stand Samstag, 24. Oktober, 9 Uhr), von diesen gelten 1.016 als genesen. Die Zahl der Infektionen ist damit innerhalb der letzten 24 Stunden um 65 gestiegen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen 7 Tagen pro 100.000 Einwohner, liegt im Kreisgebiet aktuell bei 99,35 (Vortag 89,47). Damit gilt der Kreis weiterhin als Risikogebiet.

Die aktuell 412 Erkrankten wohnen in Breckerfeld (6), Ennepetal (34), Gevelsberg (55), Hattingen (71), Herdecke (77), Schwelm (27), Sprockhövel (19), Wetter (37) und Witten (86).

Update II, 23. Oktober: Mit 76 neu bestätigten Fällen innerhalb von 24 Stunden musste im Ennepe-Ruhr-Kreis von Donnerstag auf Freitag ein neuer Rekord verzeichnet werden. In der Folge bewegt sich auch der Inzidenzwert weiter nach oben, am Freitagvormittag lag er bei 89,47. „Das Überschreiten der 100-er Marke ist, wie in vielen anderen Kreisen und Städten in Nordrhein-Westfalen, absehbar. Stand heute werden wir als Kreis darauf nicht mit einer weiteren Allgemeinverfügung reagieren. Viel wichtiger ist, dass sich die Bürgerinnen und Bürger noch konsequenter an die bereits geltenden Vorgaben sowie die AHA-Regeln halten“, macht Landrat Olaf Schade deutlich. Bei dieser Einschätzung stützen sich die Verantwortlichen auch auf die Aussage der Experten des Robert-Koch-Instituts. Danach stecken sich die meisten Menschen im familiären und privaten Umfeld an. Dies deckt sich mit den Erkenntnissen, die für den Ennepe-Ruhr-Kreis vorliegen.

Nach der erneuten Testung der Bewohner und Mitarbeiter des Seniorenhauses Kirchende in Herdecke ist die Zahl der positiven Fälle um 13 gestiegen, betroffen sind jetzt 42 Bewohner und 19 Mitarbeiter. Weitere Abstriche stehen für Bewohner und Mitarbeiter des Seniorenheims Parkanlage Nacken in Herdecke und dem Franz-Arndt-Haus der evangelischen Stiftung Volmarstein in Wetter auf dem Programm. Insgesamt sind dies mehr als 170.

Weiterhin Risikogebiet

Im Ennepe-Ruhr-Kreis gibt es 1381 bestätigte Corona-Fälle (Stand Freitag, 23. Oktober, 9 Uhr), von diesen gelten 1004 als genesen. Damit gilt der Ennepe-Ruhr-Kreis weiterhin als Risikogebiet. In den Krankenhäusern im Kreisgebiet sind derzeit 27 Patienten mit einer Corona-Infektion in stationärer Behandlung. Einer von ihnen wird intensivmedizinisch betreut und beatmet.

Die aktuell 359 Erkrankten wohnen in Breckerfeld (6), Ennepetal (29), Gevelsberg (44), Hattingen (58), Herdecke (72), Schwelm (26), Sprockhövel (13), Wetter (36) und Witten (75). 18 Menschen aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis sind an oder mit dem Corona-Virus verstorben. Sie stammen aus Breckerfeld (1), Ennepetal (3), Gevelsberg (4), Hattingen (2), Herdecke (1), Schwelm (2), Sprockhövel (1), Wetter (2) und Witten (2). Die Gesundeten kommen aus Breckerfeld (17), Ennepetal (67), Gevelsberg (107), Hattingen (193), Herdecke (96), Schwelm (101), Sprockhövel (63), Wetter (74) und Witten (286). Für die bestätigten Fälle sowie für begründete Verdachtsfälle ist häusliche Quarantäne angeordnet. Insgesamt gilt diese Vorgabe für 1260 (Vortag 1163) Personen im Kreis.

Update 22. Oktober:

Im EN-Kreis gibt es 1305 bestätigte Corona-Fälle (Stand Donnerstag, 22. Oktober, 9 Uhr), von diesen gelten 971 als genesen. Die Zahl der Infektionen ist damit innerhalb der letzten 24 Stunden um 57 gestiegen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen 7 Tagen pro 100.000 Einwohner, liegt im Kreisgebiet bei 74,66 (Vortag 67,26). Damit gilt der Ennepe-Ruhr-Kreis weiterhin als Risikogebiet.

Die Zahl der Menschen, die an oder mit dem Corona-Virus verstorben sind, liegt bei 18. Im Altenzentrum St. Jakobus in Breckerfeld verstarb zuletzt ein 89 Jahre alter Bewohner, im Seniorenhaus Kirchende in Herdecke eine 80-jährige Bewohnerin. Die 18 Verstorbenen stammen aus Breckerfeld (1), Ennepetal (3), Gevelsberg (4), Hattingen (2), Herdecke (1), Schwelm (2), Sprockhövel (1), Wetter (2) und Witten (2).

In den Krankenhäusern im Kreisgebiet sind derzeit 26 Patienten mit Corona-Infektion in stationärer Behandlung. Einer von ihnen wird intensivmedizinisch betreut und beatmet.

Die aktuell 316 Erkrankten wohnen in Breckerfeld (4), Ennepetal (24), Gevelsberg (38), Hattingen (51), Herdecke (63), Schwelm (20), Sprockhövel (11), Wetter (39) und Witten (66).

Die Gesundeten kommen aus Breckerfeld (17), Ennepetal (65), Gevelsberg (100), Hattingen (191), Herdecke (88), Schwelm (99), Sprockhövel (63), Wetter (69) und Witten (279).

Für die bestätigten Fälle sowie für begründete Verdachtsfälle ist häusliche Quarantäne angeordnet. Insgesamt gilt diese Vorgabe für 1.163 (Vortag 1039) Personen im Kreis.

316 Kreisbewohner sind derzeit am Corona-Virus erkrankt, 57 Neuinfektionen sind innerhalb von 24 Stunden hinzugekommen. Die neu positiv Getesteten wohnen in acht der neun kreisangehörigen Städte. „Wir haben es mit sehr vielen kleinen Infektionsherden zu tun“, sagt Amtsärztin Dr. Sabine Klinke-Rehbein. „Die meisten neuen Infektionen entstehen im Familienkontext oder durch private Kontakte. Und sie verteilen sich auf das gesamte Kreisgebiet.“

Zudem tragen aktuell Ausbrüche in zwei Krankenhäusern im Kreis zu den steigenden Zahlen bei: Im Marienhospital in Witten sind 8 Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet worden. Betroffen sind zwei Bereiche des Krankenhauses. Im Klinikum Niederwenigern in Hattingen gibt es 12 corona-positive Patienten und Mitarbeiter. In beiden Krankenhäusern wurden in Absprache mit dem Gesundheitsamt Vorkehrungen getroffen, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern.

Gute Nachrichten gibt es für die Kindertageseinrichtungen Fröbelhaus in Wetter und Sankt Jakobus in Breckerfeld. Dort sind nach den bereits bekannten Corona-Fällen keine Folgefälle aufgetreten, die Abstriche aller Kontaktpersonen in den Einrichtungen waren negativ.

Nachdem im Franz-Arndt-Haus eine Mitarbeiterin der Ev. Stiftung Volmarstein positiv auf das Corona-Virus getestet wurde, seien sofort alle nötigen Maßnahmen angelaufen, so ESV-Sprecherin Astrid Nonn. Dabei arbeiteten Gesundheitsamt, Heimleitung, Betriebsmedizin und Hygienemanagement der Stiftung eng zusammen. „Abgestimmt wurde, dass alle 24 Bewohner mit Behinderung, die in dem Haus leben, sowie alle 20 Mitarbeitenden vorsorglich am Freitag getestet werden“, so Nonn weiter. Da die Bewohner in feste Wohngruppen eingeteilt seien, müsse nur ein Teil von ihnen zunächst in Quarantäne.

Weil die meisten Quarantänen im Zusammenhang mit Schulen während der Herbstferien ausgelaufen sind, starten am Montag alle Schulklassen im Kreisgebiet mit Präsenzunterricht. Nur einzelne Schüler müssen von zuhause aus lernen, weil sie sich während der Ferien mit dem Corona-Virus infiziert haben oder als enge Kontaktperson eines positiv Getesteten gelten.

Aufgrund des Ausbruches im Seniorenhaus Kirchende in Herdecke - dort sind 49 Menschen positiv auf Corona getestet worden - wurden am Mittwoch alle 179 Bewohner und Mitarbeiter erneut abgestrichen .

Update, 21. Oktober:

Neue Fälle meldet das Gesundheitsamt aus dem Seniorenheim Parkanlage Nacken in Herdecke und dem Franz-Arndt-Haus der evangelischen Stiftung Volmarstein in Wetter. Betroffen sind eine Bewohnerin beziehungsweise ein Mitarbeiter. Die notwendigen Testaktionen werden geplant.

Auf die Hilfe der Bundeswehr will der Kreis zunächst noch verzichten, stattdessen soll auf weitere Mitarbeiter der Kreisverwaltung zurückgegriffen werden. „Stand heute sind wir optimistisch, die vor uns liegenden Herausforderungen so bewältigen zu können. Ob dies morgen und übermorgen auch noch so sein wird, gilt es Tag für Tag neu zu bewerten“, so Schäfer.

Update, 20. Oktober: Im Ennepe-Ruhr-Kreis gibt es 1.207 bestätigte Corona-Fälle (Stand Dienstag, 20. Oktober, 9 Uhr), von diesen gelten 915 als genesen. Die Zahl der Infektionen ist damit innerhalb der letzten 24 Stunden um 34 gestiegen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen 7 Tagen pro 100.000 Einwohner, liegt im Kreisgebiet bei 62,63 (Vortag 55,53). Damit gilt der Ennepe-Ruhr-Kreis weiterhin als Risikogebiet.

Ab sofort gelten neue Maßnahmen für Herdecke und Wetter. >>> Die aktuellen Regeln im Überblick.

Seniorenheim als Hotspot

Im Seniorenheim in Kirchende sind nun weitere Testergebnisse eingetroffen. Dort sind insgesamt 36 Bewohner und 13 Mitarbeiter positiv getestet worden. Elf Bewohner befinden sich aktuell im Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke. Eine Bewohner ist am Montag verstorben. Sie wurde positiv auf das Virus getestet.

Infektionsgeschehen im EN-Kreis

Anlässlich eines Ausbruchgeschehens im Seniorenheim Kirchende in Herdecke stehen weitere Testergebnisse aus. Für das Haus Curanum am Ochsenkamp in Schwelm und die St. Jacobus Kita in Breckerfeld sind die Testungen terminiert. Nachdem in der Kita Wichtelhaus in Witten sowie im AWO Familienzentrum in Witten-Stockum positive Fälle bekannt wurden, sind die Kontaktpersonen ermittelt und die Test ebenfalls terminiert.

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