Musik

Cover-Rock im Schützenheim am Rehberg

Mit dabei: Die Band Crazy38+

Foto: Privat

Mit dabei: Die Band Crazy38+ Foto: Privat

Herdecke.   Der SV Herdecke 1842 geht neue und musikalische Wege. Am 11. November spielen vier Gruppen im Rahmen der ersten „Herdecker Rocknacht“

Bereits nach kurzer Zeit waren im Vorverkauf sämtliche Karten für die erste Herdecker Rocknacht im Vereinsheim der Herdecker Schützen 1842 vergriffen. Jetzt gibt es nur noch wenige an der Abendkasse. Ein gutes Vorzeichen, findet Bernd Gassel, Mitglied im Schützenverein und Drummer sowie Sänger der Band RePlay.

Das Trio, neben Gassel bestehend aus Frank Leschke (Gitarre/Gesang) und Thomas von den Bergen (Bass) ist eine von vier Gruppen, die dem Publikum am 11. November an der Rehbergstraße 22 ordentlich einheizen wollen. Die drei Musiker haben Ende der 1980er Jahre schon einmal gemeinsam Musik gemacht. Familienplanung und berufliche Wege der Mitglieder führten jedoch zur Zerschlagung der Band. Durch Zufall trafen die Männer 2014 wieder aufeinander. Kurz darauf erwachte auch ihre Band RePlay zu neuem Leben.

Der einstige Partykeller von Leschke wurde in einen Probenraum umgewandelt. Dort trifft sich die Band nun jeden Sonntag. Das Trio covert seine Lieblingsstücke. Dabei gehe es auch manchmal etwas härter zu, sagt von den Bergen. Ideengeber Gassel ist sehr gespannt: „Schließlich ist die Rocknacht ein Debüt. Wir wissen ja nicht, was auf uns zukommt.“ Ginge es nach ihm, sollte die Veranstaltung fester Bestandteil im Programm der Schützen werden. „Wir wollen von dem langweiligen Image eines Schützenvereins weg“, erklärt Gassel.

Eine neue vielseitige Wand

Beim Vorsitzenden der Herdecker Schützen, Thomas Bischoff, kam der Vorschlag für die Rocknacht sofort gut an. „Mit der Idee lief er offene Türen ein“, so Bischoff. Für ein optimales Konzerterlebnis sind einige Mitglieder des Schützenvereins derzeit damit beschäftigt, den Saal im Vereinsheim entsprechend herzurichten.

Dafür wurde sogar eine Wand demontiert. Für die Auftritte soll eine knapp 30 Quadratmeter große Bühne aufgebaut und die Wände sollen mit Bühnenmollton versehen werden. Die Wandverkleidung ist in mehrfacher Hinsicht gut: für die Akustik, zur Verdunkelung und für den Brandschutz. Bei der Veranstaltung sorgen Schützen für die Versorgung mit Getränken und für Ordnung.

Den Anfang wird an dem Abend die Band Crazy38+ mit Marion Glasmacher-Schulz alias Marry Glitter (Bass), Ehemann Torsten Schulz (Gitarre), Sohn Sven Schulz (Schlagzeug), Harald Jebavy (Gitarre) und dem mit 18 Jahren jüngsten Mitglied, Sängerin Anna Drom, machen. Gesanglich unterstützt werden sie dann von Alexandra Heyn. Der Name der Band steht übrigens für das Durchschnittsalter der Mitglieder. Und weil die seit 2016 so auftretende Combo diesen nicht ständig ändern wollte, gab es kurzerhand ein + hinten dran.

Von Sweet bis Lady Gaga

Die Dortmunder wollen mit einem vielseitigen Rockprogramm überzeugen. „Von Sweet bis Lady Gaga ist alles dabei“, fasst Anna Drom zusammen. Ebenfalls mit von der Partie sind Pottrock aus Wetter. Die Geschichte der Band begann vor acht Jahren. Damals noch unter dem Namen DX4. Nach dem Ausscheiden eines Mitgliedes fand sich eine neue Formation, die seit einem Jahr auftritt. Die Band setzt sich nun aus Schlagzeugerin Edda Sichelschmidt, Sängerin Desiree Lorenzen, ihrem Bruder und Gitarristen Daniel Lorenzen sowie Gerhard Gaup am Bass zusammen. Zur Rocknacht gekommen ist die Gruppe durch eine lange Bekanntschaft mit Organisator Bernd Gassel. Nachdem Pottrock auf dessen Geburtstag eine tolle Show abgeliefert hatten war klar, dass sie auch bei der ersten Rocknacht spielen würden.

Wenn es ein Rockkonzert in Herdecke gibt, dürfen Stove Corner nicht fehlen. Schließlich bedeutet ihr Name übersetzt Herd Ecke. Sänger Oliver Gerhard (Gesang), Ron Timreck (Gitarre/Gesang), Jörg Rudolph (Gitarre), Jürgen Theobald (Keyboard), Björn Alban (Bass) und Thomas Tsoukis (Schlagzeug) kennen den Geschmack ihrer Zuhörer gut. „Herdecke ist eine Ärzte-Stadt“, sagt Timreck. Die Band hat aber für jeden etwas dabei. So sind Stücke aus den 1980er Jahren ebenso vertreten wie aus den 1990ern und von heute. Techniker Harry Heußner wird alles dafür tun, damit der Auftritt von Stove Corner ein voller Erfolg wird.

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