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Das könnte sich beim Parken in Herdecke ändern

Eine Stunde Parkzeit ist auf dem Parkplatz vor dem Alid in Herdecke erlaubt.

Foto: Klaus Görzel

Eine Stunde Parkzeit ist auf dem Parkplatz vor dem Alid in Herdecke erlaubt. Foto: Klaus Görzel

Herdecke.   Die Verkehrskommission in Herdecke hat über die Bewirtschaftung von Parkraum beraten. Das muss nicht unbedingt mehr Parkautomaten bedeuten.

Herdecke hat bei der Zahl der Parkplätze in den letzten 15 Jahren kräftig zugelegt. Sie ist von knapp 1000 im Jahr 2000 auf fast 1500 angestiegen.

Dieser Parkraum könnte mehr bewirtschaftet werden, auch um die Stadtkasse zu entlasten. In der Verkehrskommission ging es jetzt darum, wo zeitliche Beschränkungen sinnvoll sein könnten, was sich beim Parkhaus am Aldi ändern sollte, wie sinnvoll Lehrerparkplätze sind, und ob es bei 30 Cent für 30 Minuten bleiben soll, wo die Parkuhr tickt.

Parken am Bleichstein

Am Bleichstein kann aktuell unbegrenzt geparkt werden. In weiten Teilen soll das auch so bleiben, waren sich die Mitglieder der Verkehrskommission einig. „Das muss ein Rückzugsraum sein für alle die, die in der Stadt arbeiten“, erklärte Gisbert Holthey (CDU), fand eine Idee von Gerd Tebben (SPD) aber gut. Dessen Vorschlag: Im geteerten Bereich vor der Bleichsteinhalle könnte die Parkzeit auf vier Stunden begrenzt werden. Eine Parkscheibe würde ihm reichen. Tebben war „grundsätzlich dagegen, dass wir noch mehr Uhren aufstellen“, auch wenn dann so nicht mehr Geld sprudelt.

Parkhaus Goethestraße

Einigkeit auch beim Parkhaus ­Goethestraße. Hier ging es aber zunächst mehr ums Vorgehen als um konkrete Veränderungswünsche. Neben der Stadt Herdecke sind die Sparkasse und der Aldi Miteigentümer des Parkhauses. Mit beiden soll die Stadt reden, so der Wunsch der Verkehrskommission. Gesucht wird eine Lösung, möglicherweise mit Schranke, die Dauerparken und Treffs erschwert.

Lehrerparkplätze

Am Gymnasium und am Schraberg haben Lehrer extra für sie ausgewiesene Parkplätze. Zahlen müssen sie dafür nicht. Haben die Lehrer dadurch nun ein Privileg? Und wie wäre es, wenn das Privileg fallen würde, weil die Schilder für Lehrerparkplätze abgebaut werden? Ist das dann eine Ungleichbehandlung, weil der Parkraum an der Schrabergschule schon jetzt für Lehrer eng ist, während auf dem Lehrerparkplatz an der Friedrich-Harkort-Schule oft mehr Parkplätze frei sind als besetzt? Diese Fragen wurden in der Verkehrskommission aufgeworfen, aber nicht abschließend beantwortet.

Für Jan Schaberick (SPD), den Vorsitzenden der Kommission, stand jedenfalls fest: „Da brauchen wir eine einheitliche Lösung.“ Sollte die so ausfallen, dass Lehrer für Parkplätze, die von der Stadt extra für sie bereit gehalten werden, zahlen müssen, warnte Andreas Disselnkötter (Die Grünen) vor dem Beispiel Hagen. In der großen Nachbarstadt war entschieden worden, alle Lehrerparkplätze an die Lehrer nur noch zu vermieten. Der Effekt, so Disselnkötter schmunzelnd: „Die Parkplätze stehen seitdem leer“.

Parkgebühren

Schon länger sind die Parkgebühren in Herdecke nicht mehr erhöht worden. Bei 30 Cent für 30 Minuten liegt derzeit der Tarif, und so könnte es auch bleiben. Zumindest für die Vertreter von CDU, Grünen und Ausschussmitglied Rutger Booss. Christopher Huck (FDP) dagegen konnte sich „eine moderate Steigerung“ auf 50 Cent für 30 Minuten Parkzeit vorstellen, ebenso Gerd Tebben. Hier gab es also keine Empfehlung der Verkehrskommission für die weitere Beratung der Vorschläge. Im Zuge der Haushaltsdebatte wird die Erhöhung wieder Thema werden – und vermutlich auch geklärt sein, mit welchem Aufwand die Parkscheinautomaten fit gemacht werden könnten für größere Münzen.

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