Mein Gott

Den Glauben neugierig neu entdecken

Pastor Dennis Sommer

Foto: Ev.- Freik. Gemeinde Grundschöttel

Pastor Dennis Sommer Foto: Ev.- Freik. Gemeinde Grundschöttel

Pastor Dennis Sommer aus Grundschöttel möchte Menschen anspornen, den Glauben neu zu entdecken, weiterzuentwickeln und täglich neu zu leben.

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In den letzten Wochen hatte ich mehrere Gespräche mit Menschen, die mir noch mal neu vor Augen geführt haben, wie neu der Glaube an Gott und die Art, wie wir ihn in unserer und anderen Kirchen leben, für Menschen sein kann.


In den Gesprächen wurde deutlich, dass manches Ritual, manche Form und auch viele Inhalte nicht oder neu verstanden werden müssen. Oft vergleichen wir dieses Entdecken des Glaubens mit der Art, wie Kinder lernen durch Neugier. Das passt auch ganz gut zu der Tatsache, dass wir von Gott als seine Kinder bezeichnet werden. Wir machen uns also auf den Weg und erkunden die Welt des Glaubens. Neugierig und lernwillig. Tja, und dann trifft dieses schöne Bild auf die Realität im Jahr 2017: Welche Kirche passt zu mir? Zu welcher Kirche passe ich?


Es mischen sich ganz schön viele Entscheidungen in das neugierige Lernen und Entdecken, die auf dem Weg immer wieder fällig sind. Welche Religion, welche Konfession, welche Kirchenform, welche Gottesdienstart, welche Gottesdienstmusik wähle ich oder will ich?


Es ist nicht so unbeschwert wie bei Kindern, wenn diese etwas entdecken oder neugierig lernen wollen.


In den Gesprächen mit den Menschen, die den Glauben neu entdecken, versuche ich an der Stelle zu betonen, dass man sich am besten zunächst auf Gott konzentriert, bevor man schwierige Entscheidungen zur Institution trifft, frei bleibt in der Neugier und die Entscheidungen vielleicht sogar zurückstellt.


Unterstützt werde ich durch einen Bibelvers aus dem Hebräerbrief. Im elften Kapitel wird sehr grundsätzlich über den Glauben, Vorbilder und ihre Glaubenserfahrungen erzählt.


Und dann steht dort, dass der Glaube aber eine Wirklichkeit dessen sei, was man hofft, und ein Überführtsein von Dingen sei, die man nicht sehe. Das klingt nach unbeschwertem Erleben. Es geht nicht immer nur um die Tatsachen und Beweise. Es ist kein rein intellektuelles Geschehen. Glaube bezieht Hoffnung und Undurchsichtiges genau so mit ein. Glaube startet da, wo ich es noch nicht ganz weiß und noch nicht ganz verstehe.


Insofern sind wir alle neu, alle Entdecker und alle unterwegs. Das Neugierig-sein ist unterschiedlich intensiv. Aber den Glauben so zu entdecken, ist authentisch. Dafür entscheid’ ich mich!

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