Corona

Der Ennepe-Ruhr-Kreis fährt den Dienstbetrieb höher

Nur mit Voranmeldung für Bürger geöffnet: das Kreishaus in Schwelm. Aber ab Montag gibt es mehr und schneller Termine.

Nur mit Voranmeldung für Bürger geöffnet: das Kreishaus in Schwelm. Aber ab Montag gibt es mehr und schneller Termine.

Foto: Foto: Hans Blossey

Ennepe-Ruhr.  Ab Montag, 18. Mai, werden Bürger wieder mehr und schneller einen Termin bei der Kreisverwaltung bekommen. Die Türen bleiben aber geschlossen.

Dringend? Unaufschiebbar? Ganz wichtig? Von einem klaren „Ja“ hing es in den letzten Wochen ab, ob Bürger einen Termin im Schwelmer Kreishaus erhalten haben. Ab dem heutigen Montag, 18. Mai, ändert sich das: Mit Beginn der neuen Woche vergeben die Mitarbeiter der Sachgebiete deutlich mehr und schneller Termine, damit Bürger ihre Anliegen mit der Kreisverwaltung klären können. Eine abweichende Regelung gilt allerdings für das Jobcenter EN.

Grundsätzlich bleibt es also bei der seit Mitte März geltenden Regelung: Die Türen der Dienststellen sind geschlossen, sie öffnen sich nur für diejenigen, die einen Termin haben. Ansprechpartner für Termine sind die jeweils zuständigen Sachbearbeiter.

Kunden werden abgeholt

Mit einer Reihe von Vorkehrungen wollen die Verantwortlichen im Schwelmer Kreishaus Bürger und Beschäftigte vor dem Coronavirus schützen. Um den Zu- und Abgang in den Dienststellen kontrollieren zu können, holen die Mitarbeiter die Kunden am Eingang ab und bringen sie nach dem Termin dorthin zurück. Für Besucher besteht grundsätzlich die Pflicht, durchgehend einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, die Beschäftigten nutzen ihn, wenn sie die Kunden begleiten.

In den Büros sorgen Hustenschutz aus Plexiglas für Sicherheit. Um im Falle eines Falles Infektionsketten verfolgen zu können, führt jedes Sachgebiet Listen, in dem die notwendigsten Daten der Besucher erfasst werden. Diese werden nach vier Wochen vernichtet. Zum Schutzprogramm zählen zudem Desinfektionsmittel für die Hände sowie ein erhöhter Reinigungsintervall für Büros und Arbeitsplätze.

Von Normalität weit entfernt

„Von der ´Vor-Corona-Behörden-Normalität´ sind wir trotz dieser Änderungen natürlich noch ein ganzes Stück entfernt. Wir wagen aber quasi den Einstieg in die ´Während-Corona-Behörden-Normalität´. Damit das gelingen kann, sind wir neben dem Engagement unserer Mitarbeiter natürlich auf das Verständnis und die Unterstützung der Bürger angewiesen“, macht Landrat Olaf Schade für die Kreisverwaltung deutlich. Für die publikumsintensiven Dienststellen kündigt er den vorsorglichen Einsatz eines Sicherheitsdienstes an. „Damit haben seit der Wiedereröffnung des Straßenverkehrsamtes in Schwelm und der Zulassungsstelle in Witten Ende April sehr gut Erfahrungen gemacht.“

Hohe Zahl an Neuzugängen

Aus dem Jobcenter EN heißt es: Derzeit steht für die Beschäftigten das Bewältigen der hohen Zahl der Neuzugänge im Fokus. Allein im letzten Monate lag ihre Zahl mit 729 für den gesamten EN-Kreis mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahresmonat. Persönliche Beratungsgespräche planen die Verantwortlichen für die Zeit ab Dienstag, 2. Juni. Schon heute ist klar: Auch in den Regionalstellen des Jobcenters EN wird eine vorherige Terminabsprache Pflicht und Zugangsberechtigung sein. In den Gesprächen soll es vor allem um die Integration in den Arbeitsmarkt gehen. Dabei wird der bestmögliche Gesundheitsschutz für Bürger und Mitarbeiter berücksichtigt.

Schriftlich oder telefonisch

„Völlig unabhängig vom Ausfall der Beratungsgespräche hat das Jobcenter EN in den letzten Wochen natürlich weitergearbeitet. Anträge wurde erfasst und beschieden, wo es trotz Corona möglich war, gab es Vermittlungen in Arbeit und Projekte“, so Heiner Dürwald, Leiter des Jobcenters EN.

Sein Wunsch: Wer Leistungen des Jobcenters EN beantragen möchte und Auskünfte benötigt, möge dies wann immer möglich, schriftlich oder telefonisch erledigen. „Dies hat sich in den letzten Wochen gut eingespielt und kann sicher auch als Beitrag zum Gesundheitsschutz gewertet werden“, so Dürwald.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben