Verein Pro Kid

Diabetes-Kurs für Kinder in Herdecke mit Spende gesichert

Damit Kinder-Diabetes im Alltag kein Problem ist: Die Stiftung Help and Hope um Sandra Heller (Zweite von rechts) spendet 10 000 Euro für den Verein Pro Kid mit Dr. Dörte Hilgard (Mitte), Andrea Meier und Michael Meusers.

Damit Kinder-Diabetes im Alltag kein Problem ist: Die Stiftung Help and Hope um Sandra Heller (Zweite von rechts) spendet 10 000 Euro für den Verein Pro Kid mit Dr. Dörte Hilgard (Mitte), Andrea Meier und Michael Meusers.

Foto: WP

Herdecke.   10 000 Euro spendete die Stiftung Help and hope an den Verein Pro Kid, der sich in Herdecke um Diabetes-Schulungskurse für Kinder kümmert. Diese können nun auch dank des großzügigen Beitrags fortgeführt werden. Hilfe kommt auch vom Gemeinschaftskrankenhaus.

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Wenn Dr. Dörte Hilgard und Andrea Meier vom Vorstand des Vereins Pro Kid über ihre Pläne zur Unterstützung von Kindern mit Diabetes berichten, erkennt der Zuhörer schnell, dass sie mit viel Herzblut bei der Sache sind. Logisch, dass sie sich auch über die großzügige 10 000-Euro-Spende der Stiftung Help and Hope für die jährlich stattfindenden Kurse freuten. Von Ende Juli bis Mitte August läuft nun die nächste Schulung für den an Zucker erkrankten Nachwuchs in der Jugendbildungsstätte Wittbräucke.

Professionelle Unterstützung

Dort bietet die Abteilung für Kinder- und Jugendmedizin des Gemeinschaftskrankenhauses (GKH) mit 30 Betreuern diese dreiwöchigen Kurse seit 1999 jährlich in den Sommerferien für 60 Schulkinder an, seit 2013 in Kooperation mit dem Verein Pro Kid, da die Zukunft der Kurse vor zwei Jahren fraglich war. Das Ziel ist geblieben: mit Hilfe zusätzlicher Spenden den Nachwuchs professionell unterstützen.

Sandra Heller als Stiftungs-Vorsitzende von Help and Hope berichtete bei der Scheck-Übergabe, dass ihr und dem Vorstand das nachhaltige und ganzheitliche Konzept für dieses „wichtige Thema“ gefallen habe, zumal es nicht nur um medizinische oder pädagogische Aspekte gehe, sondern all dies „spielerisch vermittelt wird und das für Kinder dann lebenslang von Vorteil sein dürfte“.

Dörte Hilgard und Andrea Meier hatten Heller zuvor erläutert, dass der Beitrag der Krankenkassen für Diabetes-Kinder nicht ausreiche. In ihren Kursen erfahren die jungen Teilnehmer etwa auch auf kreativen Wegen, wie sie in ihrem Alltag und in ihrer Freizeit mit der Krankheit leben und weitgehend problemlos damit umgehen können.

Aktuell kümmert sich die Herdecker Kinderdiabetologie als größte Einrichtung ihrer Art in Nordrhein-Westfalen um 350 zuckerkranke Kinder, die aus der Region stammen oder auch für die Schulungskurse von weit her, etwa aus Süddeutschland anreisen. Auf zwei Kinder kommt ein freiwilliger Betreuer, die aus den Reihen von Erziehern, Psychotherapeuten und Künstlern rekrutiert werden. „Mittlerweile haben auch einige Privatpersonen Patenschaften für Kinder übernommen“, berichtet Andrea Meier erfreut.

Vorbereitung auf den Alltag

In den Kursen von Dr. Hilgard und ihrem Diabetes-Team sollen die Kinder lernen, sich selber zu versorgen. Fachleute betreuen sie rund um die Uhr, um auch unvorhersehbare Probleme abzufangen und alltagsrealistische Situationen wie etwa Vorbereitungen auf Klassenfahrten oder Übernachtungen bei Freunden zu üben. Die Schulungsinhalte seien zudem in ein vielseitiges Freizeitangebot eingebettet, um auch Ernährungsbesonderheiten (Grillabende, Kindergeburtstage, etc.) oder Bewegungsanpassungen (beim Schwimmen, Fußball, usw.) zu thematisieren. Vieles werde über persönliche Gesprächen vermittelt, um alle Fragen oder Blutzuckerverläufe individuell abzudecken.

Bei der Betreuung der Kinder arbeitet der Verein Pro Kid eng mit der Abteilung für Kinderpsychiatrie des Gemeinschaftskrankenhauses zusammen, um auch psychosomatische Aspekte zu berücksichtigen. Die Mehrzahl der Kinder werde vor und nach den Kursen weiter vom GKH-Diabetes-Team betreut.

Koordinierungsstelle und Kontakt

Seit einer Woche hat der Verein Pro Kid, der neben den Kursen auch Informationen in die Schulen und Kindergärten bringt sowie über den „bunten Kreis“ Nachsorge zuhause anbietet, ein eigenes Büro im Kinderhaus des Gemeinschaftskrankenhauses.

Mail-Kontakt: hilgard@prokid-herdecke.de. Infos im Internet auf www.prokid-herdecke.de.

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