Gericht

Dolmetscher muss her im Prozess um Drogenvorwürfe

Blind, und um Gerechtigkeit bemüht: Justizia.

Blind, und um Gerechtigkeit bemüht: Justizia.

Foto: Kurt Michelis

Herdecke/Wetter.  In Herdecke soll es passiert sein, in Wetter wird’s verhandelt - ob an den Drogenvorwürfen was dran ist, muss ein Dolmetscher klären helfen.

Mit einem kleinen Drogendeal in Herdecke soll ein 22-Jähriger seine Finanzen aufgebessert haben. Den Verkauf des Marihuanas bestritt der Mann aus Witten nun aber vor dem Amtsgericht Wetter. Viel mehr konnte er zu dem Vorwurf allerdings nicht sagen. Mit Hilfe eines Dolmetschers soll nun in einem neuen Termin Licht ins Dunkel gebracht werden.

Am Abend des 22. Juni 2019, so zumindest der Vorwurf gegen den jungen Mann, veräußerte er im Bereich des Grillplatzes hinter dem Freibad ein Gramm Marihuana für zehn Euro an einen Abnehmer. Der mutmaßliche Deal kam ans Licht und bescherte ihm, der zuvor noch nicht in Erscheinung getreten war, ein Verfahren wegen Handels mit Betäubungsmitteln.

Verfahren ausgesetzt

Nun saß der 22-Jährige mit eritreischen Wurzeln in Wetter auf der Anklagebank. Den Vorwurf verstand er, und er parierte ihn prompt: „Ich habe das nicht verkauft.“ Für weitere Angaben oder Erörterungen reichten seine Deutschkenntnisse nicht aus.

Aus dem Grund wurde das Verfahren ausgesetzt und wird demnächst mit dem richtigen Übersetzer noch einmal aufgerollt.

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