Filmwochenende

Doppelte Premiere im Onikon

Maybebaby ist ein Film von und mit Julia Becker, die zum 34. Filmwochenende nach Herdecke kommt.

Foto: Veranstalter

Maybebaby ist ein Film von und mit Julia Becker, die zum 34. Filmwochenende nach Herdecke kommt. Foto: Veranstalter

Herdecke.  Beim Herdecker Filmwochenende sind erstmals zwei Regisseure vor Ort. Julia Becker und Jens Wischnewski freuen sich auf interessierte Gäste.

Ein „Filmwochenende“ – einigen kommt da vielleicht ein Bild von gemütlichen Filmabenden mit Freunden in den Sinn. Ähnlich wird es auch beim 34. Herdecker Filmwochenende im Onikon zugehen. Denn die eingeladenen Regisseure Julia Becker und Jens Wischnewski kennen sich „schon ziemlich lange, wahrscheinlich über zehn Jahre“, da Julia Becker in einem von Wischnewskis Filmen zu Studienzeiten mitgespielt hat.

Zufall und Freundschaft

Durch Zufall kam es zur Einladung des jungen Regisseurs nach Herdecke. „Einer der Filme (Die Reste meines Lebens) sollte eigentlich bei uns im Programm gezeigt werden, hatte aber keinen Mehrheitsentscheid bei der Abstimmung“, erzählt Friedhelm Schürmann vom Programmkino.

Dadurch, dass er nun beim Filmwochenende läuft, bekommt der Film dort doch noch eine Bühne. Der Kontakt zur Regiedebütantin Julia Becker kam dann über den Kollegen und langjährigen Freund zustande.

„Es ist das erste Mal, dass wir zwei Regisseure beim Wochenende dabei haben, das ist schon besonders“, freut sich Schürmann. Auch für Julia Becker, die als Schauspielerin angefangen hat, ist es „etwas Besonderes, schließlich ist es mein erster eigener Film“. Bei diesem übernimmt sie nicht nur die Rolle einer Figur, sondern auch noch die der Regisseurin und Drehbuchautorin. Sie freut sich beim Filmwochenende vor allem darüber, „dass die Leute den Film schon sehen“, da er eigentlich erst ab April 2018 in die Kinos kommt. Die Allrounderin ist gespannt auf die Reaktionen der Menschen im Kinosaal: „Das wird mir besonders emotional etwas geben.“ Jens Wischnewski geht es ähnlich: „Es ist toll, die Live-Reaktionen der Zuschauer zu erleben und mit ihnen darüber ins Gespräch zu kommen. Da die Filme sehr unterschiedlich sind, ist für jeden was dabei.“ Auch für ihn ist „eine Reihe über mehrere Tage schon was Besonderes.“

Wischnewski kommt zum ersten Mal nach Herdecke, im Gegensatz zu seiner Kollegin. Sie war früher schon mal hier, weil sie ihre inzwischen verstorbene Tante besucht hatte. Die Welt ist klein.

Das private Lieblingsgenre der gebürtigen Berlinerin entspricht ihrem Film „Maybe, Baby!“: Tragikomödie. Seine Vorliebe kann Wischnewski dagegen nicht genau einordnen, da er meistens nach etwas sucht, das „emotional berührt und woraus man was fürs Leben mitnehmen kann“.

Viel Gesprächsstoff

Das wird vielleicht auch bei den vier Filmen am nächsten Wochenende der Fall sein. Mit Sicherheit werden sie guten Gesprächsstoff mit anderen Filmfreunden und mit den Regisseuren bieten. Und wann hat man schon mal die Möglichkeit, die Verantwortlichen der Regie bei einem gemütlichen Filmabend mit Fragen zu löchern?

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