Gesundheit

Drei Architektenbüros machen Vorschläge fürs Ärztehaus

Grundschöttel.   Die Planung für das medizinische Versorgungszentrum kann in die nächste Runde gehen. Im Oktober könnte schon ein Bebauungsplan aufgestellt werden.

Das Medizinische Versorgungszentrum in Grundschöttel wird definitiv kommen. Der Stadtentwicklungs-, Wirtschaftsförderungs- und Bauausschuss hat in der jüngsten Sitzung grünes Licht für die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans unter dem Namen „MEDIG – Gesundheitszentrum Im Hilingschen“ gegeben.

Komplikationen auf dem Weg

Rückblick: Als das Vorhaben von Dr. Stephan Schleyer, heimischer Internist und Diabetologe, im Frühjahr des Jahres bekannt wurde, gab es einige Querelen, da das Grundstück auf dem er das Medizinische Versorgungszentrum bauen wollte, im Regionalplanentwurf des Regionalverbands Ruhr nicht für einen solchen Zweck ausgewiesen war. Dort hieß es, das Grundstück liege außerhalb des allgemeinen Siedlungsbereichs und wurde deshalb als „Allgemeiner Freiraum und Agrarbereich“ bezeichnet. Ziel des Regionalverbands Ruhr ist es, mit dem Regionalplan die Siedlungspolitik in den Städten kompakt zu gestalten.

Dr. Schleyer hatte im Frühjahr gegen die festgelegte Ausweisung protestiert, da sie seiner Meinung nach nicht die Realität in Grundschöttel widerspiegelte. Das Grundstück liege sehr wohl noch zentral im Ort. Nach Verhandlungen seitens der Stadt mit dem RVR gab es eine Zusage, den Bereich „Im Hilingschen“ als allgemeiner Siedlungsbereich anzuerkennen und in den Plan aufzunehmen. So beschloss der Bauaussschuss das ersehnte Bebauungsplanverfahren einzuleiten.

Planänderung zum Sondergebiet

Der Regionalplan wird neu aufgestellt. Doch bis es so weit ist, wollte die Verwaltung nicht untätig bleiben, denn die Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans kann zeitgleich geschehen. Die Stadt Wetter muss aber ihrerseits ebenfalls den Flächennutzungsplan ändern. Darin ist die Fläche bisher als reines Gewerbegebiet ausgewiesen. Künftig wird es zu einem Sondergebiet mit der Zweckbestimmung „Gesundheit und Soziales“ erklärt.

Somit kann Dr. Stephan Schleyer nun konkreter in die Planungen einsteigen. Bevor der Bebauungsplanentwurf erarbeitet wird, will er einen kleinen Wettbewerb starten. Drei Architekturbüros werden von ihm beauftragt, städtebauliche und architektonische Ideen für die Gestaltung und Umsetzung des geplanten Ärztehauses vorzulegen. Schließlich soll das Gesundheitszentrum modern und funktional sein, aber auch weiterhin ins Stadtbild passen. Bereits im Oktober sollen die ersten Entwürfe vorliegen.

Der Fachausschuss folgte dem Vorschlag zur Aufhebung des Aufstellungsbeschlusses und damit zur Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes einstimmig.

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