Weihnachten

Ehepaar zaubert kranken Kindern in Herdecke Lächeln herbei

Das Ehepaar Cantarella (hier Desirée, Zweite von Rechts) sowie Gudrun Dannemann und Monika Krause (stehend) freuten sich mit den Kindern.  

Foto: Patrick Friedland

Das Ehepaar Cantarella (hier Desirée, Zweite von Rechts) sowie Gudrun Dannemann und Monika Krause (stehend) freuten sich mit den Kindern.   Foto: Patrick Friedland

Herdecke.   Das Ehepaar Cantarella sammelt seit zehn Jahren Spenden, um kranken Kindern im Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke Weihnachtsgeschenke zu kaufen.

Weihnachten – das Fest der Besinnlichkeit, das Fest der Familie und nicht zuletzt das Fest der Bescherung. Manch anderem wird an diesen Tagen hingegen umso deutlicher klar, wie sehr Verlustängste, Krankheit, Todesfälle oder gesundheitliche Probleme das eigene Leben prägen. Grund genug für Marco und Desirée Cantarella, zum bereits zehnten Mal aktiv zu werden, um Spenden zu sammeln. Von dem gespendeten Geld kauft das Ehepaar aus Hagen seit 2007 Geschenke, die in Zusammenarbeit mit dem Verein Sterntaler e.V. und dem Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke einigen schwer kranken Kindern überreicht werden. „Die Patienten, die hier beschenkt werden, leiden an Krebs, Diabetes oder Epilepsie. Sie haben es verdient, ein Extra-Geschenk zu bekommen“, sagt Kinderkrankenschwester Monika Krause.

Über sie wurde auch der Kontakt zum Verein Sterntaler vermittelt, der 2008 wiederum in Kontakt mit den Cantarellas trat. Vorstandsmitglied Gudrun Dannemann weiß: „Wenn ein Kind schwer erkrankt, bedeutet das für die ganze Familie eine extreme Belastung. Hinzu kommen häufig finanzielle Probleme. Nicht selten gibt ein Elternteil seinen Beruf auf, um ganz für das Kind da zu sein. Umso schöner ist es, wenn wir hier vermitteln und Freude schenken können.“

Dr. Alfred Längler, ärztlicher Leiter sowie Abteilungsleiter für Kinder- und Jugendmedizin, lobte ausdrücklich das „bürgerliche Engagement. Es ist eine schöne Tradition, aber nie eine Selbstverständlichkeit. Und es gibt gute Gründe, das hier zu machen.“ Wer in die Gesichter der Kinder nach dem Auspacken der Geschenke schaut, kann dem nur zustimmen. Neue Sportschuhe, schicke Winterjacken, Lego-Häuser, Plüschtiere, sprechende Puppen – alles dabei.

Die glücklichen Gesichter der jungen Patienten sind für das Ehepaar Cantarella auch Antrieb genug, das Spendenprojekt nicht nur weiter zu führen, sondern zunehmend wachsen zu lassen: „Wir hatten damals angefangen mit ein paar Hundert Euro. Im letzten Jahr betrug der Spendenstand dann schon 1115 Euro, in diesem Jahr sind wir sogar bei 1400 Euro angelangt“, freut sich Marco Cantarella, selbst Vater von zwei Kindern.

Aktion spricht sich herum

Angenehmer Nebeneffekt: Die Aktion spricht sich immer weiter rum. „Selbst bei mir auf der Arbeit sind mittlerweile alle heiß. Die Kollegen nerven teilweise schon im August, wann sie mir denn ihre Spendengelder geben können.“

Es wäre den Cantarellas und vor allem den Kindern zu wünschen, wenn sich diese stete Entwicklung in den kommenden Jahren fortsetzt und die 1500 Euro-Marke geknackt wird. Jede Spende ist willkommen. Denn auch Marco Cantarella weiß: „Wenn jeder ein bisschen gibt, können wir Großes erreichen.“

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