Arbeit

Ehrenamt zählt auch im Handwerk

(von links) Stefan Schreiber, IHK zu Dortmund, Berthold Schröder, Präsident der HWK Dortmund, Martin Eul, Vorstandsvorsitzender der Dortmunder Volksbank, Heinz-Herbert Dustmann, Präsident der IHK zu Dortmund, Carsten Harder, HWK-Hauptgeschäftsführer, Ulrich Leitermann, Signal Iduna, Andreas Ehlert, Präsident von Handwerk.NRW und Reinhold Schulte, Signal Iduna.

(von links) Stefan Schreiber, IHK zu Dortmund, Berthold Schröder, Präsident der HWK Dortmund, Martin Eul, Vorstandsvorsitzender der Dortmunder Volksbank, Heinz-Herbert Dustmann, Präsident der IHK zu Dortmund, Carsten Harder, HWK-Hauptgeschäftsführer, Ulrich Leitermann, Signal Iduna, Andreas Ehlert, Präsident von Handwerk.NRW und Reinhold Schulte, Signal Iduna.

Foto: ChrisLuehrmann.de Fotografenmeister

Ennepe-Ruhr/Dortmund.   Kammerpräsident bricht Lanze für Europa: Antworten auf die Herausforderungen der Zukunft sei nicht Abschottung, sondern Zusammenhalt.

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„Ohne Ehrenamtliche wären das Berufsbildungssystem und die handwerkliche Selbstverwaltung nicht möglich. Sie sitzen an jeder zentralen Stelle innerhalb der Handwerksorganisation“, sagte Berthold Schröder, Präsident der Handwerkskammer (HWK) Dortmund beim Jahresempfang. Rund 200 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung auch aus Wetter und Herdecke folgten der Einladung des HWK-Präsidenten. Ein Highlight war die Premiere eines von der HWK produzierten Films, der die Wichtigkeit des Ehrenamts im Handwerk näher beleuchtet.

Wählen gehen am Sonntag wichtig

„Mein großer Dank gilt den über 3000 Meistern und Gesellen, die alleine im Kammerbezirk Dortmund aktiv sind. Viele von Ihnen engagieren sich auch außerhalb ihrer Organisation. Zum Beispiel in Vorständen, Vereinen oder in der Politik, was ich für entscheidend halte“, sagte Schröder.

Mit Blick auf die anstehende Wahl des Europäischen Parlaments betonte der Kammer-Präsident die Wichtigkeit, sich für ein starkes Europa einzusetzen. „Wir können nur gemeinsam beeinflussen, wohin sich Europa entwickelt, deshalb rufe ich dringend dazu auf, wählen zu gehen. Denn wenn uns die vergangenen Jahre eins gelehrt haben, dann dass unsere gemeinsamen Grundwerte wie Freiheit und Demokratie immer wieder aufs Neue verteidigt werden müssen.“ Die Antworten auf die Herausforderungen der Zukunft seien nicht Nationalismus und Abschottung, sondern Zusammenhalt, Solidarität und Toleranz. „Die EU gibt Deutschland und dem deutschen Handwerk Stabilität, soziale Sicherheit, Wohlstand und Frieden. Und dafür müssen wir kämpfen. Unsere Bereitschaft, Impulse für eine Weiterentwicklung des EU-Raums zu geben, ist stets da.“ So habe das deutsche Handwerk beispielsweise erst kürzlich seine Erwartungen zur Europawahl formuliert und verabschiedet.

Wünsche aus dem Handwerk

„Wir fordern den Erhalt des EU-Binnenmarktes, unabhängig vom Ausgang der Brexit-Verhandlungen, mehr Achtung vor der Kompetenzverteilung zwischen Mitgliedsstaaten und EU, eine mittelstandsfreundliche Ausrichtung, die die Bedürfnisse kleiner und mittlerer Betriebe berücksichtigt sowie die Stärkung der Höheren Berufsausbildung als gleichwertige Alternative zur akademischen Laufbahn sowie die Vermeidung unnötiger Bürokratie. Zudem wünschen wir uns eine Stärkung der dualen Berufsausbildung mit dem Meister an der Spitze.“

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