Bebauungsplanverfahren

Einkaufszentrum: Stadt Wetter erhält Kritik aus Vorhalle

Der Aldi in Vorhalle soll neu gebaut werden, dort soll ein Drogeriemarkt einziehen. Dazu kommt ein Edeka. Wegen der Größe dieses Einkaufszentrums gab und gibt es Streit.

Der Aldi in Vorhalle soll neu gebaut werden, dort soll ein Drogeriemarkt einziehen. Dazu kommt ein Edeka. Wegen der Größe dieses Einkaufszentrums gab und gibt es Streit.

Foto: Klaus Görzel / WP

Wetter.  Die Stadt Hagen plant nach Gesprächen in Wetter das neue Einkaufszentrum in Vorhalle. Die Kritik aus dem Stadtteil in Richtung Wetter geht weiter

Wie kürzlich berichtet, unternimmt die Stadt Hagen einen neuen Anlauf, um das seit 13 Jahren geplante Einkaufszentrum in Vorhalle doch noch zu realisieren. Die bisherige Planung wurde nach Einsprüchen der Nachbarstadt Wetter – die protestierte im Schulterschluss mit Herdeckes Verwaltung – abgeblasen. Nun soll ein neues Bebauungsplanverfahren auf den Weg gebracht werden.

Nachdem sich Hagens Baudezernent zu Gesprächen nach Wetter begab, näherten sich beide Seiten an. So soll der Drogeriemarkt nun kleiner ausfallen als geplant. Da jedoch auch das Oberverwaltungsgericht monierte, für ein Projekt dieser Größe sei ein vorhabenbezogener Bebauungsplan, wie ihn die Stadt Hagen zunächst angestoßen hatte, nicht geeignet, beginnt das Verfahren mitsamt frühzeitiger Bürgerbeteiligung von vorn.

Vorschlag zu erneuter Runde

Bezirksvertreter des Hagener Nordens schimpften bereits auf das Verhalten der Stadt Wetter. Auch im Stadtentwicklungsausschuss wurden Ausschussmitglieder, aber auch die Verwaltung deutlich. Martin Stange (SPD), der in Vorhalle lebt: „Das kann man einem normalen Menschen nicht mehr erklären, was hier vor sich geht. Wieso können sich Hagen, Wetter und der Investor nicht noch einmal an einen Tisch setzen und die Sache klären?“ Barbara Hammerschmidt, Leiterin des Fachbereichs Stadtentwicklung: „Das stimmt, einem normalen Bürger ist das nicht mehr zu erklären. Juristen haben die Stadt Wetter beraten, dass es so wohl nicht reicht. Was wir jetzt vorschlagen, ist die einfachste und schnellste Lösung.“

Bis dahin, so kritisiert Werner König (SPD), würden zwei Jahre für den Bebauungsplan und ein bis zwei Jahre für Planung und Errichtung durch den Investor vergehen. König zynisch: „Bis dahin kann sich die Stadt Wetter ja wieder etwas Neues einfallen lassen.“

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