Wasserpest

Elodea bleibt Ärgernis in Wetter und Herdecke in Ruhrseen

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Der Yachtclub Harkortsee /GPS unterstützt den Kampf gegen die Wasserpflanze Elodea am Harkortsee. 

Der Yachtclub Harkortsee /GPS unterstützt den Kampf gegen die Wasserpflanze Elodea am Harkortsee. 

Foto: Michael Kleinrensing

Wetter/Herdecke.  Gegen die Wasserpest ist kein Kraut gewachsen - aber bekämpfen lässt sie sich in Wetter und Herdecke doch.

„Die Situation der Wasserpflanzen in den Ruhrstauseen wird in diesem Jahr vergleichbar sein mit den Jahren, in denen ein durchschnittliches Wachstum zu verzeichnen war. Der Ruhrverband wird seine Mähboote für die oberen Ruhrstauseen wie Harkortsee und Hengsteysee wieder den Vereinen zur Mahd zur Verfügung stellen.“ Das hat jetzt Markus Rüdel, Pressesprecher des Ruhrverbands, erklärt. Aufgrund des Hochwassers im Juli 2021 gab es im vergangenen Jahr kaum durch Elodea und Co. bedingte Beeinträchtigungen für die Wassersportler und Freizeitkapitäne an den Ruhrstauseen. Eigentlich wäre aufgrund der guten Wachstumsbedingungen im Frühjahr 2021 ein ausgesprochen großes Massenwachstum der Wasserpflanzen zu erwarten gewesen. Die Hochwasserwelle hat jedoch dazu geführt, dass die Pflanzen stark geschädigt und teilweise durch Sedimentverlagerungen überdeckt wurden. Die Hochwassereffekte haben die Pflanzen allerdings nicht so nachhaltig geschädigt, um das Problem auch für die Saison 2022 zu lösen. Tauchuntersuchungen im Mai zeigten, dass sich Wasserpflanzen in vielen Bereichen der Stauseen wieder angesiedelt haben. Die Wachstumsbedingungen in diesem Frühjahr waren relativ günstig. Leicht erhöhte Abflüsse haben jedoch zu einem leicht gehemmten Wachstum geführt, so dass die Pflanzenflächen und -dichten deutlich geringer erwartet werden, als es sich im Jahr 2021 abzeichnete. Aktuell trübt die Blüte der Kieselalge das Wasser stark ein, so dass der Lichtmangel das Wachstum der Wasserpflanzen noch verzögert.

Weitere Methoden erfolglos

Im Rahmen des Forschungsprojekts Elodea II wurden weitere Methoden zur Bekämpfung der Wasserpflanzen untersucht. Leider waren weder die Untergrundbearbeitungen mit Wasserdruck, Eggen oder Harken, noch der Rollenpflücker oder die Ansiedlung von Armleuchteralgen erfolgreich. Hydraulische Simulation haben gezeigt, dass eine Erhöhung der Fließgeschwindigkeit durch Buhnen oder andere wasserbauliche Einbauten nicht möglich sein wird. Die Erkenntnis: „Gegen Elodea ist kein Kraut gewachsen“. Die einzige Möglichkeit, die wasserpflanzenbedingten Einschränkungen für den Wassersport geringer zu halten, ist der Einsatz von Mähbooten. Hier gilt es, die Mahd mit technischen Hilfsmitteln zu optimieren. Der Ruhrverband hat dazu ein neues Mähboot angeschafft. Es ist in der Lage, über Positionsbestimmung per Echtzeit- GPS automatisiert zu fahren und zu mähen.

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