Gastronomie

Essen und Kultur aus China im Herzen von Alt-Wetter genießen

Freuen sich auf die Gäste: Haifen und Hou Yonglun Wang sind mit ihrem Restaurant von Oberwengern ins historische Bahnhofsgebäude gezogen. Freitag um 17 Uhr öffnen sie zum ersten Mal die Tür am neuen Standort.

Freuen sich auf die Gäste: Haifen und Hou Yonglun Wang sind mit ihrem Restaurant von Oberwengern ins historische Bahnhofsgebäude gezogen. Freitag um 17 Uhr öffnen sie zum ersten Mal die Tür am neuen Standort.

Foto: Elisabeth Semme

Wetter.   Haifen und Hou Yonglun Wang laden nach über drei Monaten Renovierung ins Bahnhofsgebäude ein. Dort betreiben sie nun ihr Restaurant Orchidee.

Willkommen in einer fernen und doch vertrauten Welt: So können sich Besucher fühlen, wenn sie durch den traditionell runden chinesischen Eingang das Restaurant Orchidee betreten. Es eröffnet am Freitag um 17 Uhr am neuen Standort im historischen Bahnhofsgebäude im Herzen Alt-Wetters. Familie Wang, die zuvor bereits 13 Jahre lang in Oberwengern ihren Gästen chinesische Küche serviert hat, ist vielen Wetteranern zwar bestens bekannt. Aber im alten Bahnhof bieten Haifen und Hou Yonglun Wang nicht nur chinesisches Essen, sondern auch das Erleben und Genießen chinesischer Kultur an.

Ab November geplant

Bereits im vergangenen Sommer habe es erste Kontakte zwischen der Stadtverwaltung und Familie Wang gegeben, berichtet Haifen Wang. Denn schon immer sei klar gewesen, dass der alte Standort in der Beethovenstraße vergleichsweise ungünstig gelegen war. Laufkundschaft gab es dort so gut wie gar nicht, und die Parkmöglichkeiten waren stark beschränkt. So fand die Idee, ins historische Bahnhofsgebäude umzuziehen, bei Familie Wang sofort Anklang. Anfang November begannen Haifen und Hou Yonglun Wang mit der Planung ihres Restaurants am neuen Standort, im Januar starteten die Umbau- und Renovierungsarbeiten.

Bis zur letzten Stunde

Auch am Donnerstag Vormittag gab es für die Wangs und ihre Handwerker noch jede Menge Arbeit. Doch wenn am Freitag um 17 Uhr die ersten Gäste kommen, wird davon nach fast dreieinhalb Monaten Umbauzeit nichts mehr zu sehen sein. Bereits im kleinen Foyer, das als Wartebereich für Außer-Haus-Kunden dienen soll, sorgen ein plätschernder Brunnen mitsamt Hollywood-Schaukel für entspannte Atmosphäre. Durch den neu gemauerten, kreisrunden Eingang betreten sie dann das Restaurant, das durch die Anordnung von Tischen, Bänken und Stühlen optisch deutlich kleiner und einladender wirkt als zuvor. Während rechter Hand eine Rezeption ebenfalls für das Bedienen von Außer-Haus-Kunden aufwartet, lädt linker Hand ein original chinesischer, hölzerner Teetisch mit eingelassenen Kochplatten für Wasserkocher und Teekanne sowie einem Teeservice zum Verweilen ein. „Auch hier können Gäste warten, die ihre Speisen mitnehmen möchten“, erklärt Hou Yonglun Wang. Platz bietet die Orchidee im Bahnhof für rund 80 Gäste; die obere Etage wird als Gesellschaftsraum nur für größere (Familien)Feierlichkeiten genutzt.

Die überwiegend in schwarz-weiß und Naturtönen gehaltene Optik der Einrichtung und Wände stammt von einem chinesischen Designer – umgesetzt hat Familie Wang die Anregungen mit einem deutschen Freund. „Das Schwarz-Weiß ist traditionell chinesisch. Wir schreiben ja auch in Schwarz auf Weiß und malen auch genau so“, erklärt Hou Yonglun Wang. Die kleinen Farbakzente, die etwa die Lampenschirme mit ihren zarten Pastelltönen setzen, wählten die Wangs ganz bewusst als Auflockerung des ansonsten eher streng anmutenden Schwarz-Weiß-Kontrasts. Hinzu kommt ein Wandgemälde von Alexander Wöhler, das eine Dorflandschaft zeigt.

Erweiterung der Speisekarte

Ganz besonders stolz ist Hou Yonglun Wang auch auf das gediegene Kupferbesteck und das hochwertige Porzellan – „extra für unsere Gäste“, so der Gastronom. Serviert werden vielfältige chinesische Spezialitäten, um deren Zubereitung sich künftig zwei Köche kümmern werden. Die bewährte Speisekarte wird sogar noch um frische Nudelgerichte und chinesische Maultaschen mit unterschiedlichen Füllungen erweitert. Und auch Sushi-Fans kommen auf ihre Kosten – allerdings nur mit Voranmeldung.

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