Sommertour

Europa-Abgeordneter erfährt von Brücken-Problem in Herdecke

Besprachen Herdecker Themen (von links): Walter Faupel, Dr. Georg Torwesten, Oliver Flüshöh, Veronika Riepe, Roland Mitschke, Sabine Mayweg, Christian Brandt, Dr. Katja Strauss-Köster und Dennis Radtke.

Besprachen Herdecker Themen (von links): Walter Faupel, Dr. Georg Torwesten, Oliver Flüshöh, Veronika Riepe, Roland Mitschke, Sabine Mayweg, Christian Brandt, Dr. Katja Strauss-Köster und Dennis Radtke.

Foto: Privat

Herdecke.  Unterwegs in Herdecke: Europa-Abgeordneter Dennis Radtke (CDU) informierte sich im Zweibrücker Hof und an der Schiffswinkel-Brücke über die Lage.

Der Wahlkampf geht in die Hochphase. Das macht sich daran bemerkbar, dass sich verschiedene Politiker wieder in die Städte „verirren“ und sich dort über örtliche Belange informieren wollen. Im Rahmen der Sommertour der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) besuchte Dennis Radtke als CDA-Landesvorsitzender Nordrhein-Westfalen und heimischer Europa-Abgeordneter der CDU für das Ruhrgebiet auf Einladung des CDA-Kreisvorsitzenden und Herdecker CDU-Ratsmitglieds, Christian Brandt, nun Herdecke.

Dort hatte er gleich zwei Orte auf dem Schirm. Er sprach beispielsweise im Ringhotel Zweibrücker Hof mit Geschäftsführerin Veronika Riepe über die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Hotel- und Gaststättengewerbe, das sehr unter den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie leidet. Themen des Gespräches waren die Folgen für Angestellte und Auszubildende, aber auch das Hygienekonzept des Betriebes sowie die zusätzlichen Schutzmaßnahmen.

Corona-Auswirkungen auf die Hotels

„Der ungeplante Umsatzausfall durch die Corona-Krise kann durch nachgeholte Reisen kaum wieder aufgeholt werden“, sagte Radtke. „Es wird weiter spezielle staatliche Unterstützung für diese Branche brauchen, um Inhaber zu unterstützen und Arbeitsplätze vor Ort zu sichern“, ist sich der Europa-Abgeordnete Dennis Radtke sicher.

Der Familienbetrieb hat weitere Standorte in Dortmund, Unna, Lünen und Witten. Zum neuen Ausbildungsjahr 2020 hat der Betrieb wieder sieben bis acht Auszubildende pro Haus eingestellt und richtet den Blick so nach vorne. Christian Brandt unterstreicht: „Ausbildung muss auch in der Corona-Krise weiter stattfinden, um jungen Menschen in unserer Region eine berufliche Perspektive zu geben. Denn die Auszubildende von heute sind die Fachkräfte von morgen.“

Ein weiterer Halt auf Radtkes Tour war dann die Querungsbrücke am Schiffswinkel zwischen Herdecke und Hagen. Dort ging es darum, Möglichkeiten auszuloten, wie diese für den überregionalen und lokalen Radtourismus so wichtige Brücke erhalten werden kann.

Die Bürgermeisterin der Stadt Herdecke, Dr. Katja Strauss-Köster, stellte die aktuelle Situation der Überquerungsbrücke dar. Die Zukunft der sich aus historischen Gründen im Besitz des Stromnetzbetreibers Amprion befindenden Brücke ist offen, da sie für Ersatzteiltransporte zum Koepchenwerk bald nicht mehr benötigt werden wird. Die Probleme der sanierungsbedürftigen und 90 Jahre alten Brücke zwischen Herdecke und Hagen seien vielfältig, eine mit der Stadt Hagen gemeinsame Übernahme der Brücke wäre zwar denkbar, würde für die Stadt Herdecke allerdings immense Kosten bedeuten, die laut Mitteilung nicht zu stemmen seien.

Verbindungsweg für die IGA

Ein großes Problem würde der Wegfall der Brücke für den 240 Kilometer langen Ruhrtalradweg sowie den Tourismus in Herdecke und Wetter bedeuten. Zugleich ist die Brücke als wichtiger Verbindungsweg Bestandteil des vorgestellten Konzepts für die Internationale Gartenausstellung (IGA). Für Dennis Radtke, der auch der Verbandsversammlung des Regionalverbands Ruhr angehört, steht fest, dass „die Brücke für den Tourismus in der Region von großer Bedeutung ist“.

Alle Anwesenden waren sich bei der Besichtigung der Brücke einig: Gemeinsam wollen sie die Sanierung der Brücke anschieben, durch diesen Vor-Ort-Termin konnten weitere Mitstreiter gewonnen werden.

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