Gesundheit

Experten vom EN-Kreis bieten Eltern Hilfe an

Prävention ist eine der Aufgaben des Gesundheitsamtes: Dazu gehört etwa, dass Kindergartenkinder lernen, wie sie sich durch Händewaschen von ansteckenden Krankheiten schützen können.

Prävention ist eine der Aufgaben des Gesundheitsamtes: Dazu gehört etwa, dass Kindergartenkinder lernen, wie sie sich durch Händewaschen von ansteckenden Krankheiten schützen können.

Foto: Peter Michaelis

Ennepe-Ruhr.   Von der Kita-Schulung bis zum Gespräch mit jugendlichen Schulschwänzern: Kinder- und Jugendgesundheit stellt EN-Kreis vor vielfältige Aufgaben.

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Ärztinnen, Kinderkrankenschwestern, medizinische Fachangestellte, Gymnastiklehrerinnen, Psychologinnen und Heilpädagoginnen – sie alle bemühen sich im Auftrag des Ennepe-Ruhr-Kreises um die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen.

„Bereits für die Eltern der ganz Kleinen und unmittelbar nach dem Start ins Leben stehen wir als Ansprechpartner zur Verfügung“, macht Sachgebietsleiterin Petra Steding deutlich. „Egal ob Entwicklungsverzögerungen oder belastende Familiensituationen, wir kümmern uns. Wir prüfen beispielsweise, ob Heilpädagogik und Logopädie helfen können, arbeiten eng und vertrauensvoll mit den Anbietern der Frühförderung im Kreis zusammen.“

Zum Erzählen anregen

Gleiches gilt für die Kitas. Hier gehört inzwischen unter anderem eine mehrtägige Schulung zum Angebot. Aufgezeigt wird, wie die Kleinen tagtäglich zum Erzählen und zum Lernen neuer Wörter angeregt werden können. „Hiervon haben in den letzten fünf Jahren 850 Fachkräfte in 68 Einrichtungen profitiert“, berichtet Steding.

Nicht weniger beliebt ist das Präventionsprogramm BaukastEN. 60 Kitas bieten ihren Kindern inzwischen Aktionen rund um die Themen Ernährung, Bewegung, Sicherheit, Gefühle, Sprache und Körperhygiene. Vermittelt werden Infos darüber, wie sie sich durch Händewaschen vor ansteckenden Krankheiten schützen können oder wie gut sich der eigene Körper beim Kinder-Yoga anfühlt.

Ein Brief des Gesundheitsamtes, die Einladung zur so genannten Lernanfänger-Untersuchung ist Jahr für Jahr für rund 2.500 Kinder im EN-Kreis ein deutliches Zeichen: Bald tausche ich die Kindergartentasche gegen den Tornister.

Die zukünftigen i-Dötzchen zeigen bei ihren Terminen in Gevelsberg oder Witten, welche Fertigkeiten sie schon mitbringen, wie gut sie sehen, hören, malen oder sprechen können. Herausfinden wollen die acht Schulärztinnen und ihre Teams, ob die Kinder in der Lage sein werden, den Schulalltag gesundheitlich zu meistern.

„Die meisten lösen die Aufgaben mit Feuereifer und sind gesund und munter“, weiß Steding. Begleitet wird diese kindliche Unbekümmertheit allerdings häufig von elterliche Sorge. Mütter und Väter fragen sich, ob ihr Kind nicht noch viel zu verspielt und verträumt für die Schule ist. „Hier helfen das Gespräch über Fördermöglichkeiten und der ärztliche Blick auf den Stand der Dinge. Und sehr oft beruhigt es Eltern auch schon, wenn sie sehen, wie souverän ihr Kind die Aufgaben löst“, erzählt Steding. Bleiben trotz guter Tagesform Aufgaben unbewältigt, werden angemessene und individuelle Förderangebote zum Thema zwischen Eltern und Ärzten. Gleiches gilt für einen unvollständigen Impfschutz gegen Infektionskrankheiten.

„Auch nach der Einschulung bleiben wir Ansprechpartner für Kinder und Eltern“, so Steding. Ob gesundheitliche Probleme oder Angst vorm Unterricht – die Mitarbeiter des Sachgebietes Kinder- und Jugendgesundheit helfen. Summieren sich etwa Fehltage in der Schule, ermittelt die Kinder- und Jugendpsychiaterin mit den Betroffenen die Ursachen und berät, wie regelmäßiger Schulbesuch wieder möglich wird.

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