Arbeiten dauern an

Fahrbahn baulich bedingt verengt

Herdecke.  Die Verkehrskommission hat sich am Wittbräucker Waldweg zum Ortstermin getroffen.

Zu einem Ortstermin traf sich nun am Dienstagabend die Verkehrskommission am Wittbräucker Waldweg. Die Straße ist seit November für den Verkehr gesperrt. Die marode Fahrbahndecke wird erneuert. Über dem tragfähigen Altbestand wird eine neue Asphaltschicht aufgetragen. Ursprünglich sollten diese Arbeiten am Dienstag beginnen, mussten jedoch witterungsbedingt verschoben werden.

Fahrbahnverengung

Beim Ortstermin ging es jedoch nicht um den Asphalt, sondern um eine Aussage der Technischen Betriebe Herdecke im vergangenen Hauptausschuss. Dort hatte Prof. Ulrich Schwellenberg (SPD) die Frage gestellt, ob mit der Sanierung der Straße auch eine Fahrbahnverengung einhergeht. Das hatte TBH-Leiter Andreas Schliepkorte bestätigt und rief damit Unmut der Kommission hervor.

Denn weder die Kommission noch der zuständige Ausschuss hatten dafür einen Auftrag erteilt. Schliepkorte begründete die Maßnahme damit, dass die Stützmauer auf dem Wittbräucker Waldweg abgängig sei und mit der Verengung der Fahrbahn die Lasten ein Stück von der Mauer wegbewegt werden sollten. „So etwas kann die Verwaltung nicht einfach allein entscheiden“, echauffierte sich Jan-Christoph Schaberick als Vorsitzender der Kommission.

Bei der Ortsbesichtigung am Dienstag konnte jedoch Entwarnung gegeben werden. Schliepkorte informierte die Anwesenden zunächst über die Fortschritte der Maßnahme und erläuterte die bisherigen Arbeiten. Für die abgängige Stützmauer sei eine andere Lösung gefunden worden. So wurde hinter der Mauer direkt eine Stützwand errichtet. Die notwendige Stabilität sei somit gegeben. Insgesamt ist die Fahrbahn durch das Setzen der Kantsteine dennoch enger geworden. In Anbetracht dessen, dass dort nur Tempo 30 erlaubt ist, die Verkehrslage an einigen Stellen unübersichtlich und der Begegnungsverkehr nur bedingt möglich ist, sollte dies jedoch kein Problem darstellen.

Die Verkehrskommission hat dennoch weitere Maßnahmen empfohlen. So soll die Straße mit einem Durchfahrtsverbot für LKW belegt werden und das Tempo 30-Gebot mit Piktogrammen auf dem Boden deutlicher gekennzeichnet werden.

Geschwindigkeitsmessungen

Da viele Anwohner einhellig der Meinung seien, dass trotz des Tempolimits und dem momentan wirklich schlechten Zustand der Straße die Autofahrer in dem Bereich rasen, sollen – sobald die Straße fertiggestellt ist – valide Zahlen erhoben werden. „Wir wollen keine Schnellschüsse. Wir planen Geschwindigkeitsmessungen und müssen dann anhand der erhobenen Zahlen sehen, ob die Wahrnehmung den Tatsachen entspricht“, meint Schaberick. Er könne sich vorstellen, dass es mögliche Geschwindigkeitsübertretungen hauptsächlich bergab gibt, aber das sei eben zu prüfen.

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