Freizeit

Familie Klute will im Zillertal mehr als Minigolf anbieten

Im Zillertal will Marc Klute an frühere Zeiten anknüpfen, als viele Ausflügler zur Gastronomie an der Stadtgrenze von Herdecke und Wetter kamen. Der Mingolfplatz der Familie Klute soll im August öffnen.

Im Zillertal will Marc Klute an frühere Zeiten anknüpfen, als viele Ausflügler zur Gastronomie an der Stadtgrenze von Herdecke und Wetter kamen. Der Mingolfplatz der Familie Klute soll im August öffnen.

Foto: Steffen Gerber

Herdecke.   Marc Klute will den Minigolfplatz an der Stadtgrenze Herdecke und Wetter im August wieder öffnen. Zum neuen Konzept gehört ein neues Holzhaus.

Die Radfahrerin bremst, schaut neugierig und streckt den Daumen nach oben. „Das wird schön“, ruft sie und nickt Marc Klute zu. Der Betreiber der Minigolfanlage im Zillertal an der Stadtgrenze Herdecke/Wetter baut seit rund sieben Wochen am Ufer der Harkortsees eine neue Holzhütte.

Der auffällige Hausbau auf dem Privatgrundstück wirft Fragen auf: Gibt es auch ein neues Konzept am Freizeitgelände? Wann öffnet der Familienbetrieb wieder die 18 Bahnen zum Einlochen? Klute berichtet, dass ihn viele erwartungsfroh und ungeduldig auf die Pläne ansprechen. „Es kam früh die Idee auf, hier zu modernisieren und im Rahmen des Machbaren mehr als Minigolf anzubieten, zum Beispiel Veranstaltungen nach der Saison.“

Abriss nach Feuer in Herbst-Nacht

2014 übernahm er den Platz, wo im September 2017 die alte Laube mit allen Utensilien brannte und einen Abriss erforderlich machte. Im Dezember reichte er einen Bauantrag bei der Stadt ein, weitere Behörden mussten zustimmen. „Mit Herdeckes Verwaltung lief es super, insgesamt waren aber viele Formalitäten zu berücksichtigen, das liegt an der Lage oder auch an Wasser-Fragen.“

Grundsätzlich wollen die Klutes an frühere und längst nicht vergessene Zeiten anknüpfen, als die Gaststätte im Zillertal viele Ausflügler versorgte. Das Gelände sei optimal für einen Familienausflug, vielleicht lasse sich ja der einstige Treffpunkt wieder beleben. Klar ist aber, dass die Betreiber der Freizeitanlage Auflagen zu erfüllen haben. So musste Marc Klute nach eigenen Angaben etwa die bisherige Zufahrt zu den Parkplätzen am Minigolfplatz wegen der Bushaltestelle schließen und das Gelände näher am Cuno-Kraftwerk öffnen. In Planung ist auch ein Wassertank wegen der fehlenden Kanalisation.

Prunkstück des erweiterten Konzepts ist die Holzhütte auf einer neu gegossenen Bodenplatte. Mit 100 Quadratmetern (16x6,40 Meter, bis zu drei Meter hoch) bietet das Haus 20 Prozent mehr Platz als die abgebrannte Laube. Die Klutes entwarfen mit einem Architekten ein dreiteiliges Gebäude. Im größten Raum neben dem Minigolfplatz sollen sich bei schlechtem Wetter Wartende gerne aufhalten. Aus dem Mitteltrakt soll die Ausgabe der Schläger und Bälle erfolgen, hinzu kommt ein Sozialraum.

Terrasse mit Seeblick

Davor entsteht entlang des Uferwegs eine Terrasse mit Seeblick, auch der alte Radunterstand wurde abgerissen (neue Ständer sind geplant), der Begrenzungszaun blieb aber stehen. „Für die Bodenplatten haben eine Firma aus Grundschöttel und ich ca. 180 Kubikmeter Erde entsorgt“, berichtet Marc Klute, der mit einer Zimmermann-Firma innerhalb von drei Tagen die lichtdurchflutete Holzkonstruktion mit einigen großen Fenstern aufstellte.

Vor allem der Aufenthaltsraum soll eine Wohlfühlatmosphäre bieten, der gesamte Platz werde barrierefrei erreichbar sein. Neu sind als Nachfolge der vorigen Dixi-Klos sanitäre Anlagen im hinteren Teil der Hütte, die Damen-Toilette ist behindertengerecht eingerichtet. „Mit dem Zwischenergebnis bin ich sehr zufrieden, jetzt geht es vor allem an die Terrasse und den Innenausbau“, sagt Klute und bittet um Geduld. Im August will er den Minigolfplatz wieder öffnen, dann sei auch vieles am Haus fertig. „Wir wollen hier so schnell wie möglich eröffnen, aber mit Augenmaß.“

Er ist optimistisch, dass sich die Investition – die Versicherungssumme für den Brand decke längst nicht die Neubaukosten – künftig rechnet. Seinen Wohnmobil-Verleih in Hagen will er weiter führen, vielleicht aber sein Augenmerk verstärkt auf das 7000 Quadratmeter große Zillertal-Grundstück richten. „Da steckt viel Herzblut drin.“

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