Übung

Feuerwehr Herdecke am Koepchenwerk im Einsatz

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Die Feuerwehr Herdecke hat den Ernstfall am Koepchenwerk geprobt. Dazu haben die Kameraden auch die Rohre erkundet. 

Die Feuerwehr Herdecke hat den Ernstfall am Koepchenwerk geprobt. Dazu haben die Kameraden auch die Rohre erkundet. 

Foto: Feuerwehr Herdecke

Herdecke.  Die Herdecker Kameraden werden bei dieser Übung von Spezialisten der Höhenrettung unterstützt, denn es geht tief hinab.

Im RWE-Koepchenwerk findet derzeit eine umfangreiche Revision statt (wir berichteten). Die Feuerwehr Herdecke ist vom Unternehmen in die Abläufe im Hinblick möglicher Einsätze mit eingebunden. So mussten Regelungen getroffen werden, wie die Feuerwehr bei einem Schwertransport an das Objekt anfahren kann. Auch die Wasserversorgung für das Objekt muss derzeit manuell von der Feuerwehr sichergestellt werden. Die unterirdische Rohrleitung wird ebenfalls saniert.

Diese Arbeiten in der abfallenden ca. 400 m langen Rohrleitung stellt die Einsatzkräfte bei einem Einsatz vor große Herausforderungen. Daher wurde mit der RWE eine konkrete und umfassende Einsatzvorbereitung betrieben. Zusammen mit der Feuerwehr Dortmund, die bei einem Ereignis eine Höhenrettungsgruppe stellt, wurde ein komplexer Einsatzplan für mögliche Ereignisse erstellt. Die Inhalte des Konzeptes wurden nun bei einer Einsatzübung angewendet. Es wurde angenommen, dass eine der zwei Fahrbühnen in der Rohrleitung stecken geblieben ist.

Zugangsmöglichkeiten erkundet

Neben der örtlichen Feuerwehr Herdecke war auch die Höhenrettungsgruppe aktiv. Zwei Höhenretter seilten sich vom oberen Einlaufturm des Speicherbeckens in die Rohrleitung zur Fahrbühne ab. Die Zugangsmöglichkeiten wurden im Vorfeld erkundet und im Einsatzkonzept definiert. Im Anschluss besichtigten beide Feuerwehren das Objekt, um die Zugänge kennenzulernen. „Ortskunde und Kenntnisse über mögliche Gefahren oder Besonderheiten sind wichtige Bestandteile für einen erfolgreichen Einsatz“, so der stellv. Leiter der Feuerwehr Christian Arndt, der mit weiteren Kameraden das Konzept erstellt hat.

Einige der Feuerwehrleute konnten mit den beiden Seilbahnen in die 4,75 Meter im Durchmesser große Rohrleitung einfahren und sich dort genau ansehen, wie die Bühnen funktionieren und welche Punkte bei einer Personenrettung wichtig anzuwenden sind. Für den Ernstfall liegen an der Feuerwache auch mehrere Spezial-Atemschutzgeräte bereit, die für die möglicherweise lange Einsatzdauer in der Rohrleitung erforderlich werden könnten. Die Feuerwehr Herdecke dankt auch den Kollegen der Feuerwehr Dortmund: „Die Spezialeinheit Höhenrettung hat uns von Anfang an bei diesem einmaligen und individuellen Einsatzobjekt beraten und unterstützt“.

„Wir möchten uns bei der Feuerwehr Herdecke sowie der Feuerwehr Dortmund für die tolle Zusammenarbeit und Planung bedanken, wodurch die Rettungsübung ein voller Erfolg wurde. Jetzt sind wir als Betreiber des Pumpspeicherkraftwerkes Herdecke sowie die Feuerwehren Herdecke und Dortmund für einen Einsatzfall optimal vorbereitet“, so Simon Brands Maßnahmenverantwortlicher der RWE.

Die Übung wurde unter Corona-Schutzmaßnahmen durchgeführt.

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