Orkan Sabine

Sturmtief: Nur wenig Einsätze in Wetter und Herdecke

Extraeinsatz für „Sabine“: Die Einsatzzentrale an der Herdecker Wache disponiert die Fahrzeuge.

Extraeinsatz für „Sabine“: Die Einsatzzentrale an der Herdecker Wache disponiert die Fahrzeuge.

Foto: Feuerwehr Herdecke / WP

Herdecke/Wetter.  Seit dem frühen Sonntagnachmittag musste die Feuerwehr in Herdecke und Wetter ausrücken. Keine Verletzten, nur umgestürzte Bäume.

Das Sturmtief „Sabine“ hat auch in Herdecke und Wetter für einige Einsätze der Feuerwehr gesorgt. Seit dem Nachmittag waren die Feuerwehren in Herdecke und in Wetter im Einsatz. Insgesamt mussten die Einsatzkräfte zu 14 Einsätzen ausrücken, dabei handelten es sich ausschließlich um umgestürzte Bäume und Äste – verletzt wurde niemand.

Gefahr durch Schrägaufzug

Seit den Nachmittagsstunden stehen an der Feuerwache über 50 ehrenamtliche Einsatzkräfte zur Hilfeleistung für die Herdecker Bürger bereit, teilte die Wehr in Herdecke mit. Fünf Löschfahrzeuge und die Drehleiter seien fest besetzt, weitere Reservekräfte stünden für die Spezialfahrzeuge im Springerverfahren bereit. Darüber hinaus war die Einsatzzentrale fest besetzt: „Dort werden die Feuerwehrfahrzeuge den von der Kreisleitstelle übermittelten Einsätzen zugeteilt.“

Auch Wetter war für die Sturmeinsätze gerüstet. Alle Gerätehäuser in Wetter waren besetzt, so die Auskunft am frühen Abend. Insgesamt seien 96 Kräfte im Einsatz. Die Einsätze würden zentral über die Zentrale im Gerätehaus Alt-Wetter abgearbeitet.

Vier kleinere Einsätze lautete hier die erste Zwischenbilanz am frühen Nachmittag. Im Schöntal drohte der Schrägaufzug eines Dachdeckers abzurutschen. Der Dachdecker hatte das Problem schon erledigt, als die Wehr eintraf. Am Jakob in Wengern lag ein dicker Ast auf der Straße. Er konnte ohne größere Umstände zur Seite gezogen werden.

In Albringhausen lag ein Ast auf einer Stromleitung. Auch dieser Ast ließ sich einfach fortziehen. Schließlich hatte an der Baustelle des neuen Gerätehauses an der Albringhauser Straße der Bauzaun etwas abbekommen. Mit Beginn der Dunkelheit setzte zwar auch der Regen ein.

Auch das noch: Rettung am Hang

Nicht allein der Sturm hielt die Feuerwehr am Sonntag auf Trab. Gegen 11 Uhr erhielt die Feuerwehr Herdecke die Meldung, dass zwischen dem Koepchenwerk und dem Speicherbecken eine Person im Wald sei, die die Orientierung und die letzten Kräfte verloren habe. Umgehend rückten die ehrenamtlichen Feuerwehrleute mit vier Fahrzeugen in den Bereich aus. Am Schieberhaus des Kraftwerks wurde die Person schließlich aufgefunden, nachdem über ein Mobiltelefon der Standort ermittelt wurde.

Die Feuerwehrleute öffneten einen Zaun, so dass die unverletzte Person vom Steilhang auf einen Weg gebracht werden konnte. Nach rund 45 Minuten war der Einsatz abgeschlossen. Bereits am Donnerstag war die Feuerwehr zu einer Personensuche in einem Herdecker Waldstück ausgerückt. Auch hier half die moderne Technik erheblich bei der Suche.

Keine Züge mehr unterwegs

Auch Eisenbahnbetreiber Abellio musste vom Wetter reden. Unter Hinweis auf den deutschen Wetterdienst und dessen Warnung vor Orkanböen hieß es: „Der Bahnverkehr wird ab 18 Uhr weitestgehend eingestellt.“ Der Rat an die Kundschaft nicht nur des RE 16 durch Wetter: „Bitte nutzen Sie alternative Fahrtmöglichkeiten oder parallel verkehrende Verkehrsmittel, um Ihr Ziel zu erreichen.“

Aktuelle Informationen liefert auch die Warn App NINA. Mit der Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes können sich Bürger alle sie Interessierten Warnmeldungen direkt aufs Smartphone schicken lassen.

Weitere Infos unter www.wp.de/panorama und auf den lokalen Seiten unter www.wr.de/herdecke

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