Corona

FFP2-Maskenpflicht beim EN-Kreis – Städte überlegen noch

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Es gibt auch modische Varianten des Mund-Nasen-Schutzes. In Dienststellen des Kreises müssen Besucher ab dem 17. Januar eine FFP2-Maske tragen.

Es gibt auch modische Varianten des Mund-Nasen-Schutzes. In Dienststellen des Kreises müssen Besucher ab dem 17. Januar eine FFP2-Maske tragen.

Foto: Roberto Pfeil / dpa

Wetter/Herdeck/Ennepe-Ruhr.  Ab Montag gilt in Dienststellen vom Ennepe-Ruhr-Kreis eine FFP2-Maskenpflicht (Besucher, Mitarbeiter). Überlegungen auch in Wetter und Herdecke.

Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat kürzlich eine „dringende Empfehlung“ zum Tragen von FFP2-Masken ausgesprochen. Andere Bundesländer haben dies in Corona-Zeiten schon zur Pflicht erklärt und lehnen somit andere Formen des Mund-Nasen-Schutzes angesichts geringerer Wirksamkeit ab.

Dem schließt sich nun der Ennepe-Ruhr-Kreis an: Ab Montag, 17. Januar, erhalten Besucher und Besucherinnen des Schwelmer Kreishauses, Straßenverkehrsamts, der Zulassungsstelle Witten, Dienststellen des Jobcenters EN und aller weiterer Nebenstellen der Kreisverwaltung Zutritt nur mit FFP2-Maske. Zugleich bleibe die 3G-Regelung bestehen. Für die Tests sei eine offizielle Bescheinigung nötig, Selbsttests ohne Nachweis oder digitale Selbsttestungen werden nicht anerkannt. Schnelltests dürfen dabei höchstens 24 Stunden alt sein, für PCR-Tests lautet die Frist 48 Stunden. Kontrollen der Nachweise sowie des Ausweisdokuments erfolgen demnach an den Eingängen.

Ansteckungsrisiko minimieren

„Die rasante Ausbreitung der erheblich ansteckenderen Omikron-Variante macht diesen Schritt nötig“, sagt Kreisdirektor Paul Höller und hofft auf Verständnis. „FFP2-Masken senken das Ansteckungsrisiko im Vergleich zu OP-Masken deutlich. In Kombination mit den Abstands- und Hygieneregeln wollen wir mit der neuen Vorgabe Bürger und Mitarbeiter bestmöglich schützen und unseren Betrieb sicherstellen.“ Anliegen sollten möglichst per Telefon oder E-Mail zu klären sein. Für alle anderen Themen bestehe weiter eine Terminpflicht-Vereinbarung. Für das Straßenverkehrsamt und die Führerscheinstelle ist dies via Internet (www.enkreis.de, Rubrik Sicherheit Verkehr) möglich.

An den Umladeanlagen des EN-Kreises besteht auf dem Außengelände ab sofort die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske. Die Wertstoff-Abgabe erfolge weiter nur nach Buchung (termin.ahe.de).

Reaktionen in Städten und Umfrage

In den Rathäusern Wetter und Herdecke beobachten die Stadtvertreter die Entwicklung, nächste Woche beschäftigt sich der jeweilige Stab für außergewöhnliche Ereignisse während der Corona-Beratung mit dem Thema. „Derzeit gilt beim Betreten von städtischen Stellen die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske, es gibt aber keine FFP2-Vorgabe. Ob das kommt, wird man sehen“, heißt es auf Anfrage.

In einer kleinen Straßenumfrage der Redaktion kamen unterschiedliche Ergebnisse zu dem Thema heraus. „Ich kann schlecht atmen, aber die FFP2-Maske schützt mich und ist sicher“, sagte etwa Khamphong Tofote. Auch Manuela Gabriel trage „lieber FFP2- Masken, weil ich diese auch bemalen kann.“ Anders sieht Klaus Kriebel die Situation. „Die medizinische Maske trägt sich angenehmer und gibt mir ein gutes Gefühl.“

Abschließend noch der Hinweis zu Bussen sowie Bahnen der Bogestra und VER: Gemäß gültiger Coronaschutzverordnung gilt im ÖPNV vorerst „nur“ die dringende Empfehlung, eine FFP2-Maske zu tragen, sagte ein Sprecher.

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