Unglück

Frau wird in Wetter von einem Zug erfasst und stirbt

Die Straßen und Wege rund um den Bereich sind derzeit abgesperrt.  

Die Straßen und Wege rund um den Bereich sind derzeit abgesperrt.  

Foto: Yvonne Held

Wetter.   Eine Frau ist in Wetter am Donnerstag Nachmittag von einem Zug erfasst worden. Feuerwehr und Rettungskräfte waren im Großeinsatz.

Die Betroffenheit ist allen Beteiligten anzumerken. Am Donnerstagnachmittag kam es zu einem schweren Unglück auf den Bahngleisen neben der DLRG-Station in Wetter.

Nach ersten Informationen hatte ein etwa 30-jähriges Pärchen dort versucht, mit ihrem Hund die Gleise zu überqueren. Wahrscheinlich wollten sie den Weg abkürzen. Dabei wurde sie von einem Zug erfasst. Die Frau war sofort tot.

Wie sich am Freitag herausstellte, handelte es sich allerdings nicht um einen Unfall, sondern um Selbstmord.

Komplette Umfeldsperrung

Die Einsatzkräfte sperrten direkt nach ihrem Eintreffen die Umgebung großräumig ab. Die Bahnstrecke von Hagen nach Wetter wurde gesperrt, ebenso der Teil des Ruhrtalradwegs sowie die nebenführenden Straßen und Wege. Feuerwehr, Rettungsdienst und Notfallseelsorger kümmerten sich um den Lebensgefährten sowie die 88 Fahrgäste im Zug. „Denen geht es soweit gut, sie haben nur Durst. Die Klimaanlage im Zug läuft“, sagt Stadtbrandinspektor Thomas Schuckert an der Einsatzstelle.

Wie genau es zu dem Unglück kommen konnte, ist noch unklar. Der Zug aus Hagen kommend hätte für die Frau eigentlich gut sichtbar sein müssen. Noch während Feuerwehr und Notdienste im Einsatz waren, traf die Kriminalpolizei vor Ort ein. Sie wird das Unglück genauer untersuchen.

Währenddessen kümmerten sich die Notfallseelsorger um den Lebensgefährten sowie zwei weitere Passanten, die das Unglück mitangesehen hatten. Die Feuerwehr hatte nach dem Eintreffen geprüft, wie die Fahrgäste evakuiert werden könnten. Daher war auch die Drehleiter mit im Einsatz. „Die Leiter kann nicht nur hoch fahren, sondern auch runter“, erläutert Feuerwehr-Sprecher Patric Poblotzki. So hätten die Bahnreisenden aufgenommen und hoch gebracht werden können.

Doch das war nicht nötig. Nach Rücksprache mit dem Notfallmanager der Bahn fuhr der Zug bis zum Wetteraner Bahnhof, um die Fahrgäste abzuliefern. Wer weiterfahren wollte, der stieg dort in einen extra bereit gestellten Bus zum Wittener Hauptbahnhof.

Nachbesprechung vor Ort

Die Sperrung der Bahnlinie konnte kurz vor 17 Uhr wieder aufgehoben werden, ebenso wie die Straßen und Wege rund um die Unglücksstrecke.

  • Wir berichten in der Regel nicht über Suizide, um keinen Anreiz für Nachahmung zu geben – außer, Suizide erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit.
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  • Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe bietet im Internet einen Selbsttest, Wissen und Adressen zum Thema Depression an. Im Online-Forum können sich Betroffene und Angehörige austauschen. Für Jugendliche gibt es ein eigenes Forum.

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