Kunst

Frauen vom Atelier K3 in Herdecke öffnen die Türen

Laden zum Tag der offenen Tür ins Atelier K3 ein: Dagmar Grimmling, Irene Rehmann (hinten von links) sowie Ute Bender, Monika Zarnke und Brigitte Theobald (vorne von links).

Laden zum Tag der offenen Tür ins Atelier K3 ein: Dagmar Grimmling, Irene Rehmann (hinten von links) sowie Ute Bender, Monika Zarnke und Brigitte Theobald (vorne von links).

Foto: Elisabeth Semme

Herdecke.  Die Künstlerinnen vom Atelier K3 laden zum Tag der offenen Tür mit Adventsausstellung ein. Dafür haben sie viel vorbereitet.

K3 steht für Kunst, Kultur und Kreatives. In dem Atelier, das den Namen K3 trägt, werden genau diese Begriffe mit Leben gefüllt. Sechs Frauen haben dort, im Dachgeschoss des Hauses Bachplatz 14, ihr Domizil fürs kreative Schaffen gefunden. Am kommenden Samstag, 30. November, öffnen Dagmar Grimmling, Irene Rehmann, Ute Bender, Monika Zarnke, Brigitte Theobald und Angelika Schoofs wieder die Türen ihres Ateliers zur Adventsausstellung.

Was die Besucher dort erwartet? „Wir zeigen einen kleinen Auszug aus unseren aktuellen Arbeiten. In den vergangenen Monaten haben wir uns erstmals mit Enkaustik beschäftigt“, sagt Brigitte Theobald. Und Ute Bender erklärt: „Das ist eine ganz alte Wachsmaltechnik aus dem alten Griechenland, die immer mal wieder neu auflebt.“ Zum Einsatz kommt ein spezieller Malwachs mit einem hohen Anteil an Bienenwachs, der erst bei bestimmten Temperaturen überhaupt verarbeitet werden kann. Als Werkzeug werden Bügeleisen und ein sogenannter Encoustic Pen benutzt. „Dabei kommen oft sehr farbgewaltige Bilder heraus“, erläutert Brigitte Theobald, und Monika Zarnke ergänzt: „Diese Art der Malerei macht unheimlich Spaß, aber sie verbraucht auch unendlich viel Material. Toll ist, dass man die Bilder mit dem heißen Bügeleisen immer wieder verändern kann.“ Bis zur Adventsausstellung werden, so versprechen es die Künstlerinnen, auf jeden Fall schon einige Kleinformate in Enkoustik-Technik fertig sein.

Viel experimentiert

Außergewöhnliche Werke sind auch beim Arbeiten mit Rasierschaum entstanden – wie etwa die beiden Frauenköpfe von Irene Rehmann. „Für den Kopf im Profil habe ich eine Schablone benutzt. Auf den Rasierschaum wird die Farbe gegeben, die man mit dünnen Gegenständen verteilt. Als Farbe kann man Acryl oder auch Airbrushfarbe benutzen. Was bei dieser Technik entsteht, sind Zufallsprodukte. Und die sind wirklich beeindruckend“, so die Dortmunderin. Dritte und letzte Technik, mit der sich die K3-Künstlerinnen in diesem Jahr auseinandergesetzt haben, ist das Arbeiten mit Rost. Dabei kommt Eisenpulver zum Einsatz, das mit Oxidationspulver bestreut wird. „Wir sind nicht nur gealtert, sondern auch gerostet“, scherzt Irene Rehmann, dem Ute Bender jedoch widerspricht: „Nein, wir setzen nur Patina an.“

Erst beim gemeinschaftlichen Blick zurück auf das vergangene Jahr wird den Künstlerinnen recht bewusst, dass sie viel experimentiert und sehr abwechslungsreich gearbeitet haben. Bestimmte Themen standen dabei alllerdings nicht im Mittelpunkt. „Entstanden sind jedenfalls viele abstrakte Arbeiten, aber auch durchaus Realistisches“, so Brigitte Theobald. Bei der Adventsausstellung jedenfalls werden neben adventlichen Postkarten auch viele kleinformatige Kunstwerke präsentiert, „die sich übrigens prima als Geschenk eignen“, versichern die Frauen. Zudem werde am kommenden Samstag auch der Konzertraum im Erdgeschoss für Besucher geöffnet; dort werden großformatige Arbeiten der Künstlerinnen ausgestellt. Auf Besucher warten neben Kaffee, Sekt und Saft auch selbst gebackene Kuchen.

Der Tag der offenen Tür mit Adventsausstellung im Atelier K3, Bachplatz 14, ist am Samstag, 30. November, von 11 bis 16 Uhr. Kontakt aufnehmen können Interessenten per E-Mail an bbtheo@gmx.de

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben