Nachruf

Gemeinschaftskrankenhaus trauert um Prof. Peter Matthiessen

Peter Matthiessen, Mitbegründer der Privat Universität Witten Herdecke und langjähriger Arzt am Gemeinschaftskrankenhaus

Peter Matthiessen, Mitbegründer der Privat Universität Witten Herdecke und langjähriger Arzt am Gemeinschaftskrankenhaus

Foto: Universität

Herdecke.   Das Gemeinschaftskrankenhaus und die Universität Witten/Herdecke trauern um Prof. Dr. Peter F. Matthiessen, der im Alter von 74 Jahren verstarb.

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Das Gemeinschaftskrankenhaus in Westende und die Universität Witten/Herdecke trauern: Am 30. April ist – wenige Tage vor seinem 75. Geburtstag – Professor Dr. Peter F. Matthiessen gestorben.

1944 im schwäbischen Calw geboren, promovierte Matthiessen 1971 an der Universität Marburg und blieb dort bis 1975 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Anatomie. 1975 kam er zum ersten Mal ins Herdecker Gemeinschaftskrankenhaus, das sich damals in seiner Aufbauphase befand, und arbeitete bis 1977 als Neurologie-Assistent zusammen mit Gerhard Kienle. „Diese Begegnung war entscheidend für sein weiteres Leben“, schreibt Peter Zimmermann vom Stiftungsvorstand der Klinik in einem Nachruf.

Psychiater, Wissenschaftler, Dozent

Als Facharzt folgte Matthiessen dann erneut dem Ruf Kienles und baute ab 1983 die Psychiatrische Abteilung für Jugendliche sowie junge Erwachsene in Westende auf, die er bis 2004 leitete. Parallel zu seiner Tätigkeit als Leitender Arzt setzte er sich für den Dialog zwischen den unterschiedlichen methodischen Ansätzen in der Medizin und die Förderung der Forschung in der Komplementärmedizin ein.

Sein frühes Engagement bei der Gründung der Uni Witten/Herdecke setzte er mit seiner Habilitation (1992) sowie der Berufung auf den Gerhard-Kienle-Stiftungslehrstuhl für Medizinische Theorie und Komplementärmedizin (1996-2009) fort. Mit der Gründung des „Dialogforums für Pluralismus in der Medizin“, an der er gemeinsam mit Peter Meister und dem damaligen Ärztekammerpräsident Jörg Hoppe maßgeblich beteiligt war, gelang es ihm, diesen Dialog in die Ärzteschaft und in die gesundheitspolitische Öffentlichkeit zu tragen, so Zimmermann.

Es folgte die Weiterbildung zum Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie. Mit der Gründung der Privatuni übernahm Matthiessen 1983 als Leitender Arzt die Abteilung für Psychiatrie am Gemeinschaftskrankenhaus. Den Kienle-Lehrstuhl für Medizintheorie und Komplementärmedizin leitete er bis zu seiner Emeritierung 2009. Auch danach blieb er der Klinik laut Zimmermann eng verbunden.

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