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Große Themen bei Bibelwoche für Herdecker Kinder

Hilft auch beim Basteln: Jugendreferent Kai Haßelberg versucht, Kindern Glaube und Religion auf spielerische Weise nahe zu bringen.

Hilft auch beim Basteln: Jugendreferent Kai Haßelberg versucht, Kindern Glaube und Religion auf spielerische Weise nahe zu bringen.

Foto: Veronika Gregull

Herdecke.   Bei der Bibelwoche der Evangelischen Kirchengemeinde Ende können Erstklässler eine Bibelgeschichte spielerisch kennenlernen.

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Wahrheit, Gerechtigkeit, Vertrauen, Frieden – Große Themen für kleine Kinder. Während der Kinderbibelwoche der evangelischen Kirchengemeinde Ende führt Diakon Kai Haßelberg die Erstklässler spielerisch an diese wichtigen Lebensthemen heran. Als roter Faden dient hierbei die Bibelgeschichte von Abraham und Sarah. „In der Story geht es viel um Zweifel, Angst und dann aber auch um Vertrauen in Gott“, sagt Kai Haßelberg.

Abraham plagen Zweifel

Er selbst spielt an diesem Vormittag in der Realschule am Bleichstein Abraham, das Thema Vertrauen steht im Mittelpunkt. Abraham klagt einem Knecht sein Leid: „Ich warte schon so lange auf eigene Kinder. Ob Gott sein Versprechen, mir Nachwuchs zu schenken, wirklich noch einhält?“ Gott – in diesem Fall eine Stimme aus dem Off – beruhigt ihn.

So viele Sterne wie am Himmel seien, so zahlreich sei auch die Zahl seiner Nachfahren. Die Freiwillige Helferin Gillian Runge (20) schlüpft in die Rolle der Sarah. Auch diese plagen Zweifel wegen des unerfüllten Kinderwunsches. Doch Abraham kann sie nun beruhigen, er vertraut auf Gottes Wort. „Die Kinder reflektieren das alles schon echt gut“, sagt Gillian Runge. Zwar denken die Kleinen noch nicht in theologischen Zusammenhängen, ergänzt Kai Haßelberg, aber „sie lernen, dass da jemand ist, der sie beschützt und fühlen sich geborgen. Auf diese Weise können sie Zugang zu Gott finden.“ Und so liegt neben der Bibel in der Mitte des Stuhlkreises auch ein Ritterschild – es ist „das Schild des Vertrauens“, sagt der Jugendreferent, eine Erinnerung an die Kraft des Glaubens.

Religion spielerisch kennenlernen

Der sechsjährigen Paula hat das Schauspiel sehr gut gefallen: „Das war richtig gut, und die Geschichte kannte ich noch gar nicht.“ Ob sie eine Lieblingsstelle in der Bibel hat? Na klar, die Weihnachtsgeschichte, da wo Jesus geboren wurde, sagt sie. Dem kann sich auch Sitznachbarin Elena (6) nur anschließen.

„Ich mag Geschichten aus der Bibel gerne, deswegen macht es mir hier auch sehr viel Spaß“, sagt die Sechsjährige. Aber auch am Basteln hat sie große Freude. Beide Mädchen tüfteln nach der Show-Einlage an einem Stehaufmännchen. Die Kinder stellen aus zwei Kugeln und einem Hütchen kleine, bunte Figuren her, die nicht umfallen, sondern immer wieder nach oben schaukeln. „Genau darum geht es ja auch bei Abraham. Er muss so viele Rückschläge einstecken, und doch gibt er nicht auf und fasst Vertrauen zu Gott“, sagt Kai Haßelberg. Vertrauen haben in sich selbst, in Gott. Immer weiter machen und nicht aufgeben.

„Die Botschaft versuchen wir so auf kindgerechte Weise zu übermitteln.“ Bei der Bastelarbeit steht den Schülern auch Pfadfinder Mattis Emde (15) zur Seite. „Ich unterstütze sehr gerne die Kinderbibelwoche. Es ist einfach toll, wenn ich anderen helfen kann.“

Elena gibt ihrem Stehaufmännchen noch den letzten Schliff. „Der hat jetzt Fangzähne“, sagt sie aufgeregt und lacht. In gewisser Weise passt es, auch Vampire sind nicht so schnell klein zu kriegen.

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