Radwege

Grüne in Wetter zu Kritik: Gefahr liegt beim Alltagsradeln

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Radfahren in Wetter ist mehr als das Freizeitradeln auf dem Ruhrtalradweg (im Bild), beharren die Grünen.

Radfahren in Wetter ist mehr als das Freizeitradeln auf dem Ruhrtalradweg (im Bild), beharren die Grünen.

Foto: Steffen Gerber (Text und Fotos) / WP

Wetter.  Ruhrtalradweg gut. Sonst wenig zu bieten bei Radwegen. Wie ist es denn nun mit den Radwegen in Wetter?

Gleich zwei Grünen-Vertreter haben zu dem Leserbrief von Eberhard Fandrey Stellung bezogen. Fandrey hatte sich an der Behauptung des neuen Grünen-Ratsmitgliedes Christian Wolters gerieben, die Radwege in Wetter seien „katastrophal“. Der Leserbriefschreiber hatte die Beliebtheit der Wege bei Radfahrern aus nah und fern in den Vordergrund gestellt.

„Wer in dieser Zeit und nach diesem Wahlkampf noch so über den Radverkehr in Wetter urteilt, hat nichts verstanden“, schreibt Ratsfrau Karen Haltaufderheide. Der Sozialdemokrat Fandrey beurteile „die Situation so, wie sie jahrzehntelang gesehen wurde: aus der Sicht eines Menschen, der sich in der Freizeit ab und zu aufs Rad schwingt und feststellt, wie schön der Ruhr-Rad-Wanderweg ist. Da hat er wohl auch Recht – bis darauf, dass die Menschen über den Radweg an Wetter vorbei fahren, weil sie zum Beispiel ihr Rad nicht sicher bei uns abstellen können, wenn sie unsere Sehenswürdigkeiten besuchen wollen.“ Tatsächlich aber werde es gemeinsame Aufgabe des Rates sein, „das Radfahren im Alltag zu erleichtern, damit das Fahrrad als ganz normales Verkehrsmittel genutzt werden kann.“ Es gehe um den Wunsch der Bürgerinnen und Bürger, das Auto stehen zu lassen und mit dem Rad zum Einkaufen oder zur Arbeit zu fahren.

Ebenfalls zu Wort gemeldet hat sich Monika Arntzen, früher für die Grünen im Rat und weiter im Behindertenbeirat aktiv. „Persönliche Angriffe wie hier von Herrn Fandrey dienen nicht der Sache“, findet sie. Als Radfahrerin schätze sie den Ruhrtalradweg, der – abgesehen von den momentanen Einschränkungen – „eine attraktive, weitgehend barrierefreie Verbindung zwischen Herdecke, Alt-Wetter und Wengern bietet.“ Das Problem auch für sie sind aber die Alltagsfahrten mit dem Rad etwa zum Einkaufen, zur Arbeit oder zur Schule. „Fragen Sie Eltern, ob sie ihre Kinder mit dem Rad zur Schule fahren lassen. Ein ,nein, zu gefährlich’, wird die häufigste Antwort sein.“

Bei einem Unfall zögen die Radfahrerinnen und Radfahrer immer den Kürzeren. Es werde viele Maßnahmen brauchen, damit Alltagsradeln in Wetter attraktiv und sicher werde. „Dazu müssen gute Ideen gefunden und umgesetzt werden. Wenn Eltern keine Angst mehr um ihre radfahrenden Kinder haben müssen, ist das Ziel erreicht.“

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