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Herdecke: Katzen sterben bei Brand im Dachgeschoss

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Beim Dachstuhlbrand an der Breddestraße können die Feuerwehrmänner nichts mehr für die Tiere tun.

Beim Dachstuhlbrand an der Breddestraße können die Feuerwehrmänner nichts mehr für die Tiere tun.

Foto: Feuerwehr Herdecke

Herdecke.  Die Feuerwehr Herdecke hat sich um die Tiere bemüht, sie konnten aber nur noch leblos geborgen werden.

Ein Dachstuhlbrand ereigneter sich am Montag gegen 16.03 Uhr in der Breddestraße. Im Dachgeschoss brannte es im hinteren Bereich. Aus dem Dachstuhl drang Brandrauch ins Freie. Zwei Katzen wurden vermisst, das Haus ansonsten schnell geräumt.

Ein Angriffstrupp der Feuerwehr ging mit einem C-Rohr unter Atemschutz zur Tierrettung in das Dachgeschoss vor. Trotz aller Bemühungen der Einsatzkräfte konnten die Tiere nur noch leblos geborgen werden. Vermutlich sind sie an Rauchgasen verstorben.

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Der Brand wurde von der Feuerwehr schnell unter Kontrolle gebracht. Er hatte sich bereits in die Dachhaut ausgebreitet. Die Dachdämmung und Dacheindeckung mussten von den Einsatzkräften entfernt werden, um Glutnester freizulegen und abzulöschen. Eine Brandausbreitung auf den kompletten Dachstuhl wurde durch die Feuerwehr verhindert. Mit einem Hochleistungslüfter wurde das Dachgeschoss später entraucht.

Sieben Atemschutzgeräteträger waren insgesamt im Einsatz. Der Dachstuhl war von außen aufgrund von Baumbewuchs nicht gut einsehbar. Das Gebäude befand sich in zweiter Reihe. Zudem war die Zuwegung für die Feuerwehr sehr eng. Trotzdem wurde die Drehleiter durch einen erfahrenen Maschinisten in Stellung gebracht. Leider wurde die Herdecker Drehleiter durch das massive Astwerk beschädigt und musste außer Dienst gestellt werden.

Drehleiterersatz aus Witten

Eine weitere Drehleiter der Feuerwehr Witten wurde angefordert. Der Ausfall der Drehleiter wirkte sich nicht negativ auf den Einsatzerfolg aus, so die Feuerwehr. Ein weiteres C-Rohr wurde im Außenangriff in Bereitschaft versetzt. Dieses musste nicht mehr eingesetzt werden. Die Wohnung brannte vollständig aus.

Der Mieter (54) erschien später an der Einsatzstelle. Das Ordnungsamt war ebenfalls vor Ort und klärte die Unterbringung der Person. Die beiden anderen Wohnungen im Erdgeschoss und 1. Obergeschoss sind weiter nutzbar. Die Polizei erschien vor Ort und unterstützte die Einsatzmaßnahmen. Die Kriminalpolizei übernahm später die Ermittlungen zur Brandursache.

Die Einsatzkräfte wurden noch an der Einsatzstelle nach dem neuen Hygienekonzept der Feuerwehr Herdecke dekontaminiert und umgekleidet. Brandrauch und Brandrückstände sind gesundheitsgefährdend. Atemschutztrupps, die mit Brandrauch- und Brandrückständen kontaminiert waren, erhalten noch an der Einsatzstelle vorgepackte Ersatzkleidung. Die kontaminierte Kleidung wird direkt eingetütet und einer Spezialreinigung zugeführt.

Der Schutz der Einsatzkräfte steht hier an erster Stelle. Das Konzept wird nun weiter fortgeschrieben, so die Wehr.

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