Freizeit

Herdecke schafft neue Sportangebote entlang der Ruhr

Bürgermeisterin Dr. Katja Strauss-Köster, Michael Rösner vom Fachbereich Umwelt und Freianlagen sowie Daniel Matißik von der Planung der Stadt Herdecke (von links) geben das neue Fitnessgerät symbolisch frei. 

Bürgermeisterin Dr. Katja Strauss-Köster, Michael Rösner vom Fachbereich Umwelt und Freianlagen sowie Daniel Matißik von der Planung der Stadt Herdecke (von links) geben das neue Fitnessgerät symbolisch frei. 

Foto: Yvonne Held / WP

Herdecke.  Trimm dich war gestern, heute heißt es Calisthenics: Eine Allround-Station sowie eine Kraft-Insel für Situps und Liegestütz stehen an der Ruhr.

Die symbolische Schleife hing noch am neuen Fitnessgerät, als die ersten Schüler der Friedrich-Harkort-Schule es stürmten. Kein Wunder, denn die Verlockung ist groß. Die Anordnungen der verschiedenen Turnstangen laden zum Klettern, Hangeln und Hochziehen ein.

Eine große Allround-Station für verschiedene Calisthenics-Übungen sowie eine Kraft-Insel für Liegestütz und Situps sind auf dem südlichen Schulhof der Friedrich-Harkort-Schule entstanden. In direkter Nachbarschaft zu der „Skate- und Streetball“-Anlage und der Sporthalle ergänzt die Station das Angebot auf dem Schulhof perfekt, ist aber nicht nur für Schüler gedacht. „Seinen Ursprung hat das Projekt eigentlich beim Wunsch eines Bewegungspfades im Wohnquartier Ruhraue genommen“, erläutert Michael Rösner vom Fachbereich Umwelt und Freianlagen der Stadt Herdecke. Davon hatte die Verwaltung jedoch Abstand genommen, da die Wohnbebauung dort doch sehr dicht sei und sich die Sportler nicht unter den wachsamen Augen der Nachbarn bewegen sollten. Der Umweltausschuss beantragte daher die Prüfung alternativer Standorte.

Synergien nutzen

Um Synergieeffekte besser nutzen zu können, wurde schließlich der jetzige Standort gewählt. Dort können Lehrer die Geräte in den Sportunterricht miteinbeziehen, die Sportvereine wie der TSV Herdecke können sie fürs Training nutzen, und natürlich haben auch private Sportler die Möglichkeit, dort ihre Muskeln aufzubauen.

Die Geräte, die dort aufgebaut sind, wurden konzeptionell mit dem Deutschen Olympischen Sportbund entwickelt. Da die Nutzung für alle Sportler, sowohl Fortgeschrittene als auch Anfänger, vorgesehen ist, gibt es Begleittafeln an den Geräten. Darauf ist in Bild- und kurzer Textform erklärt, welche Übungen dort gemacht werden können. Aufgeteilt in leicht, mittel und schwer findet dort jeder seinem Fitnessstand entsprechend Herausforderungen, die gemeistert werden können. Michael Rösner ist sich aber durchaus bewusst, dass Sportler auch sehr erfinderisch sind, wenn es um die Übungen geht. So sind die Tafeln lediglich als Leitfaden gedacht, weitere individuelle Übungen sind natürlich ebenfalls möglich. Außerdem soll es nicht bei den bisherigen Geräten bleiben. Eine Ausweitung ist durchaus möglich, wenn die Geräte gut angenommen werden.

Doch was bedeutet eigentlich Calisthenics? Ziel der Calisthenics-Turngeräte ist es, Kraft, Beweglichkeit und Körperkontrolle zu verbessern, das körperliche Wohlbefinden zu fördern, die gesamte Muskulatur aufzubauen, die inter- und intramuskuläre Koordination zu fördern sowie das Herz-Kreislauf-System zu verbessern. An den Geräten wird mit dem eigenen Körpergewicht trainiert. „Wir haben hier einen Trimm-dich-Pfad in moderner Form geschaffen und sind zuversichtlich, dass er genutzt wird“, so Rösner.

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