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Herdecke: Wehr rettet Schlange und setzt Ölsperre im See

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Die Feuerwehr setzt eine Ölsperre, um eine Ausbreitung des Öls auf dem Hengsteysee zu verhindern.

Die Feuerwehr setzt eine Ölsperre, um eine Ausbreitung des Öls auf dem Hengsteysee zu verhindern.

Foto: Feuerwehr Herdecke / WP

Herdecke.  Zur Rettung einer Schlange mit Hundebiss, zu einem schweren Reitunfall und einer Öllache auf dem Hengsteysee rückte die Feuerwehr Herdecke aus.

Gleich mehrfach musste die Freiwillige Feuerwehr Herdecke am Dienstag helfen. Um 9.33 Uhr rückten die Einsatzkräfte erstmals aus – zu einer Tierrettung im Kirchender Dorfweg. Eine Anwohnerin hatte die Helfer gerufen, weil eine Schlange vermutlich von einem Hund gebissen worden war. Die Einsatzkräfte fingen das zunächst reglos erscheinende Tier ein und nahmen es mit zur Wache. „Wir haben auch einen Tierpfleger, Jens Schumacher, in unseren Reihen“, erklärte dazu Feuerwehr-Sprecher Christian Arndt im Gespräch mit der Redaktion. Seine Kollegen hätten das Tier, bei dem es sich um eine Ringelnatter handelte, aufmerksam beobachtet. Nach einiger Zeit habe sie sich auf der Wiese hinter der Wache wieder recht lebendig gezeigt, woraufhin sie sich gemeinsam dazu entschlossen hätten, das Tier wieder in die Freiheit zu entlassen.

Landung gesichert

Am Nachmittag waren die Helfer erneut gefordert: In einer Reithalle am Ahlenberg hatte sich um 15.58 Uhr ein Reitunfall ereignet, bei dem eine 55-jährige Dortmundern schwer verletzt wurde. Laut Feuerwehr hätten die Ersthelfer vor Ort vorbildlich agiert.

Nach der Erstversorgung durch Notärztin und Rettungsdienst wurde die Patientin mit dem Rettungshubschrauber „Christoph 8“ in eine Bochumer Spezialklinik transportiert. Der Hubschrauber landete dazu in der Nähe des Hofes. Die Feuerwehr sicherte Start- und Landung und half bei der rettungsdienstlichen Behandlung. Löschfahrzeug und Einsatzführungsdienst waren etwa 60 Minuten im Einsatz.

Autofahrer machen Weg nicht frei

„Leider wurde die Feuerwehr auf der Anfahrt auf der Wittbräucker Straße behindert. Mehrere Verkehrsteilnehmer machten leider keine freie Bahn“, berichtete die Feuerwehr nach dem Einsatz. Deswegen appelliert die Freiwillige Feuerwehr an die Vernunft aller Autofahrer: „Bitte setzen Sie den Blinker nach rechts, fahren weitgehend nach rechts und reduzieren Ihre Geschwindigkeit und lassen die Einsatzfahrzeuge passieren. Fahren Sie bitte nicht vor den Einsatzfahrzeugen vorweg.“

Öl auf dem See

Auch am Abend mussten die Freiwilligen Helfer noch einmal ausrücken: Eine Gewässerverunreinigung auf dem Hengsteysee wurde um 21.19 Uhr gemeldet. Offenbar trat aus unbekannten Gründen aus einem Kraftwerk geringfügig Öl aus. Die Feuerwehr setzte mit dem Rettungsboot „Albert Jungheim“ eine Ölsperre und konnte eine weitere Ausbreitung auf den See verhindern. An der Einsatzstelle erschienen auch die Untere Wasserbehörde sowie der Betreiber der Anlage. Diese veranlassten Folgemaßnahmen durch ein Fachunternehmen, die aber erst in der Nacht zu Mittwoch abgeschlossen werden konnten. Ein Wasserrettungszug in Kombination mit einem Umweltschutzzug der Feuerwehr war 90 Minuten im Einsatz.

Öl auf der Straße

Zwei Mal rückte die Feuerwehr zum Abstreuen einer Ölspur aus: Am Dienstag um 11.43 Uhr beseitigten die Helfer eine Kraftstoffspur im Bereich Hermann-Oberth-Straße, Lilienthalstraße.

Mittwoch um 11.32 Uhr rückten sie abermals zur Hermann-Oberth-Straße aus, um erneut Kraftstoffflecken abzustreuen.

Hinweise zum Verursacher nimmt das Ordnungsamt der Stadt Herdecke unter Telefon 02330/611-216 entgegen.

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