Umwelt

Herdecker Hugo-Knauer-Schule eröffnet ihr Insektenhotel

Gut vorbereitet: Die Hugo-Knauer-Schule in Ende freut sich über ein Insektenhotel, das Rewe Symalla gestiftet hat und in das im nächsten Frühjahr die ersten „Bewohner einziehen“ sollen.

Gut vorbereitet: Die Hugo-Knauer-Schule in Ende freut sich über ein Insektenhotel, das Rewe Symalla gestiftet hat und in das im nächsten Frühjahr die ersten „Bewohner einziehen“ sollen.

Foto: Steffen Gerber

Ende.  Mit Hilfe eines Supermarktes und eines Imkers errichteten Grundschüler ein Insektenhotel am Schulhof. Jetzt warten sie auf Bienen und Käfer.

Es ist nicht zu übersehen, das neue Insektenhotel an der Hugo-Knauer-Grundschule. Wer das Gebäude in Ende verlässt, läuft über den Hof direkt auf die Holzkonstruktion zu. Und denkt womöglich unterbewusst: Mensch, auch wir sollten etwas zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen.

Für das Projekt konnte die Schule einige Unterstützer gewinnen. Neben der Stadt Herdecke gab beispielsweise Carsten Fröse als heimischer Imker Tipps zum Standort. „Der sollte windgeschützt sein und viel Sonne abbekommen“, riet er. Lärm, wie er nun mal auf einem Schulhof in den Pausen entsteht, sei kein Problem.

Somit begann schon vor den Sommerferien die Planung für das Insektenhotel. Das ermöglichte Rewe Symalla. Der Supermarkt aus der Nachbarschaft hat die Aktion gesponsert. Als Inhaber Christian Christian und Marktleiter Sascha Kleine jetzt zur Einweihung vorbeikamen, hatten sechs Schüler eine Präsentation vorbereitet. Sie repräsentierten alle vier Jahrgangsstufen; denn es handelt sich um ein Projekt der gesamten Grundschule.

Anhand selbst gestalteter Plakate erklärte zunächst Charlotte aus der Giraffen-Klasse 4a den erwachsenen Gästen, dass viele Lebensräume für Insekten zerstört und manche Arten vom Aussterben bedroht seien. All jenen wollen die Schüler einen neuen Ort zum Leben anbieten. „Schließlich bestäuben die Insekten Blumen, Obst und Gemüse. Außerdem wird so der Schädlingsbefall natürlich reguliert.“

Kinder aus anderen Klassen erläuterten, was ein Insektenhotel überhaupt ist. Es besteht demnach aus Holz, Schilf- und Bambusrohren sowie Ziegelsteinen. „Wohnen“ können dort Käfer, Florfliegen, Ohrwürmer, Marienkäfer und natürlich Wildbienen (von denen gibt es rund 570 Arten). „Wir hoffen, dass hier viele einziehen. Das dauert aber noch bis April und Mai“, sagte Mike.

Nachdem Christian Symalla und Co. das Insektenhotel vorbereitet hatten, konnten die Grundschüler die Konstruktion vollenden. „Wir haben da noch Lücken ausgefüllt und Rohre ‘reingesteckt“, erzählen die Kinder. Dabei tauchte das Thema schon in der Projektwoche Klimaschutz auf. „Wir werden es nun immer wieder in allen Jahrgangsstufen im Unterricht behandeln“, so Schulleiterin Michaela Franz. Auch Imker Fröse hat zugesagt, seine Erfahrungen an die Klassen weiterzugeben.

Vorfreude und weitere Pläne

„Man spürt bei den Kindern durch viele neugierige Blicke zum Insektenhotel eine Vorfreude“, ergänzt Katrin Vowinkel. „Wir wollen dazu auch noch Verhaltensregeln aufstellen“, so die Lehrerin. Einige Schüler erzählten noch, dass sie auch zuhause eine kleine Version gebaut hätten.

Unterdessen laufen Gespräche für weitere Aktionen. Mit der Kita Westende gibt es einen Kooperationspartner, der schon eine Wildblumenwiese angelegt hat. „Die soll auch bei uns hier zwischen dem Schulgebäude und der Sporthalle entstehen“, so Michaela Franz, die sich diesbezüglich mit der Stadt Herdecke abstimmt. „Das bedeutet viel Arbeit. Wir hoffen, dass wir das im Frühjahr umsetzen können.“

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