Trampolin

Herdecker will bei RTL-Show „Big Bounce“ ins Finale springen

Fünf Hindernisse musste Tristan Ampler im ersten Parcours überwinden. Ob er die nächste Runde und das große Finale (RTL strahlt dieses am 2. März aus) erreicht hat, darf der Herdecker Student im Vorfeld nicht verraten.

Foto: Markus Hertrich/RTL

Fünf Hindernisse musste Tristan Ampler im ersten Parcours überwinden. Ob er die nächste Runde und das große Finale (RTL strahlt dieses am 2. März aus) erreicht hat, darf der Herdecker Student im Vorfeld nicht verraten. Foto: Markus Hertrich/RTL

Herdecke.   Mehr als drei MillionenZuschauer sahen die ersten Ausgaben der RTL-Show „Big Bounce“. Freitag ist Tristan Ampler aus Herdecke im TV zu sehen.

Mit Schwung kommt Tristan Ampler zum Gespräch. Energiegeladen wirkt der Herdecker. Wie viel Elan und Sportsgeist in dem 20-Jährigen steckt, können an diesem Freitag voraussichtlich auch mehr als drei Millionen Fernsehzuschauer beobachten. Am 9. Februar zeigt RTL die nächste Folge der Trampolin-Show „Big Bounce“. Zur besten Sendezeit ab 20.15 Uhr ist dann auch Tristan Ampler zu sehen, wie er einen Parcours bewältigen und ins Finale des neuen TV-Formats springen will.

Der Zufall stand Pate. Vor einem Jahr war der Herdecker, der in Dortmund Logistik studiert, zum Babysitten bei einer befreundeten Familie zu Gast. Als die drei Kinder im Bett waren, schaltete Ampler den Fernseher an. Und sah bei dem Privatsender einen Ausschnitt mit dem Aufruf, sich für die neue Show zu bewerben. „Ich bin früher vier Jahre lang für die SU Annen in Witten Trampolin gesprungen und dachte mir daher: Das könnte was für mich sein.“ Noch am gleichen Abend entdeckte er im Internet das Anmeldeformular und schickte dieses ab.

Nach der Bewerbung im Januar 2017 hörte er drei Monate lang nichts, dann kam die Einladung zum Vorspringen beziehungsweise Casting. Im Mai fuhr Tristan Ampler dann in eine Halle nach Köln, hüpfte gekonnt auf einem dort aufgebauten Trampolin und gab vor einer kleinen Kamera ein Interview. Da fiel zum Beispiel die Frage, was er als Gewinner mit dem Preisgeld von 100 000 Euro anstellen würde. „Die gesamte Vorstellung ging vormittags von 9 bis 11 Uhr, aktiv war ich aber nur 20 Minuten, die restliche Zeit bestand aus Warten“, erinnert sich der Herdecker an das „Vorgeplänkel“. Er freute sich, dass mit Jonathan ein Freund aus Berlin ihn begleitete und erfuhr, dass sich 4000 Interessierte für „Big Bounce“ beworben hatten. Angesichts seiner sportlichen Erfahrungen („Andere sind da wie ein Flummi ‘rumgehüpft“) fuhr der Student nach seinem soliden Auftritt mit einem guten Gefühl zurück in die Ruhrstadt. RTL wolle sich melden.

TV-Aufzeichnung Ende November

Drei Monate lang herrschte dann aber wieder Funkstille. Dann kam eine E-Mail, dass Tristan Ampler zum engeren Kreis der 400 Teilnehmer gehöre und dass er sich im Produktionszeitraum November/Dezember Zeit nehmen solle. Die verbindliche Zusage für die TV-Aufzeichnung am 28. November kam am 12. Oktober, und zwar von der Produktionsfirma Endemol Shine. Fortan trainierte der Herdecker, der nach seiner Zeit bei der heimischen TSG nun Fußball bei der SpVg. Hagen 11 sowie Tennis beim TuS Ende spielt, gezielter für die Trampolin-Show. Dort sind Hindernisse zu überwinden, bei denen es auf Beweglichkeit, Geschicklichkeit, Gleichgewichtssinn und generell Fitness ankomme. „Da ich Trampolin springen kann, habe ich das alles aber recht locker gesehen.“

Nervöser war er dann bei der Abfahrt nach Holland. Seine Eltern und sein Kumpel Jonathan begleiteten ihn, vor dem Dreh stand noch eine Übernachtung an. Tags darauf am 29. November kam lautstarke Unterstützung aus der Heimat an. 17 Mitglieder umfasste der Herdecke-Fanclub, darunter Familie, Freunde, Kommilitonen und Kollegen aus der Gaststätte Korkenzieher vom Kampsträter Platz, wo Tristan Ampler gelegentlich arbeitet. „Andere Teilnehmer hatten ein oder zwei Begleitpersonen dabei, die Herdecker waren die Stimmungsmacher in der Halle und fielen mit einem Banner auch optisch auf.“

Die halfen dem damals noch 19-Jährigen auch, die Anspannung am Morgen auszuhalten. „Ich wusste ja nicht, was da auf mich zukommt. Ich war ähnlich aufgeregt wie vor einem Wettkampf.“ Der bestand aus insgesamt fünf Produktionstagen mit jeweils 80 Teilnehmern, die zu Duellen in zwei gleich aufgebauten Strecken mit Hindernissen (Trampolin, balancieren, abrollen) antraten. Wer zuerst den Buzzer erreichte, kam eine Runde weiter. Nach einem zweiten Wettlauf blieben dann am Ende eines Tages acht Finalisten übrig. Wer von den 40 Qualifikanten bei der letzten Ausstrahlung von „Big Bounce“ am 2. März den dicken Siegercheck entgegen nimmt, soll noch geheim bleiben.

Gegner mit viel Trampolin-Erfahrung

„Ich habe mich im ersten Parcours gut geschlagen, es wird richtig spannend, mehr darf ich nicht verraten“, sagt Tristan Ampler. Nach ersten Interviews zur Kandidaten-Vorstellung ab 9 Uhr musste er sich mittags dann mit einem zweimaligen Teilnehmer an deutschen Trampolin-Meisterschaften duellieren. „Ich war den ganzen Tag über im TV-Studio schon angespannt. Als ich am Start stand, war ich aber voll fokussiert und habe die Kameras nicht mehr wahr genommen.“

In jedem Fall sieht der Herdecker die Teilnahme an dem Fernsehformat, das er als Trampolin-Ausgabe von „Ninja Warrior“ bezeichnet, als aufregendes Erlebnis. Spiel, Spaß und Spannung in einem, dazu bemerkenswerte Lichteffekte und unterschiedliche Teilnehmer. „Der Parcours war richtig cool“, so Tristan Ampler. „Ich würde bei Big Bounce nochmal mitmachen.“

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