Soziales

Hilfe für Schülerinnen in Äthiopien

Bei der Spendenübergabe: Ahmedin Idris, 2. Vorsitzender von Etiopia Witten, und SI-Präsidentin Mechthild Heikenfeld.

Foto: SI Witten-Herdecke

Bei der Spendenübergabe: Ahmedin Idris, 2. Vorsitzender von Etiopia Witten, und SI-Präsidentin Mechthild Heikenfeld.

Herdecke.   Heimische Soroptimistinnen finanzieren Menstruationsvorlagen, damit Mädchen dem Unterricht nicht fernbleiben. Nachhaltiges Projekt

Für mindestens drei Jahre wird der Soroptimist International Club Witten-Herdecke 273 Mädchen in Äthiopien unterstützen. Sie alle besuchen die Chokon-Schule in Tigray, etwa 170 Kilometer südlich von Mekelle. Allerdings bleiben die Mädchen fast zwölf Wochen im Jahr der Schule fern und verpassen dadurch viel Unterricht, weil ihnen Menstruationsvorlagen fehlen. Das soll sich in Zukunft ändern.

Die Soroptimistinnen des Clubs Witten-Herdecke werden zunächst für drei Jahre die Produktion und Verteilung von waschbaren Menstruationsvorlagen und dazugehörigen Hosen finanzieren. Produziert werden diese in einer Textilfirma in Mekelle, die überdies 500 Frauen Arbeit bietet.

Universität begleitet das Projekt

Die Universität Mekelle, Kooperationspartnerin des Vereins Etiopia Witten e.V., übernimmt die Organisation und Begleitung dieses Projektes. Die Chokon-Schule, ebenfalls Patenschule des Vereins Etiopia Witten, wird den Schülerinnen außerdem einen speziellen Hygieneraum zur Verfügung stellen.

Mechthild Heikenfeld, derzeitige Präsidentin des SI Clubs Witten Herdecke, überreichte kürzlich Dr. Ahmedin Idris, dem Vize-Vorsitzenden von Etiopia Witten, die diesjährige Spende ihres Clubs in Höhe von 1500 Euro. „Wir freuen uns, dieses nachhaltige Projekt von Etiopia Witten zu unterstützen. Regelmäßiger Schulbesuch ist der Schlüssel zu einer besseren Zukunft für die jungen äthiopischen Frauen“, betonte die Clubpräsidentin.

Sie und ihre Clubschwestern engagieren sich lokal und national für die Verbesserung der Lebensverhältnisse von Frauen und Mädchen sowie für eine aktive Teilnahme von Frauen an Gestaltung und Führung in Arbeitswelt, Gesellschaft und Politik.

Aber auch internationale Ziele hat sich die weltweit agierende Organisation gesetzt. Sie will die rechtliche Stellung und Rechtssicherheit für Mädchen und Frauen verbessern, will Bildung, Ausbildung, Karriere sowie eine gesunde Umwelt mit Zugang zu Wasser, Nahrung und Gesundheitsversorgung, ein sicheres Einkommen ermöglichen.

Existenziell für die Zukunft

Mit Mechthild Heikenfeld, der Präsidentin des Soroptimisten-Clubs Witten-Herdecke, hat Redakteurin Elisabeth Semme über das aktuelle und weitere Projekte gesprochen.

Für das aktuelle Spenden-Projekt kooperieren Sie mit dem Verein Etiopia Witten. Ist das eine erste einmalige Zusammenarbeit oder besteht diese schon länger?

Mechthild Heikenfeld: Wir sind schon länger mit Ethiopia Witten e.V. im Gespräch. Die Schul-/Educationprojekte des Vereins haben uns sehr beeindruckt. Gemeinsam mit Dr. Idris haben wir jetzt als erste konkrete Zusammenarbeit dieses für die äthiopischen Mädchen für ihre Zukunft existentielle Projekt entwickelt. Es wird eine kontinuierliche Zusammenarbeit begründen.

Soroptimisten engagieren sich lokal, national und auch weltweit für Frauen und Mädchen. Welche anderen Projekte liegen Ihnen im Club Witten-Herdecke derzeit noch besonders am Herzen?

Wir unterstützen im Jahr 2018 unter anderem das Projekt Stop Mutilation e.v., Wildwasser e.V., und das eigene selbst entwickelte Projekt „Starke Mütter – Frauen mit Herz“. Unsere finanziellen Mittel stammen aus dem Erlös unseres jährlichen Events in Herdecke-Kirchende „Sing mit“ und dem Weihnachtsmarkt in Kirchende sowie privaten Spenden.

Gibt es derzeit auch in Herdecke ein Projekt oder Gruppen, denen Sie unter die Arme greifen

Mit dem Projekt „Starke Mütter – Frauen mit Herz“ unterstützen wir alleinerziehende, berufstätige, studierende Frauen durch Angebote für Beratung und Coaching, Gesundheit, Freizeitgestaltung etc. Die 30 Clubschwestern können hier auf ihre persönlichen und beruflichen Kompetenzen zurück greifen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik