Unwetterfolgen

Hochwasser: kein Freizeitbetrieb am Harkort- und Hengsteysee

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Der Dauerregen sorgte am Mittwoch dafür, dass auch die Ruhr über die Ufer trat. Freizeit-Aktivitäten auf dem Harkort- und Hengsteysee hat die Bezirksregierung vorerst verboten.

Der Dauerregen sorgte am Mittwoch dafür, dass auch die Ruhr über die Ufer trat. Freizeit-Aktivitäten auf dem Harkort- und Hengsteysee hat die Bezirksregierung vorerst verboten.

Foto: Steffen Gerber

Wetter/Herdecke.  Wetter und Herdecke: Nach dem Hochwasser hat die Bezirksregierung alle Aktivitäten auf dem Hengsteysee und Harkortsee bis 12. August untersagt.

Die Bezirksregierung Arnsberg sperrt die Stauseen an der unteren Ruhr bis 12. August, 24 Uhr, für alle privaten und gewerblichen Freizeitaktivitäten im und auf dem Wasser.

Die Sperrung betrifft, so steht es in einer Mitteilung von Mittwoch, folgende Gebiete: Hengsteysee (zwischen Hagen, Dortmund und Herdecke), Harkortsee (zwischen Hagen, Herdecke und Wetter) und Kemnader See (zwischen Bochum, Hattingen und Witten). Die Verordnung gelte nicht für Wasserfahrzeuge der Ordnungsbehörden, des Ruhrverbands, des Freizeitzentrums Kemnade und der Katastrophenschutzorganisationen.

Zur Begründung heißt es: Durch das außerordentlich große Hochwasser der vergangenen Woche führe die Ruhr sehr viel Treibgut und birgt damit nicht abschätzbare Gefahren. Zerstörte Wohnwagen und Boote weisen teilweise spitze Teile auf, die sich im Untergrund verhaken können. Ausreichende Sichttiefen, um auf angespülte Gefahren und Hindernisse im Wasser reagieren zu können, seien aktuell nicht gegeben. Auch die Bojenketten zur Markierung von gesperrten Bereichen, etwa vor Kraftwerken und Stauwehren, sind zum Teil nicht mehr an den vorgesehenen Orten, so dass auch diese Gefahren bei der Wassersportausübung nicht rechtzeitig erkennbar sind. Die Wasserspiegel haben sich zwar mittlerweile weitgehend normalisiert, doch sind die Strömungen immer noch weitaus stärker und gefahrvoller als zu dieser Jahreszeit üblich.

Der Ruhrverband werde die Lage in den Stauseen in den nächsten Tagen weiter erkunden und Gefahrenstellen beheben oder markieren, damit die Einschränkungen so bald wie möglich wieder aufgehoben werden können. Die Bezirksregierung bittet die Wassersporttreibenden und betroffenen Nutzer der Stauseen um Verständnis für diese zu ihrem eigenen Schutz erforderliche Maßnahme, heißt es abschließend in der Presseerklärung.

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