Kultur

„Honigmond“ hat in Wetter Premiere

Drei Freundinnen, drei Lebensentwürfe: Mona Köhler, Joelle Albrecht und Alina Stöteknuel (von rechts) spielen drei sehr unterschiedliche Frauen in „Honigmond“.

Foto: Franziska Hoppen

Drei Freundinnen, drei Lebensentwürfe: Mona Köhler, Joelle Albrecht und Alina Stöteknuel (von rechts) spielen drei sehr unterschiedliche Frauen in „Honigmond“.

Wetter.   Mit „Honigmond“ bringt das Koffertheater in Wetter ein „verrücktes Stück“ auf die Bühne. Es geht um Frauen. Und um Männer. Stoff genug.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

„Honigmond“ heißt das aktuelle Stück des Koffertheaters, in dem drei Leben aufeinander treffen. Es geht um drei Freundinnen mit ziemlich unterschiedlichen Charakteren und Einstellungen zu Männern: Lisa kennt sich mit Männern aus. Eigenständig und selbstbewusst genießt sie ihr Leben und verdreht der internationalen Männerwelt den Kopf. Eine attraktive, junge Frau eben, die sich ihre Türen noch selber aufmacht.

Linda wittert Risse in der Fassade

Ganz im Gegenteil zu ihrer Mitbewohnerin Christine, in deren Leben bis jetzt das beste die Scheidung war und die die ständigen Anrufe von Lindas Verehrern langsam nerven. Mit voller Konzentration auf ihre Karriere wartet sie mehr oder weniger geduldig auf ihren Traummann.

Als dritte im Bunde gibt es dann noch Christines Freundin Barbara. Diese lebt in einer perfekten Beziehung mit ihrem perfekten Mann Manuel. Während sie für Christine ein wahres Leuchtturm-Paar abgeben, wittert Linda schon Risse in der schönen Fassade. Es entwickelt sich ein Abend, an dem drei völlig unterschiedliche Lebensentwürfe ungebremst aufeinander prallen.

Alles kommt auf den Tisch

Ein Abend, an dem einmal alles gesagt werden darf, an dem es keine Tabus gibt und in dessen Verlauf drei Leben völlig verändert werden. „Es ist ein kleines, verrücktes Stück mit vielen Dialogen“, sagt die junge Regisseurin Maria Sichelschmidt, die erst 18 Jahre alt ist, das erste Mal selbst Regie führt und außerdem auch noch gerade Abitur macht.

Was dem Publikum als selbstverständlich erscheint, musste bei den Proben hart erarbeitet werden. Maria Sichelschmidt hatte sich zunächst viel über das Stück im Kopf ausgemalt. Bei den Proben zeigte sich dann jedoch, dass vieles so nicht machbar ist und umgeändert werden musste – zum Beispiel, wenn die Schauspieler sich gegenseitig verdecken. Das sieht man nicht von der Bühne aus, sondern nur aus dem Publikum heraus.

Regiearbeit als Herausforderung

So musste die junge Regisseurin nicht nur lernen, sich zu distanzieren, sondern auch Kritik üben zu können – nicht ganz einfach, zumal sie zu allen Schauspielern ein enges persönliches Verhältnis hat. Bei der Wahl zu ihrem ersten Stück, Honigmond, standen für Maria Sichelschmidt Aspekte wie „einfache“ Inszenierung, wenig Schauspieler und simples Bühnenbild im Vordergrund. Außerdem sollte es „nicht zu witzig und nicht zu tiefsinnig“ sein. Ihre erste Regiearbeit sei dennoch eine Herausforderung: „Das ist ein Risiko, aber sie haben ihr Vertrauen in mich gesetzt. Es ist schön, diese Möglichkeit zu bekommen.“

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik