Bürger-Idee

Hundewiese etwa am Ruhrufer wäre für Herdecke ein Gewinn

Anne Mertens und Jürgen Middendorf sind oft mit ihren Hunden (Mischling Finn und Pointer Barney, rechts) in Herdecke unterwegs. Sie wünschen sich eine Hundewiese ohne Leinenzwang, etwa unterhalb vom Friedrich-Harkort-Gymnasium

Anne Mertens und Jürgen Middendorf sind oft mit ihren Hunden (Mischling Finn und Pointer Barney, rechts) in Herdecke unterwegs. Sie wünschen sich eine Hundewiese ohne Leinenzwang, etwa unterhalb vom Friedrich-Harkort-Gymnasium

Foto: Steffen Gerber

Herdecke.  Zwei Bürger aus Herdecke regen die Einrichtung einer Hundewiese in Herdecke an, etwa am Ufer nahe der FHS. Stadt verweist auf Hochwasserschutz.

Anne Mertens und Jürgen Middendorf sind oft mit ihren Hunden im Stadtgebiet unterwegs. Und zwar vorschriftsgemäß, wie die beiden Herdecker betonen. Mischling Finn und Pointer Barney, die beide über eine Tierschutz-Aktion aus Spanien hier hin kamen, führt das Duo stets an der Leine. „Daran halten wir uns. Die sollen aber auch mal richtig losrennen können. Daher regen wir an, in Herdecke eine Hundewiese einzurichten.“

Bei ihren Gassigängen durch Herdecke haben Anne Mertens und Jürgen Middendorf auch schon eine konkrete Örtlichkeit ins Blickfeld genommen. Und zwar das Flussufer unter der Friedrich-Harkort-Schule (FHS). „Auf der Wiese unterhalb des Ruhrtalradwegs direkt am Wasser könnte man doch eine Fläche einrichten, in der der Leinenzwang aufgehoben wird“, meinen die Beiden und sind sich sicher: „Wir sind nicht die einzigen Hundehalter, die so etwas befürworten. Das haben wir aus vielen Gesprächen mit Gleichgesinnten erfahren, etwa auf Wegen unterhalb des Westfalia-Quartiers.“

Kein großer Aufwand für kleine Fläche

Mertens und Middendorf verstehen ihre Idee als Anregung, sie wollen auch keine großen Kosten verursachen. Ihnen schwebt eine eingezäunte Hundeauslaufzone vor. „Die muss ja nicht riesig sein, ungefähr so lang wie ein halbes Fußballfeld. Für einen Plausch unter Hundehaltern wären zwei Bänke zum Hinsetzen mit einem Tisch ebenso wünschenswert. Vielleicht könnte man dafür Sponsoren gewinnen, dafür würden wir uns auch eventuell einsetzen.“

Ihrer Kenntnis nach gebe es solche Flächen in Dortmund oder in Hagen-Haspe. Andere verweisen auf Vergleichbares in Witten oder Hattingen. Entsprechend nachvollziehbar sei doch das Herdecker Interesse, meinen die beiden Bürger. „Denn dort können die Hunde auch mal richtig loslaufen und abstoppen“, ohne dass Spaziergänger oder Radfahrer gestört würden.

Einem Vorstandsmitglied des Hundesportvereins Herdecke kommt die Idee bekannt vor, „doch vor vielen Jahren ist daraus nichts geworden“, hieß es.

Erste Einschätzung aus dem Rathaus

Auf Anfrage der Redaktion teilte die Stadtverwaltung Herdecke nun mit, dass bisher niemand mit einem solchen Vorschlag im Rathaus vorstellig geworden sei. Eine Hundewiese unterhalb des Friedrich-Harkort-Gymnasiums werde vor dem Hintergrund nicht möglich sein, da dort aufgrund des Hochwasserschutzes kein Zaun direkt am Ufer eingerichtet werden kann, so eine erste Einschätzung.

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