Planungen

IGA 2027: Hagen schließt sich mit bisher leeren Händen an

Es gibt bereits eine Entwicklungsstudie Mittleres Ruhrtal, die unter Beteiligung von Wetter und Herdecke entstanden ist.

Es gibt bereits eine Entwicklungsstudie Mittleres Ruhrtal, die unter Beteiligung von Wetter und Herdecke entstanden ist.

Foto: RVR / Dirk Friedrich

Wetter/Herdecke/Hagen.  Am kommenden Mittwoch wird Hagen als Kooperationspartner für die IGA 2027 vorgestellt. Momentan hat die Stadt aber nichts dafür anzubieten.

Der Rat der Stadt Hagen hat sich am Donnerstagabend mit dem Gelände rund um das Gelände des ehemaligen Rangierbahnhofes Hengstey, der zum Herzstück des Freizeit- und Naherholungsgebietes Seepark werden soll beschäftigt. Dieses Gelände war ursprünglich als Teil des gemeinsamen Projekts Mittleres Ruhrtal der Städte Wetter, Herdecke, Hattingen, Witten und Hagen für die IGA 2027 geplant.

Wie bereits berichtet, ist das angedachte Seepark-Gelände aktuell für Bahnzwecke gewidmet. Daher kann es von der Stadt nicht überplant werden und steht für die Internationale Gartenausstellung im Jahr 2027 (IGA 27) somit nicht zur Verfügung. Es sei denn, die Bahn akzeptiert für den angedachten Bau eines Umspannwerks (Amprion) sowie eines Umrichterwerks (DB Energie) zwei Alternativflächen, die die Stadt über ihre Tochter WBH und den Ruhrverband an der Dortmunder Straße anbietet. Dort müsste allerdings für etwa zwei Millionen Euro ein Regenklärbecken versetzt werden, was der Stadt finanziell komplett auf die Füße fallen könnte. Obendrein sollen auch die Mehrkosten für die Realisierung auf den Alternativflächen zwischen DB Energie, Amprion und Stadt aufgeteilt werden. Nach welchem Schlüssel, bleibt in der vorverhandelten Absichtserklärung völlig offen.

Sondersitzung am 12. März

Der Rat der Stadt Hagen will nun am 12. März in einer Sondersitzung des Rates eine Entscheidung treffen. Bis zu diesem Termin möchte das übergeordnete Eisenbahnbundesamt Klarheit haben, ob sich Stadt und Bahn friedlich einigen, oder Hagen letztlich gegen die Widmung des städtischen Seegrundstücks für Bahnzwecke vor Gericht zieht.

Seitens der Hagener SPD schlug der dortige Ratsherr Jörg Meier vor, die Seepark-Idee auf dem Klageweg weiter zu verfolgen, aber parallel die IGA-Fördertöpfe mit einem Entwicklungskonzept für den Harkortsee anzuzapfen. Immerhin geht es bei dem Projekt um viel Geld für die Realisierung.

Unabhängig von dieser Zeitplanung wollen sich die Bürgermeister der planenden Fachbereiche der Städte Witten, Wetter, Herdecke, Hattingen und Hagen am kommenden Mittwoch im Rathaus Witten treffen, um Hagen als weiteren Partner zu präsentieren und die gemeinsamen Pläne und Projekte, unter anderem im Bereich der Entwicklungskonzeption, zu erörtern.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben