Tourismus

Illumination und Konzerte an der Burg sollen Radler locken

Die Beschilderung des Ruhrtalradwegs lässt für viele Auswärtige noch zu wünschen übrig. Wo bin ich und wo kann ich hin? Fragen, die beantwortet werden sollen.

Die Beschilderung des Ruhrtalradwegs lässt für viele Auswärtige noch zu wünschen übrig. Wo bin ich und wo kann ich hin? Fragen, die beantwortet werden sollen.

Foto: Steffen Gerber

Wetter.   Externes Büro macht Vorschläge, wie Wetter von Ruhrtalradweg-Touristen profitieren könnte

Die Zahlen der Nutzer des Ruhrtalradwegs steigen an. Doch die Stadt Wetter profitiert nicht davon. Woran liegt das? Das erkundete das Büro stadtVerkehr aus Hilden. Raumplanerin Mira Isfort stellte die Ergebnisse und eine Marketingstrategie im Stadtentwicklungs-, Wirtschaftsförderung- und Bauausschuss vor.

Zunächst analysierte das Büro die Situation vor Ort. Die Erkenntnis, dass der Radweg an Wetter vorbeigeht, aber nicht in die Stadt hineinführt, ist nicht neu. Dass die Übernachtungszahlen in Wetter gesunken sind, ist aufgrund fehlender Möglichkeiten auch nicht überraschend. Für hochgezogene Augenbrauen hingegen sorgten die vorgeschlagenen Maßnahmen, die für mehr Radtourismus in der Stadt sorgen sollen. Der vor sich hingemurmelte Kommentar des Ausschussvorsitzenden Johann Fiolka „Wer das nötige Geld dafür findet, bitte bei uns abgeben“, sprach Bände.

Die Vorschläge setzten darauf, herauszustellen, was die Stadt Wetter Einzigartiges bietet. Welche Eigenschaften sollen transportiert werden, und wie kann auf die Zielgruppen des Ruhrtalradwegs eingegangen werden? Die Zielgruppe ergibt sich aus einer vor Ort Befragung. Dabei stellte sich heraus, dass die größte Gruppe der Radfahrer im Alter zwischen 50 und Ende 70 zu finden ist. Mehr als ein Drittel der Befragten ist mit einem E-Bike unterwegs. Für lohnenswerte Ziele abseits der Strecke würden sie einen Umweg von bis zu fünf Kilometern in Kauf nehmen.

Nächtliche Lesungen

Daraus sichtete das Büro die Burgruine in der Freiheit, den Seeplatz, den Bürgerpark mit der Villa Vorsteher, den Stadtsaal, die Innenstadt und die Unterführung am Bahnhof als mögliche Attraktionen. Dort sollen möglichst attraktive Rast- und Verweilplätze geschaffen werden, die beispielsweise an der Burg einen Bick auf den Harkortsee gewähren. Die Beschilderung müsste an allen Orten verbessert werden. „An der Burg könnten wir uns kleinere Events wie Konzertreihen und nächtliche Lesungen vorstellen“, so Isfort. Zudem sollte die Burgruine illuminiert werden, um sichtbarer zu werden. Gleiches gilt für die Villa Vorsteher. Dort kann sich das Büro vorstellen, dass das Element Wasser stärker in den Vordergrund gerückt wird, durch einen Wasserspielplatz oder einen Brunnen. Der Seeplatz sei bereits durch die Gastronomie und das Seefest attraktiv, könnte aber noch verbessert werden. Open-Air-Kino, Flohmärkte oder ein Fest der Lichter wären denkbar. Zudem soll die Schifffahrt als Zwischenevent für Radfahrer besser vermarktet werden. Für die Unterführung am Bahnhof wünscht sich Isfort mehr Beleuchtung. Beispiele aus anderen Städten gebe es genug: Da die Umgestaltung des Stadtsaalumfelds bereits in Planung sei, gab es hier nur die Anregung, auch kleinere Theatervorführungen oder Konzerte zu bedenken. Letztlich traf das Büro stadtVerkehr mit seinen Überlegungen zur Innenstadt einen wunden Punkt: Radfahrfreundliche Gastronomie und Unterkünfte sollten dort geschaffen werden.

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