Gastronomie

Im Bahnhof von Alt-Wetter macht das „Lox“ auf

Gastronom Sascha Masurkewitsch (links) hat viele Ideen: Bürgermeister Frank Hasenberg, Patricia Weinstock und Manfred Sell von der Stadt hören zu.

Foto: Klaus Görzel

Gastronom Sascha Masurkewitsch (links) hat viele Ideen: Bürgermeister Frank Hasenberg, Patricia Weinstock und Manfred Sell von der Stadt hören zu. Foto: Klaus Görzel

Wetter.   Fingerfood kommt an Seilbahn zu den Gästen, und im Obergeschoss gibt es Dinner im Dunklen. Ab Oktober soll Gaststätte bis ins Revier hinaus strahlen.

Seit Montag hat der neue Hausherr im historischen Bahnhof von Alt-Wetter den Schlüssel in der Tasche. Bis Anfang Oktober will Sascha Masurkewitsch mit der Umgestaltung der Gasträume fertig sein. Dann geht das „Lox“ an den Start. Der Name ist ein bisschen ein Spiel mit den Loks, wie sie am Bahnhof vorbei rauschen. Aber eigentlich geht es ihm um Steampunk, und das ist ein Stil, der das viktorianische Zeitalter und Phantasiemaschinen zusammenbringt.

Maschinenzauber und Kostüme

„Wir werden einen Hut tragen und Fliegerbrillen“, sagt Manfred Westfalen, ganz wie es zum Steampunk passt. An sechs Tagen in der Woche steht er künftig in Wetter hinter der langgezogenen Bar oder bedient an Tischen und Sitzgruppen. Bisher hat er in Witten im „Excalibur“ ausgeschenkt, einem Erlebnisrestaurant mit einer besonderen Vorliebe fürs Mittelalter. Betrieben wird es ebenfalls von Sascha Masurkewitsch. Mit seinem Sohn hat er hier ein besonderes Angebot geschaffen, wie auch im „Almrausch“ in Bergkamen.

Das „Ruhrgold“, die erste Lokalität im damals frisch herausgeputzten historischen Bahnhof, hat auch der Wittener wahr genommen. „Das soll auch das Beste gewesen sein“, sagt er über die eher glücklosen Versuche danach, mit einem gastronomischen Konzept im alten Bahnhof bei den Wetteranern anzukommen. Das „Ruhrgold“ hatte Pub-Atmosphäre, und so soll es auch im „Lox“ wieder sein. „Ein reines Restaurant wird das nicht werden“, stellt Sascha Masurkewitsch klar. Aber was dann?

Extras im Obergeschoss

Viele Ideen bringt der neue Gastgeber mit. Ein Zeppelin soll im Eingangsbereich über den Gästen schweben, eine „offene Bühne“ Künstler und Publikum ins Haus bringen. Eher herumsprechen dürfte sich aber die Seilbahn, die in der Nähe des Küchenbereiches die Gäste mit Fingerfood beliefern wird. Beim Besuch eines japanischen Restaurants ist Sascha Masurkewitsch auf den Trichter gekommen: Nirgends herrschte so viel Betrieb wie direkt an dem Laufband, das Speisen vor den Augen der Gäste vorbei ziehen ließ. Bei ihm wird nun aus dem Laufband eine Hängepartie.

Als Chance sieht er den zweiten Raum eine Etage höher. Hier soll etwa „Dinner in the Dark“ angeboten werden: „Unsere Leute arbeiten mit speziellem Nachtsichtgerät im Dunkeln“, klärt Masurkewitsch auf. Gruppen hat er dabei im Sinn, auch Firmen und Familien, die etwas zu feiern haben. Die können sich auch auf die Spuren von Jules Verne begeben. „Erleben sie Geschichten aus fantastischen Welten, dazu ein fantastisches Mahl“, wirbt das Programm für vier Stunden Programm und Live-Musik.

„Aber ein normales Bier bekomme ich bei Ihnen auch?“, fragt Bürgermeister Frank Hasenberg bei einem Baustellenbesuch. Ja, so ist es, wird er beruhigt, wenn es sein soll auch ein Dampfbier oder ein Klosterbräu. Zur Tea-Time wird am frühen Nachmittag geöffnet, danach soll es dann die Mischung aus gemütlichem Pub und besonderem Angebot bringen.

Seit das „Modern Greek“ den Laden geräumt hat, gab es viele Nachfragen, berichtet Manfred Sell von der Stadtverwaltung. Eine Handvoll Bewerber sei übrig geblieben. Das „Lox“ machte schließlich das Rennen: „Wir fanden die Ideen ganz spannend.“

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