Sanierung

In der Sporthalle in Kirchende wird kräftig gearbeitet

Die Arbeiter haben schon Teile der Sanitäranlage nach draußen befördert. Die Halle ist gesperrt. Über den Fortschritt der Sanierung freuen sich (von links):  Rudolf Lüneborg, Fachplaner HLS, Claudia Schulte, Leiterin Gebäudemanagement und Jessica Rausch, Leitung des Amts für Schule, Kultur und Sport.

Die Arbeiter haben schon Teile der Sanitäranlage nach draußen befördert. Die Halle ist gesperrt. Über den Fortschritt der Sanierung freuen sich (von links): Rudolf Lüneborg, Fachplaner HLS, Claudia Schulte, Leiterin Gebäudemanagement und Jessica Rausch, Leitung des Amts für Schule, Kultur und Sport.

Foto: Yvonne Held

Herdecke.   Eine Hallentrennwand sorgte in vergangenen Woche zur Sperrung der Sporthalle Kirchende. Jetzt sind alle Sanierungsmaßnahmen angelaufen.

Nachdem in der vergangenen Woche die Sporthalle Kirchende vorzeitig gesperrt werden musste, weil sich Teile der Trennwand gelöst hatten, sind Handwerker nun eifrig dabei, die sowieso geplanten Sanierungsmaßnahmen in der Halle Am Berge umzusetzen.

Am Dienstag der vergangenen Woche hatte sich beim Herunterlassen der Trennwände ein Teil des Vorhangs gelöst. Da sich bei dem Vorgang niemand in der Halle aufhalten darf, bestand auch keine Gefahr für Personen. Zudem griff die Fangvorrichtung der Trennwand. Wo genau der Fehler oder Defekt lag, wird nun untersucht. „Die Trennwände werden einmal im Jahr geprüft, das war eigentlich für die Osterferien geplant“, berichtet Claudia Schulte, Leiterin des Gebäudemanagements.

Die Trennwände sind seit dem Bau der Halle 1984 in der Sportstätte. Neben der regelmäßigen Wartung wurden seitdem kleinere Teile ausgetauscht, aber nie die kompletten Vorhänge, wie beispielsweise 2006 in der Bleichsteinhalle und an der Friedrich-Harkort-Schule.

Doch nicht nur die Trennwände stehen auf dem Sanierungsplan. Ursprünglich sollte die Halle ab den Osterferien für die technische Sanierung der Duschen und Trinkwasseranlage gesperrt werden. „Wir hatten im vergangenen Jahr ein Legionellen-Problem hier. Das hängt hauptsächlich mit dem veränderten Verhalten der Nutzer zusammen“, sagt Rudolf Lüneborg, Fachplaner für Heizungs-, Lüftungs- und Sanitäranlagen (HLS). Demnach würden die Sportler nicht mehr in der Sporthalle duschen, sondern Zuhause. „Ich gehe davon aus, dass von den 36 Duschen etwa fünf wirklich genutzt werden“, vermutet Lüneborg. In der alten Anlage stand somit das Wasser in den Leitungen. Die Hausmeister haben dann nach Plan die Leitungen durchgespült.

Automatische Spülung

„Die neue Anlage ist mit einem Server verbunden. Die Duschen sind dann in Gruppen angeordnet. Wenn sie nicht genutzt werden, wird automatisch nach 72 Stunden gespült“, erläutert Lüneborg. So ist sichergestellt, dass die Spülung wirklich nur dort erfolgt, wo sie auch benötigt wird. Das spart Wasser. Da für die Maßnahmen sowieso die Fliesen von den Wänden und vom Boden entfernt werden müssen, nutzt die Stadt die Gelegenheit und erneuert diese gleich mit.

Doch die Sanitäranlagen sind nicht die einzigen Bereiche, in denen kräftig gewerkelt wird. Auch die Sanierung der Abhangdecken in den Fluren steht auf dem Plan. „Das waren noch Holzdecken. Als das Gebäude 1984 gebaut wurde, war das mit dem Brandschutz vereinbar“, sagt Claudia Schulte. Wenn die Maßnahmen alle abgeschlossen sind, erstrahlt die Sporthalle sogar buchstäblich in neuem Licht, denn auch der alten Beleuchtung geht es an den Kragen. Die Lampen werden durch LEDs ersetzt, zudem wird die Notbeleuchtung erneuert.

Betriebskosten im Blick

„Wir wollen keine Flickschusterei, sondern alles in einem Zuge richtig machen“, erklärt Rudolf Lüneborg den Umfang der Sanierung. Außerdem sagt er: „Wir müssen anfangen, in Betriebskosten zu denken und nicht immer in Investitionskosten.“ Auf Dauer würde die Unterhaltung der Halle nämlich wesentlich teuerer, wenn nicht saniert würde.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben