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Infos für Wetteraner zur Jubiläumswoche und zur Extraschicht

Die Burgruine in der Freiheit ist einer von zwei Spielorten bei der Extraschicht am Samstag in Wetter und Schauplatz für viele Veranstaltungen während der Jubiläumswoche zum 200. Geburtstag der von Friedrich Harkort begründeten Mechanischen Werkstätten.

Die Burgruine in der Freiheit ist einer von zwei Spielorten bei der Extraschicht am Samstag in Wetter und Schauplatz für viele Veranstaltungen während der Jubiläumswoche zum 200. Geburtstag der von Friedrich Harkort begründeten Mechanischen Werkstätten.

Foto: Klaus Görzel

Wetter.  Am Freitag startet die Jubiläumswoche 200 Jahre Mechanische Werkstätte mit einer Ausstellung. Hier gibts alle Infos zur Extraschicht und Termine.

Die Jubiläumswoche anlässlich der Feierlichkeiten zu 200 Jahren Mechanische Werkstätte beginnt an diesem Freitag in Wetter mit der Eröffnung der Ausstellung „Die Freiheit unter Dampf“. Es folgt das Extraschicht-Spektakel am Samstag rund um die Burgruine und im Demag-Distributionszentrum an der Ruhrstraße. Sonntag geht es mit einem bunten Familiennachmittag und am Abend mit der Premiere des mittelalterlichen Singspiels „Die zwei Burgen“ in der Freiheit weiter. Das Koffertheater hat mit Unterstützung aus der Nachbarschaft ein Stück mit historischen Kostümen und stadtgeschichtlichen Inhalten konzipiert, das bis zum 7. Juli dreimal vor der historischen Kulisse der Burgruine zu sehen sein wird. In der Jubiläumswoche folgen noch Vorträge, Konzerte und Kinofilme.

Mittelalterliches Singspiel

Ein mittelalterliches Singspiel vor besonderer Kulisse: Das Koffertheater führt während der Jubiläumswoche am 30. Juni, 5. und 7. Juli das Stück „Die zwei Burgen“ in der Freiheit auf. „Das ist eine runde Geschichte, geht es doch um Stadtgeschichte, Liebe, Konflikte und einen traumhaft schönen Spielort“, sagt Tina Pirschel, die mit Koffertheater-Mitbegründer Thomas Klutzny Regie führt.

Dabei kann sich das Duo auf ein Skript stützen, das Klaus Mitschke nach aufwendiger Recherche schrieb.

„Die Pläne dafür begannen schon 2017, erste Fassungen haben wir dann vor einem Jahr besprochen“, so Pirschel. Einbezogen waren auch Musiker wie Gitarrist Wolfgang Brust und Schlagzeuger Klaus H. Schröder, die mit einer Querflötenspielerin für den passenden Akustik-Klang sorgen wollen.

Hinzu kommen 13 Schauspieler (darunter eine Bänkelsängerin), die dank vieler fleißiger Hände in entsprechenden Kostümen die Zuschauer ins Mittelalter entführen wollen. Und zwar konkret ins Jahr 1324, als nach der Schlacht von Worringen die Beziehungen zwischen Wetter und Volmarstein relativ entspannt sind, zumal die Burg Volmarstein nach der Zerstörung wiederaufgebaut worden ist.

Doch das Verhältnis verschlechtert sich. Diese Gegnerschaft führt auch zu Problemen bei zwei Liebenden. „Wir wollen schon Stereotypen aus dem Mittelalter darstellen und den Zeitsprung veranschaulichen“, so Regisseurin Pirschel.

Einmal konnte das Ensemble, das aus Schauspielern im Alter von 18 bis 70 Jahren besteht und Unterstützung aus dem Ensemble Hasper Hammer sowie vom Theater unterm Schloss Hohenlimburg erhält, vor der Burgruine proben. Seit einem Jahr trifft sich die Combo, die Nervosität vor der Premiere am Sonntag steigt. Und nach den drei Aufführungen an dem historischen Spielort soll das Singspiel „Die zwei Burgen“ dann nochmals im September in der evangelisch-reformierten Kirche in der Freiheit zu sehen sein.

Tipps zu Extraschicht

Erstmals ist Wetter eine von 24 Städten, die jetzt am Samstag an der Extraschicht teilnehmen. Vor der Nacht der Industriekultur am 29. Juni von 18 bis 2 Uhr mit 50 Spielorten und mehr als 2000 Künstlern gibt der Veranstalter einige Tipps, auch bezüglich des Busverkehrs.

An den Abendkassen der Spielorte kann es laut Mitteilung zu längeren Wartezeiten kommen. Ruhr-Tourismus empfiehlt daher, den bis zum 28. Juni laufenden Vorverkauf wahrzunehmen. Noch bis Freitag ist das Extraschicht-Ticket für 17 bzw. 14 Euro ermäßigt an 300 Vorverkaufsstellen (u.a. bei Wetters Lichtburg an der Kaiserstraße 94) erhältlich, an der Abendkasse kostet es 20 Euro.

Besucher sollten sich vorab entscheiden. Ideal sind demnach maximal drei Spielorte, möglichst an derselben Shuttlebuslinie. Wetter mit den Standorten Freiheit/Burgruine und Demag-Hochregallager ist im Halbstundentakt erreichbar über die Extraschicht-Buslinie (ES) 25, die zwischen den Elbershallen Hagen sowie dem Dortmunder Brauerei-Museum verkehrt und auch am Herdecker Rathaus hält. Weitere Stationen: Hagen Hbf, Dortmunder U und Deutsches Fußballmuseum. Die erste Fahrt der ES 25 erfolgt ab 17.12 Uhr von den Elbershallen bzw. 17.38 Uhr vom Brauerei-Museum.

Hinweis aus der Nachbarschaft: Die VER verstärkt ihr Linien-Angebot und verkehrt auf der Linie ES16 mit den Stationen Eisenbahnmuseum Bochum, Hattingen (LWL-Industriemuseum, Feuer-Wehrk) und dem LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall in Witten.

Eintrittskarte für gesamtes VRR-Netz

Die Eintrittskarte gilt in sämtlichen Extraschicht-Busshuttlelinien sowie im gesamten VRR-Nahverkehrsnetz und im Teilraum Ruhr-Lippe des Westfalen-Tarifs, und zwar ganztägig am 29. Juni und sogar bis 7 Uhr am 30. Juni. Wer mit dem Auto unterwegs ist, kann es ins Demag-Parkhaus in der Ruhrstraße stellen. In der Freiheit kann aus Sicherheitsgründen am 29. Juni niemand parken.

Ruhr-Tourismus empfiehlt eine Vorab-Planung, um Zeit zu sparen und unnötige Wege zu vermeiden. Wer individuell vorgehen will, kann sich über www.extraschicht.de/merkzettel Infos zu Adressen, Programmpunkten und Shuttlebuslinien anlegen. Hilfreich könnte die Verbindungsübersicht über die Seite http://fahrtenplaner.vrr.de/extraschicht sein, u, die schnellste Verbindung der Spielorte zu ermitteln.

Tipps, Infos und Neuigkeiten: Mit dem kostenlosen WhatsApp-Newsletter werden die Extraschichtler laut Mitteilung mit aktuellen Nachrichten in der Nacht der Industriekultur versorgt. Einfach die Nummer +49 160 99284056 als Kontakt abspeichern und eine Nachricht mit „Start“ senden, dann laufen Hinweise über WhatsApp ein.

Besucher können zudem ab dem 29. Juni unter www.extraschicht.de/fotowettbewerb ihre zwei besten Bilder hochladen und am Fotowettbewerb teilnehmen.

Die Termine

Das Programm zur Jubiläumswoche 200 Jahre Mechanische Werkstätte:

Freitag, 28. Juni

16 Uhr: Eröffnung der Ausstellung „Die Freiheit unter Dampf“, Burgstraße 17, Eintritt frei.

Samstag, 29. Juni

18-2 Uhr: Extraschicht, Burg Wetter, Freiheit und Demag-Distributionszentrum (Ruhrstraße).
17-22 Uhr: Ausstellung „Die Freiheit unter Dampf“, Burgstraße 17.

Sonntag, 30. Juni

10 Uhr: Gottesdienst der Ev.-Reformierten Gemeinde, Freiheit.
15-18 Uhr: Kinder- und Familiennachmittag mit Hüpfburg sowie Karussell, rund um die Burgruine.
16 Uhr: Kino „Charlie und die Schokoladenfabrik“, Lichtburg.
14-17 Uhr: Ausstellung „Die Freiheit unter Dampf“, Burgstraße 17.
20 Uhr: Koffertheater „Die zwei Burgen“, Freiheit/Burgruine.
20 Uhr: Kino „Der junge Karl Marx“, Lichtburg.

Montag, 1. Juli

17.30-19.30 Uhr: Ausstellung „Die Freiheit unter Dampf“, Burgstr. 17.
20 Uhr: Kino „Ganz oder gar nicht“, Lichtburg.
20 Uhr: Vortrag „Von Automaten und Maschinen – Geschichten und Gedichte“, Ev.-Reformierte Kirche, Freiheit, Im Kirchspiel 13a.

Dienstag, 2. Juli

17.30-19.30 Uhr: Ausstellung „Die Freiheit unter Dampf“, Burgstr. 17.
20 Uhr: Vortrag „Zukunft der Arbeit – Träume, Visionen und realistische Erwartungen“, Ev.-Reform. Kirche.
20 Uhr: Kino „Junges Licht“, Lichtburg.

Mittwoch, 3. Juli

17.30-19.30 Uhr: Ausstellung „Die Freiheit unter Dampf“, Burgstr. 17.
20 Uhr: Kino „A Fábrica de Nada“, Lichtburg.
20 Uhr: Vortrag „Die alte Freiheit in Wetter und was aus ihr wurde“, Ev.-Reformierte Kirche.

Donnerstag, 4. Juli

17.30-19.30 Uhr: Ausstellung „Die Freiheit unter Dampf“, Burgstr. 17.
19.30 Uhr: Konzert mit „Impala Ray“, Burg Wetter/Freiheit.
20 Uhr: Kino „Metropolis“, Lichtburg.

Freitag, 5. Juli

17.30-19.30 Uhr: Ausstellung „Die Freiheit unter Dampf“, Burgstr. 17.
20 Uhr: Kino „Workingman’s Death“, Lichtburg.
20 Uhr: Koffertheater „Die zwei Burgen“, Freiheit/Burgruine.

Samstag, 6. Juli

15-22 Uhr: Fest der Begegnung (Gastronomie, Hüpfburg); Konzerte: 18 Uhr: „Jonoto“; 20 Uhr: „Berit and the boys“, Burg/Freiheit, Eintritt frei.
16 Uhr: Kino „Wall-E – Der Letzte räumt die Erde auf“, Lichtburg.
15-19 Uhr: Ausstellung „Die Freiheit unter Dampf“, Burgstraße 17.
20 Uhr: Kino „Robot & Frank“, Lichtburg.

Sonntag, 7. Juli

10 Uhr: Gottesdienst der Ev.-Reformierten Kirche zum Thema der Jubiläumswoche, Im Kirchspiel 13a.
11.30 Uhr: Konzertreihe Clemens Ratajczak und Gäste (Arnold Schönberg: Verklärte Nacht), Burg Wetter/Freiheit, Eintritt frei.
14-17 Uhr: Ausstellung „Die Freiheit unter Dampf“, Burgstraße 17.
20 Uhr: Koffertheater „Die zwei Burgen“, Freiheit/Burgruine.
20 Uhr: Kino „Work Hard Play Hard“, Lichtburg.

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