Musik

Interview der Woche: „Singen ist etwas für die Seele“

Paula Stiers aus Wetter (Zweite von links) singt bei Session Possible in Hattingen. Der Saxophonist Wolf Codera hatte sie dazu eingeladen.

Paula Stiers aus Wetter (Zweite von links) singt bei Session Possible in Hattingen. Der Saxophonist Wolf Codera hatte sie dazu eingeladen.

Foto: Ralph Näscher / WP

Wetter.  Paula Stiers hat einen Traum: Sie möchte als Sängerin Karriere machen und Musik studieren.

Musik ist ihr Leben – das wird vor allem dann deutlich, wenn Paula Stiers aus Grundschöttel anfängt, über das Singen zu reden. Seitdem sie klein ist, singt die 16-Jährige. Ihren ersten Auftritt hatte sie bereits im Grundschulalter. Nun durfte die Schülerin gemeinsam mit Saxophonist Wolf Codera bei seiner „Session Possible“ in Hattingen auftreten. Ein Ereignis, an dass sich die 16-Jährige gerne erinnert. In unserem Interview der Woche spricht sie über den Auftritt mit Codera, ihrem Traum von der Sänger-Karriere und wie sie zur Musik kam.


Wie war es für dich, bei Wolf Coderas Session aufzutreten?

Paula Stiers: Ich habe mich total gefreut, weil es ja auch eine Chance für mich ist. Bei der Session sind noch einmal mehr Menschen, vor denen man auftritt. Ich habe mich sehr gefreut, bei der Session Possible dabei sein zu dürfen. Wenn man auf der Bühne steht, ist das einfach ein Gefühl, das kann man gar nicht richtig beschreiben. Die Energien fließen durch einen durch.


Wird es einen weiteren Auftritt mit Codera geben?
Ja, nach dem letzten Stand schon. Mehr Informationen habe ich aber derzeit noch nicht. Nach meinem Auftritt kam Wolf Codera zu mir und hat mich zu einer Weihnachtstour eingeladen, um dort zu singen. Für mich ist es so, als würde es jetzt so richtig mit dem losgehen, was ich wirklich machen möchte.


Seit einiger Zeit schon schreibst du eigene Lieder. Was bedeuten sie für dich?
Singen ist etwas für die Seele. Alle meine Lieder kommen von mir, und ich nehme die Inspiration auch von meinen eigenen Erfahrungen und Emotionen. Wenn ich bestimmte Gefühle habe, die unbedingt aus mir heraus wollen, ganz gleich ob traurig oder euphorisch, dann tut es unglaublich gut, diese aufzuschreiben und darüber zu singen. Es ist eine Art der Verarbeitung. Und generell verbindet jeder von uns einige Lieder mit verschiedenen Lebensabschnitten oder Emotionen. Oftmals kommt es auf die Stimmung an, welche Lieder wir gerade singen möchten. Sind wir traurig, sind es oftmals ruhige Lieder, da man in einer bestimmten Gefühlslage steckt.

Wenn wir über Ziele sprechen: Was ist dein berufliches Ziel?

Mein Traum ist es, mit der Musik mein Geld zu verdienen. Zudem möchte ich Musik studieren. Daher fahre ich mit meiner Familie auf eine Messe nach Köln. Dort möchte ich mir verschiedene Musikschulen anschauen und mich darüber informieren, was für ein Studium nötig ist. Ich möchte mich angemessen drauf vorbereiten. Denn Singen ist das, was ich liebe.


Und dafür übst du täglich. Wie kamst du überhaupt zur Musik?
Meine ersten musikalischen Erfahrungen hatte ich mit sieben Jahren. Meine Eltern hatten einen Plattenvertrag und ich habe bei den „,30 besten Kinderliedern“ mitgesungen. Aber ich habe auch davor schon immer gerne gesungen. Eigentlich singe ich, seitdem ich denken kann. Meine Mutter und mein Vater singen auch, und meine Mutter hat eine Musikschule. Für uns gehört die Musik einfach zum Leben dazu. Aber ich hatte nie richtigen Gesangsunterricht, sondern habe es mir vor allem selbst beigebracht. Aber auch meine Eltern haben mich unterstützt und mir gelegentlich Tipps gegeben.


Wie waren deine ersten Bühnenerfahrungen?
Die erste Erfahrung war mit acht Jahren auf einer Veranstaltung der Musikschule meiner Mutter und ich war super aufgeregt. Aber als ich dann erst einmal auf der Bühne stand, war ich total glücklich.


Hast du musikalische Vorbilder oder gibt es Musiker, die dich inspirieren?
Christina Aguilera inspiriert mich durch ihr Musik und ihrer Art, wie sie sich präsentiert. Aber auch meine Eltern inspirieren mich, da auch sie als Musiker arbeiten und mir der Musik ihre Geld verdienen.


Hast du einen Tipp für andere Menschen, die einen ähnlichen Traum haben, wie du?

Üben, üben, üben. Ich glaube jeder Mensch kann singen, ob es den anderen gefällt, ist dann Ansichtssache. Jeder sollte eine Chance haben, seinen Traum leben zu können.

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