Kabarett

Jürgen Becker bietet einen Blick durch das Schlüsselloch

Kann man diesen Augen trauen? Jürgen Becker kommt Ende Januar nach Wetter.

Kann man diesen Augen trauen? Jürgen Becker kommt Ende Januar nach Wetter.

Foto: Veranstalter

Wetter.   Der bekannte Kölner Kabarettist Jürgen Becker kommt mit seinem Programm „Volksbegehren“ am 31. Januar nach Wetter.

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Großer Besuch im Wette­raner Stadtsaal: Am Mittwoch, 31. Januar, wird sich der bekannte deutsche Kabarettist und Fernsehrmoderator Jürgen Becker auf der Bühne die Ehre geben.

In seinem aktuellen Programm „Volksbegehren“ geht es vor allem – wie könnte es bei dem Titel auch anders sein – um Fortpflanzung. Blattläuse haben es leicht: Wenn ihnen nach Fortpflanzung zumute ist, gebären die Lausmädels, ohne Zutun eines Lausbuben, bis zu zehn Töchter am Tag.

Der Mensch ist und bleibt Tier

Der Austausch von Körperflüssigkeiten zwecks Fortpflanzung hat sich bei 99% der Tierarten durchgesetzt. Geschlechtliche Fortpflanzung findet man gar bei Obstbäumen, Topfpflanzen, Ziersträuchern und in Blumenrabatten, wenn darin Herren- und Damenkegelclubs des Nachts bei ihren feucht-lustvollen Ausflügen übereinander herfallen.

Klar ist für Jürgen Becker: Wir sind Tiere und werden es immer bleiben. So wundern wir uns über das Tierhafte unserer Körper und empfinden sie gelegentlich als peinlich, abstoßend und vulgär. Wir schämen uns ihrer, es sei denn, wir sind im Internet.

Kann die Religion diese Scham erklären oder erklärt die Scham gar die Religion? Denn in der bunten Götterwelt finden wir bereits alle Spielarten der Sexualität wieder, auch die Homoerotische. Und: Heute können wir Kinder zeugen ohne Zeugungsakt und Sex genießen ohne Kinder zu zeugen. Aber was macht sexy? Was lehrt uns die Erotik über uns selbst? Und welche Lebensweisheiten können wir aus ihr gewinnen? So wagt der Moderator der WDR- „Mitternachtsspitzen“ einen kabarettistischen Beischlaf mit dem Eros, dem wohl mächtigsten aller Götter. Jürgen Becker bittet zum Blick durchs Schlüsselloch.

Das Publikum darf sich beim Liebesspiel mit Worten aufs angenehmste gekitzelt fühlen und beim Anblick von hundert erotischen Meisterwerken in Deckung bleiben – und spürt dabei geflissentlich, dass schöne Schenkel nicht nur im Bett betören. Gelegentlich darf man sich auch darauf klopfen.

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