Freizeit

Kinder hangeln sich im Kletterwald durchs Tannheimer Tal

Legen letzte Hand an ein Hindernis des neuen Kinder-Parcours „Tannheimer Tal“ an: Parkmanager Thomas Mankopf (rechts) und sein Kollege Alessandro Hermann.

Legen letzte Hand an ein Hindernis des neuen Kinder-Parcours „Tannheimer Tal“ an: Parkmanager Thomas Mankopf (rechts) und sein Kollege Alessandro Hermann.

Foto: Elisabeth Semme

Wetter.   Thomas Mankopf, Parkmanager im Kletterwald Wetter, stellt Neuerungen der aktuellen Kletterwald-Saison vor.

„Der Wald ruft“, heißt es seit kurzem wieder auf dem Harkortberg: Dort wurde bereits Ende März die neue Kletterwald-Saison auf dem 25 000 Quadratmeter großen Gelände eröffnet, das das Unternehmen „Forest Adventures“ von der Stadt Wetter gemietet hat. In den jetzt beginnenden Osterferien ist die Anlage für alle Kletterer sogar täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet. 14 verschiedene Parcours mit insgesamt 150 Übungen fordern nicht nur Ausdauer und Selbstüberwindung, sondern auch Mut, Geschick und Kraft von den kleinen und großen Kletterern. Über Veränderungen und neue Angebote für die aktuelle Saison hat die Lokalredaktion mit Parkmanager Thomas Mankopf gesprochen.

Gibt es Veränderungen an den Parcours?

Ja, es wird einen zweiten Parcours für Kinder ab fünf Jahren geben. Der ist fast fertig. Bislang gab es nur den Parcours Seiser Alm für Sechs- bis Siebenjährige; auf die neue Strecke – sie heißt Tannheimer Tal und führt über elf Stationen – können bereits Fünf- bis Siebenjährige gehen. Der Parcours ist vom Schwierigkeitsgrad mit Action-Elementen, Cliffhanger und einer Tellerrutsche sogar etwas herausfordernder als der bisherige. Natürlich benötigen die Kinder beim Klettern einen erwachsenen Begleiter.

Was hat sich sonst während der Wintermonate im Kletterwald getan?

Wir haben die Kundentoiletten erneuert und komplett neu gefliest; außerdem haben wir die Schaukel am Rande der großen Wiese erneuert. Aktuell stellen wir zudem die Gurte langsam um. Bislang wurden alle Kletterer mit Hüftgurten gesichert. Die Hälfte dieser Gurte haben wir bereits durch sogenannte Ganzkörpergurte ersetzt, die auch den Brustbereich mit umfassen. Sie sorgen für zusätzliche Sicherheit der Kunden im Parcours. Bis Mitte des Jahres werden aus unserem Kletterwald wohl alle Hüftgurte verschwunden und durch die Ganzkörpergurte ersetzt sein. Weitere kleine Neuerung: Für Kunden besteht jetzt übrigens die Möglichkeit, mit EC-Karte zu zahlen.

Sie haben auch das gastronomische Angebot im Kletterwald erweitert?

Das ist richtig. Auf unserer Dachterrasse haben wir einen Imbiss gebaut, wo es erstmals in dieser Saison die sogenannte Kletterwurst gibt, also je nach Wunsch als Brat- oder Currywurst mit hausgemachter Sauce. Ebenfalls im Angebot sind Chicken Nuggets, Nackensteaks, Pommes und natürlich diverse Getränke. Allerdings ist der Imbiss nur an den Wochenenden, in den Schulferien und an Feiertagen geöffnet. Die Imbiss-Hütte ist übrigens so konzipiert, dass sie bei Nichtbetrieb zusammengebaut wird und den freien Blick über die Dachterrasse auf den Wald nicht behindert.

Wie groß ist das aktuelle Kletterwald-Team, und suchen sie noch helfende Hände?

Zum Team gehören außer mir noch zwei weitere Festangestellte sowie 34 freie Mitarbeiter. Das sind Schüler, Studenten und andere Minijobber auf 450-Euro-Basis. Und damit sind wir für die aktuelle Saison personell auch gut bestückt.

Es soll hier Probleme mit Vandalismus gegeben haben oder auch noch geben. Können Sie dazu etwas sagen?

Diese Probleme gab bzw. gibt es in der Tat. Viele Bretter wurden kaputt gemacht und Müll überall verteilt. Ganz besonders gefährlich aber ist es, wenn Unbekannte auf der Dachterrasse Shisha rauchen und die glühende Kohle auf die Holzbretter fällt. Dabei entsteht natürlich eine hohe Brandgefahr. Deswegen haben wir jetzt zur Vorbeugung gegen diesen Vandalismus auf der Dachterrasse eine Überwachungskamera installiert. Darauf werden auch ungebetene Besucher durch zahlreiche Schilder hingewiesen.

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