Gesundheit

Krätze-Fälle gehen im Ennepe-Ruhr-Kreis etwas zurück

Diese Narben im Hüftbereich eines Mannes erinnern an eine überstandene Krätze-Erkrankung.

Diese Narben im Hüftbereich eines Mannes erinnern an eine überstandene Krätze-Erkrankung.

Foto: Henning Kaiser

Ennepe-Ruhr.  Die Hautkrankheit Krätze ist deutschlandweit auf dem Vormarsch. Im EN-Kreis aber ging sie 2019 im Vergleich zum Vorjahr zurück.

Die Anzahl der Krätze-Fälle ist im Ennepe-Ruhr-Kreis im Jahr 2019 gesunken. Insgesamt wurden 1.771 Fälle verzeichnet, 13,3 Prozent weniger als im Vorjahr mit 2.043 Fällen. Das geht aus einer aktuellen Auswertung der AOK Nordwest hervor. „Krätze ist eine ansteckende Hautkrankheit, die durch Parasiten ausgelöst wird. Um sie schnell wieder los zu werden, ist eine Behandlung mit Salben und gegebenenfalls auch mit Tabletten notwendig“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Jörg Kock.

Lange Zeit fast vergessen

Lange Zeit schien Krätze (Skabies) vergessen zu sein.

Doch deutschlandweit ist Krätze auf dem Vormarsch. Dabei ist es regional sehr unterschiedlich, wie häufig Krätze vorkommt. Typische Symptome sind starker Juckreiz und eine schuppig-krustige Haut mit kleinen Knötchen. Durch den starken Juckreiz ist die Haut oft mit blutigen Kratzspuren übersät. Die Symptome entstehen vor allem durch eine Hautentzündung. Denn wenn Krätzemilben die Haut besiedeln, wird die Haut geschädigt. Dadurch reagiert das Immunsystem, und es kommt zu entzündlichen Prozessen mit den typischen Hautveränderungen. Die Übertragung einer einzigen Milbe reicht schon aus, um Krätze zu verursachen.

Guter Immunstatus ist wichtig

„Hygiene und ein gestärktes Immunsystem spielen für den Verlauf eine große Rolle“, so Kock. Häufiges Duschen oder Baden und ein guter Immunstatus erschweren die Vermehrung der Milben. Sinnvoll ist es, Kleidung, Handtücher und Bettwäsche täglich zu wechseln und bei 60 Grad zu waschen. Geht dies bei bestimmter Kleidung nicht, dann kann diese für mindestens zwei Stunden im Gefrierschrank bei mindestens Minus 25 Grad aufbewahrt werden. Nicht waschbares Spielzeug sollte zwei Wochen lang luftdicht verpackt werden.

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