Beschäftigung

Lage auf Arbeitsmarkt bessert sich in Wetter und Herdecke

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Katja Heck, Vorsitzende der Geschäftsführung Agentur für Arbeit Hagen

Katja Heck, Vorsitzende der Geschäftsführung Agentur für Arbeit Hagen

Foto: Michael Kleinrensing

Wetter/Herdecke.  Weniger Arbeitslose auch in Wetter und Herdecke. Der Arbeitsmarkt belebt sich, wie sich an vielen Stellen zeigt.

Die Belebung auf dem Arbeitsmarkt im Ennepe-Ruhr-Kreis hat sich im September verstärkt.

Die Zahl der Arbeitslosen sank um 490 oder 4,2 Prozent auf 11049. Die Arbeitslosenquote reduzierte sich erneut um 0,2 Punkte auf 6,4 Prozent. Vor einem Jahr, im ersten Pandemie-Herbst, waren es 1164 Arbeitslose mehr bei einer Quote von 7,1 Prozent.

„Der September ist mit der üblichen Herbstbelebung häufig der beste Arbeitsmarktmonat im ganzen Jahr. Und auch jetzt sind die Arbeitslosenzahlen für alle Personengruppen spürbar rückläufig. Wie erwartet sind sie insbesondere bei den Jüngeren weiter gesunken, da sie als Fachkräfte gesucht werden“, so Katja Heck, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hagen.

Weiter erklärt sie: „Die Hochwasserfolgen für die Beschäftigung haben sich bei uns zum Glück nicht ausgeweitet. Die aktuellen Kurzarbeitsanzeigen sind überschaubar. Die Entwicklung ist insgesamt saisontypisch und nicht mehr die Folge von Katastrophen der jüngeren Vergangenheit.“

Die aktuelle Entwicklung der Arbeitslosenzahlen im Kreis war auch im September tendenziell einheitlich. Sinkende Arbeitslosenzahlen gab es sowohl in Herdecke (- 28 auf 571)als auch in Wetter (- 39 auf 687). Die Arbeitslosigkeit in den EN-Städten ist aktuell durchschnittlich um 9,5 Prozent niedriger als vor einem Jahr.

Katja Heck blickt voraus: „Die aktuelle Entwicklung im Kreis ist insgesamt jahreszeitlich typisch, sie ist deutlich und nicht mehr pandemiegeprägt. Wir sind wieder ein Stück der Normalität nähergekommen. Ich bin optimistisch, dass sich die Belebung im Oktober fortsetzt.“

Nach mehreren Monaten mit unterschiedlichen Tendenzen entwickelten sich Arbeitslosenversicherung und Grundsicherung wieder in die gleiche Richtung. 3928 Arbeitslose waren Kunden der Arbeitsagentur (303 oder 7,2 Prozent weniger als im Vormonat), 7121 wurden durch das Jobcenter EN betreut (187 oder 2,6 Prozent weniger).

Nach den Ferienmonaten besteht beim Kräftebedarf im Kreis noch Potenzial. Mit 442 neu gemeldeten Stellen waren es 82 oder 15,6 Prozent weniger als im Vormonat, aber nur zwei oder 0,5 Prozent weniger als im pandemiegeprägten Vorjahresmonat. Die höchste Nachfrage hatten Zeitarbeitsfirmen (119 Stellen), das Gesundheitswesen (76), der Handel (65), das verarbeitende Gewerbe (53), freiberufliche Arbeitgeber (Ärzte, Rechtsanwälte, Steuerberater etc., 25), das Gastgewerbe (24), das Baugewerbe (22) und die öffentliche Verwaltung (20). Die Logistik meldete hingegen nur vier Stellen.

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