Demonstration

Landwirte aus EN-Kreis mit Traktoren zur Demo in Bonn

„Ist der Landwirt tot gibt es kein Brot": In Bonn werden nach Angaben der Veranstalter bis zu 10.000 Teilnehmer zu Protesten gegen Agrarpläne der Bundesregierung erwartet.

„Ist der Landwirt tot gibt es kein Brot": In Bonn werden nach Angaben der Veranstalter bis zu 10.000 Teilnehmer zu Protesten gegen Agrarpläne der Bundesregierung erwartet.

Foto: Guido Kirchner

Wetter/Herdecke/Ennepe-Ruhr.  Landwirte sorgen sich um ihre Zukunft. Bei einer Groß-Demo in Bonn machen sie ihrem Unmut Luft. Mit dabei: etliche Bauern von Ennepe und Ruhr.

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Die Bauernfamilien haben Angst um die Zukunft ihrer Familien und ihrer Höfe, deshalb sind heute Tausende von Landwirten auf der Straße. Auch aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis und Hagen haben sich Dienstag Nacht 10 bis 20 Trecker auf den Weg nach Bonn gemacht. Zudem sind noch viele Bauern und Bäuerinnen aus der Region mit dem Zug nach Bonn gefahren.

Aufgerufen zur Großdemonstration hat die Bewegung „Land schafft Verbindung“, Landwirte und Landwirtinnen, die sich vorwiegend über die sozialen Netzwerke zusammengeschlossen haben. Zuständig für die Organisation im Kreisgebiet ist der Breckerfelder Landwirt Heiner Born. Der Landwirtschaftliche Kreisverband unterstützt die Demonstration, ist solidarisch und hat „volles Verständnis für die Demonstranten“.

Verordnungen und Auflagen

„Die Enttäuschung über die Politik ist groß“, sagt der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Dirk Kalthaus. Die Vielzahl an Verordnungen, Einschränkungen und Auflagen, die derzeit diskutiert würden, nähmen den Bauernfamilien jegliche Zukunftsperspektiven. Das Fass zum Überlaufen habe das Agrarpaket der Bundesministerinnen Svenja Schulze und Julia Klöckner gebracht, sagt Kalthaus. „Damit verlassen wir den erfolgreichen kooperativen Naturschutz“, so der Landwirt. Auflagen würden fast ausschließlich auf Kosten der Landwirtschaft gemacht, sagt Kalthaus. „Wir sind bereit, unseren Beitrag zu leisten“, so der Landwirtevorsitzende , „können aber nicht immer als Sündenbock herhalten.“

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