Kinderklinik

Leukämie: Demetre aus Georgien hofft in Herdecke auf Spenden

Der vierjährige Demetre aus Georgien hat Leukämie und wird in Begleitung seiner Eltern im Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke behandelt. Der Verein Sterntaler hofft auf Spendengelder, um die Therapie zu finanzieren.  

Der vierjährige Demetre aus Georgien hat Leukämie und wird in Begleitung seiner Eltern im Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke behandelt. Der Verein Sterntaler hofft auf Spendengelder, um die Therapie zu finanzieren.  

Foto: privat

Herdecke.  Der krebskranke Demetre aus Georgien wird wie die kleine Tuta 2018 derzeit im Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke behandelt. Und hofft auf Spenden.

Eine Krebs-Diagnose bei Kindern – viel schlimmer kann das Schicksal nicht zuschlagen. Wer Einblicke in die Kinderklinik am Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke hat, kennt so manch schlimme Geschichte. Umso erfreulicher sind dann Erfolgsmeldungen wie jene von der schwerkranken Tuta: Vor einem Jahr konnte das kleine Mädchen aus Georgien nach einer Leukämie-Therapie in Ende gesund in ihre Heimat zurückkehren.

„Vor Kurzem schickte uns die Familie ein Foto, auf dem man sehen kann, wie gut es Tuta geht“, berichtet Gudrun Dannemann vom Vorstand des Herdecker Vereins Sterntaler, der kranke Kinder unterstützt. „Sie ist ein fröhliches, aktives Mädchen, das ihre Kindheit wieder unbeschwert genießen kann. Die Eltern sind sehr dankbar, dass Tuta in ihrem Kampf gegen den Krebs von vielen Menschen, die dem Spendenaufruf in der Zeitung folgten, unterstützt wurde.“ Zur Erinnerung: Zur 80.000 Euro teuren Behandlung, die die Familie selbst bezahlen musste, kamen durch Spendenaktionen die noch fehlenden 20.000 Euro zusammen, so dass die Ärzte die Therapie erfolgreich beenden konnten.

Lebensbedrohende Erkrankung

Nun ist vor einigen Wochen der vierjährige Demetre mit seinen Eltern in der Herdecker Klinik eingetroffen. Auch er stammt aus Georgien, seine Erkrankung begann ähnlich wie bei Tuta. Er bekam plötzlich hohes Fieber, das nicht sinken wollte. Er fühlte sich sehr schlapp. Nach einiger Zeit die Diagnose: akute lymphathische Leukämie, eine lebensbedrohende Erkrankung. „Für die Familie brach eine Welt zusammen“, so Dannemann. Schnell war klar, dass Demetre in Georgien nicht die notwendige Therapie zur Verfügung steht.

Die Eltern fanden heraus, dass es in Deutschland gute Heilungschancen gibt. Sie stießen auf die Klinik in Ende. „Die teure Behandlung ist für eine durchschnittliche Familie finanziell kaum zu stemmen, aber durch die Unterstützung von der Familie und Freunden war dann so viel Geld beisammen, dass Demetre in Herdecke angemeldet wurde“, heißt es vom Sterntaler-Verein. Sein älterer Bruder (6) kam in die Obhut der Großeltern, dann fuhr das Trio nach Herdecke, damit die lebensrettende Behandlung schnell beginnen konnte.

Inzwischen hat Demetre zwei belastende Behandlungsblöcke hinter sich. Er hat seine Haare verloren, seine Mutter hat ihre aus Solidarität auch abrasiert. Mindestens ein halbes Jahr soll die Behandlung noch dauern. „Die Aussicht, dass auch Demetre wieder gesund wird, ist gut. Nur fehlt noch ein großer Teil an Geld für die Therapiekosten“, so Dannemann. Die Hilfsorganisation einer großen deutschen Tageszeitung habe bereits ihre Unterstützung zugesagt, das werde aber nicht reichen.

Also wandte sich die Familie an den Sterntaler-Verein mit der Bitte um Hilfe. „Das Schicksal des kleinen Jungen berührt uns sehr. Da aber mit den Mitteln, die dem Verein zur Verfügung stehen, die laufenden Projekte an der Kinderklinik finanziert werden müssen, können wir nicht unmittelbar eintreten“, sagt das Vorstands-Mitglied. „Daher würden wir gerne eine Spendenaktion starten, um Demetre zu helfen, gesund zu werden. Es wäre großartig, wenn sich viele Menschen fänden, die ihm bei seinem Kampf gegen den Krebs zur Seite stehen wollen.“

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