Abschied

Mechthild Dannè: 47 Jahre bei der Stiftung Volmarstein

| Lesedauer: 2 Minuten
An ihrem Arbeitsplatz: Mechthild Dannè bei der Bearbeitung von Püschel-Aufträgen.

An ihrem Arbeitsplatz: Mechthild Dannè bei der Bearbeitung von Püschel-Aufträgen.

Foto: ESV

Volmarstein.  So etwas gibt es nur noch selten. Mechthild „Mecki“ Dannè war 47 Jahre beim gleichen Arbeitgeber tätig.

Wenn Mechthild Dannè über ihre langjährige Tätigkeit in der Stiftung Volmarstein spricht, fällt schnell der Satz: „Das war wie eine Familie.“ Dabei muss sie sich eine Träne verdrücken. 47 Jahre lang hat sie für die Stiftung gearbeitet – nun wurde sie in den Ruhestand verabschiedet.

+++Mehr aus der Evangelischen Stiftung Volmarstein+++

Als 16-Jährige hatte sie in der Klinik Volmarstein begonnen. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Krankenpflegehelferin. Später betreute sie im Haus Bethesda und im Margaretenhaus Menschen mit Behinderung. Anschließend unterstützte sie in der Werkstatt für behinderte Menschen die Beschäftigten in deren Arbeitsalltag und wechselte dann in die Werkstatt-Verwaltung. Verabschiedet wurde Mechthild Dannè nun in der Inklusionsfirma Püschel, in der sie sich seit 2018 um das Auftrags- und Rechnungswesen kümmert. „Fast fünf Jahrzehnte beim selben Arbeitgeber: Das ist außergewöhnlich“, betonten Sabine Riddermann und Andreas Barth, die den Geschäftsbereich „Ausbildung – Qualifizierung – Arbeit“ leiten, bei der Verabschiedung von Mechthild Dannè.

Post für Mecki

Von Kolleginnen und Kollegen hatte sie irgendwann den Spitznamen „Mecki“ bekommen „Viele kennen mich nur unter diesem Namen“, meint sie und lacht. Regelmäßig bekommt sie interne Post, die an „Mecki“ adressiert ist. Ihren ersten Arbeitstag hatte Mechthild Dannè am 17. September 1974. Damals wohnte sie in Grundschöttel. Die Stiftung trug noch den Namen „Orthopädische Anstalten“. Und ein Einrichtungsleiter wurde „Hausvater“ genannt. Seit 2008 wohnt Mechthild Dannè in der Nähe von Bonn. „Der Liebe wegen bin ich umgezogen“, sagt sie schmunzelnd. Seitdem ist sie jeden Tag zur Arbeit nach Wetter gefahren, pro Woche 1000 Kilometer. Im Dorf Ludendorf, das zur Gemeinde Swisttal gehört, wohnt sie bis heute mit ihrem Lebensgefährten. Dort ereilte sie am 15. Juli 2021 ein Schicksalsschlag: Bei der Flutkatastrophe wurden Teile ihres Wohnhauses verwüstet. Die Bilder von überfluteten und verschlammten Zimmern hat sie auf ihrem Handy gespeichert. Dringend nötige Soforthilfe kam von Kollegen aus der Stiftung: Sie sammelten eine Geldspende für „Mecki“. Und einige fuhren sogar zu ihr ins Flutgebiet, um bei den mühsamen Aufräumarbeiten und der Schlammbeseitigung tatkräftig anzupacken. „Die Hilfe war unglaublich, ich war gerührt“, so Mechthild Dannè.

+++ESV beim Brückenlauf stark vertreten+++

Im Ruhestand bleibt für sie noch viel Arbeit am Haus. Kein Wunder, die Schäden sind längst nicht beseitigt. Mit ihren beiden Hunden möchte sie viel spazieren gehen. Und zur Stiftung und ihren Kollegen will sie unbedingt Kontakt halten. Kein Wunder, nach 47 schönen Jahren in Volmarstein.

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Herdecke / Wetter

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben